• vom 01.12.2016, 16:20 Uhr

Österreich

Update: 01.12.2016, 16:45 Uhr

Raiffeisen

Fusion "in der Zielgeraden"




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  • Die RBI will unter Strobl, ihrem künftigen Chef, "so bald wie möglich wieder Dividenden zahlen".

Wien. (kle) Im Regelfall geht der Aufbau von Eigenkapital vor Dividendenausschüttungen. Darauf pochen Bankenaufseher seit der Finanzkrise immer wieder. Die Raiffeisen Bank International (RBI), die gerade dabei ist, mit ihrer Mutter, der Raiffeisen Zentralbank (RZB), zu fusionieren, scheint das ernst zu nehmen. Das heurige Jahr wird jedenfalls bereits das dritte in Folge sein, für das die börsennotierte Wiener Großbank ihren Eigentümern keine Dividende zahlt.

Auch wenn die RBI einen Gewinn erwartet: Für 2016 eine Dividende auszuschütten, "war nie in der Planung", erklärte Walter Rothensteiner, RBI-Aufsichtsratschef und RZB-General, am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Bei der hatte Johann Strobl seinen ersten Medienauftritt als designierter Chef der Fusionsbank, die künftig weiter Raiffeisen Bank International heißen soll.

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Strobl selbst sagte zum Thema Dividende mit Blick auf die Aktionäre, die Raiffeisenlandesbanken: "Natürlich ist es unser Anliegen, so bald wie möglich wieder Dividenden zu zahlen." Wann das sein soll, ließ er jedoch offen. Der Wert der RBI sei zumindest genauso wichtig wie die Dividende, so Rothensteiner. Die Eigentümer wüssten um die Erfordernisse bei RBI und RZB, und deshalb hätten sie auch auf Dividenden verzichtet.

Kapitalziel bleibt aufrecht
Für die Fusionsbank ist geplant, dass sie per Ende 2017 eine harte Kernkapitalquote von mindestens zwölf Prozent hat. Strobl, in der RBI nach Karl Sevelda bisher die Nummer zwei, bekräftigte dieses Ziel am Donnerstag.

Zur Fusion mit der RZB sagte er, sie sei "in der Zielgeraden". Derzeit sind für beide Institute noch Bewertungsfragen zu klären. Der Verschmelzungsbericht muss jedenfalls bis 23. Dezember fertig sein - ein Monat vor der Hauptversammlung. Rothensteiner sagte, das exakte Austauschverhältnis werde wohl zehn Tage davor bekanntgegeben. Sevelda geht, sobald die Verschmelzung rechtswirksam wird. Erwartet wird das für die dritte Märzwoche.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-12-01 16:23:09
Letzte nderung am 2016-12-01 16:45:39



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