• vom 30.11.2016, 16:30 Uhr

Österreich

Update: 01.12.2016, 12:26 Uhr

Bankenbranche

Neuer Mister Raiffeisen ist fix




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Von Karl Leban

  • RBI-Vize Strobl wird Chef der Fusionsbank.

Johann Strobl übernimmt im Frühjahr 2017 das Steuer bei der neuen, aus RZB und RBI gebildeten Bank.

Johann Strobl übernimmt im Frühjahr 2017 das Steuer bei der neuen, aus RZB und RBI gebildeten Bank.

Wien. Darüber gemunkelt hat man ja bereits. Doch nun ist es offiziell: Johann Strobl wird im Chefsessel des neuen Finanzinstituts, das aus der Fusion der Raiffeisen Zentralbank (RZB) mit deren Tochter, der Raiffeisen Bank International (RBI), hervorgehen soll, Platz nehmen. Das hat der Aufsichtsrat der börsennotierten RBI am Mittwoch beschlossen. Wie es hieß, werde Strobls Bestellung mit der Eintragung der Fusion ins Firmenbuch wirksam.

Strobl hat 27 Jahre Bankerfahrung (davon 18 in der Bank Austria). Im Raiffeisen-Bankenimperium ist der promovierte Betriebswirt seit 2007 in führenden Positionen tätig - zunächst in der RZB als Risikovorstand (CRO) und zusätzlich ab 2010 ebenfalls als CRO in der RBI. Bei Letzterer fungiert der 57-jährige Bankmanager bisher auch als Vizechef.

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Der bisherige Vorstandsvorsitzende der RBI, Karl Sevelda (66), wird indes sein Mandat niederlegen, sobald die Fusion von RZB und RBI rechtswirksam geworden ist. Damit bleibt Sevelda voraussichtlich bis zum Ende des ersten Quartals 2017 im Amt, dann übernimmt Strobl das Steuer.

Wird jetzt Schaller
Aufsichtsratspräsident?
Ursprünglich war bereits Heinrich Schaller, Ex-Vorstand der Wiener Börse und Chef der Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich, als Boss des fusionierten Instituts gehandelt worden. Dem Vernehmen nach soll sich jedoch die RLB Niederösterreich-Wien, mit 31,4 Prozent die mit Abstand größte Einzelaktionärin der RZB und damit indirekt der RBI, gegen seine Bestellung ausgesprochen haben.

In Finanzkreisen wird nun erwartet, dass sich die RLB OÖ mit der RLB Steiermark, die ebenfalls 14,9 Prozent an der RZB hält, und noch einem Verbündeten im RZB-Eigentümerkreis zusammentut - um so das nötige Stimmengewicht für Schallers Ernennung zum Aufsichtsratschef der Fusionsbank zu haben. Allerdings wird auch kolportiert, dass diese Funktion Erwin Hameseder, derzeit Aufsichtsratschef der RLB NÖ-Wien, übernehmen soll. Bei den größten Landesbanken scheint sich damit ein Kräftemessen abzuzeichnen.

Wie RZB und RBI am Mittwoch mitteilten, wird der Vorstand der künftigen Fusionsbank aus sechs Personen bestehen. Neben Strobl (Vorsitz) sind dies Klemens Breuer (Vizechef, Privatkunden) und Martin Grüll (Finanzen) sowie Peter Lennkh (Firmenkunden), Andreas Gschwenter (IT) und Hannes Mösenbacher (Risiko).

Walter Rothensteiner (63), bisher Chef der RZB, wird dem Vorstand der neuen Bank zwar nicht angehören. Als Generalanwalt soll er aber weiterhin oberster Raiffeisen-Boss bleiben - dem Vernehmen nach bis 2018.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-11-30 16:35:06
Letzte nderung am 2016-12-01 12:26:05



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