• vom 09.02.2017, 15:25 Uhr

Österreich


Stahltechnologie

Voest nicht mehr im FMA-Visier




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  • Die Informationspolitik rund um den Kostenanstieg beim Bau des Texas-Werks war offenbar okay.



Wien/Linz. (kle) Ende Jänner war bekannt geworden, dass die Finanzmarktaufsicht (FMA) die Informationspolitik des börsennotierten Stahltechnologie-Konzerns Voestalpine rund um die Kostenexplosion beim Bau des Werks in Corpus Christi (Texas/USA) prüft. Am Donnerstag berichtete Voest-Chef Wolfgang Eder, die FMA habe die Untersuchung beendet und keine Auffälligkeiten festgestellt. In der FMA bestätigte man das.

Ursprünglich hatte die Voestalpine die Investition 2012 mit 550 Millionen Euro veranschlagt. Zuletzt hieß es, dass die Kosten auf rund 930 Millionen Euro klettern dürften. Grund für den Anstieg sei unter anderem schlechtes Wetter in der ersten Bauphase gewesen, wodurch es Verzögerungen gegeben habe, aber auch eine Kosteninflation bei Material und Arbeitskräften wegen eines unvorhersehbaren Baubooms im Raum Corpus Christi. Laut Eder hat der Konzern seit 2015 "immer wieder auf Kostensteigerungen hingewiesen".

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Unterdessen hat die Voestalpine in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 (per Ende März) deutlich weniger verdient als im entsprechenden Vorjahreszeitraum: Unter dem Strich fiel ihr Gewinn um mehr als 32 Prozent auf 343,9 Millionen Euro. Die Umsätze schrumpften um 3,3 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro.

Festhalten an Mexiko-Plänen
Ihre rückläufigen Geschäftszahlen begründet die Voestalpine vor allem mit der "massiven Schwäche" des Öl- und Gassektors. Eder hofft nun auf einen Endspurt im laufenden vierten Quartal. Jahresziel bleibe nach wie vor ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) annähernd auf dem Vorjahresniveau von 814 Millionen Euro.

Zur Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, hohe Importzölle erheben zu wollen, sagte Eder: "Wir verfolgen die Entwicklung in den USA genau. Aber wir sehen derzeit keinen Grund, die Investitionspläne für ein Automotive-Teile-Werk in Mexiko zu revidieren." Zudem sei nur ein Drittel der Produktion für den Export in die USA gedacht. Eder erwartet, dass das Werk noch heuer gebaut und an den Start gehen wird.




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Dokument erstellt am 2017-02-09 15:29:05



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