• vom 10.03.2017, 17:59 Uhr

Österreich


WKÖ-Reform

Die Wirtschaftskammer wird reformiert




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  • Ab 2019 will die WKÖ 134 Millionen einsparen, die Mitgliedsbeiträge sollen um 15 Prozent sinken.

Präsident Leitl gab Startschuss zur Reform. - © apa/Helmut Fohringer

Präsident Leitl gab Startschuss zur Reform. © apa/Helmut Fohringer

Wien. Die Beiträge, die Unternehmen für ihre Pflichtmitgliedschaft in der WKÖ zahlen, sollen per 1. Jänner 2019 um 15 Prozent oder 100 Millionen Euro geringer ausfallen. Insgesamt will die Kammer ab 2019 pro Jahr 134 Millionen Euro einsparen. Die Differenz von 34 Millionen Euro ist für neue Serviceleistungen reserviert. Mehrfach-Pflichtmitgliedschaften fallen vorerst innerhalb der Fachgruppen. Die WKÖ hat im Jahr 670 Millionen Einnahmen.

Diese Ziele hat Wirtschaftskammer- und ÖVP-Wirtschaftsbundpräsident Christoph Leitl am Freitag mit seinen Stellvertretern im WKÖ-Präsidium - Christoph Matznetter (Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband), Richard Schenz (Liste Industrie) und Matthias Krenn (Freiheitliche Wirtschaft) - vorgestellt.


Wie wird eingespart? "Das wird in einem dynamischen Prozess gemacht", sagte Leitl vor Journalisten. Es handle sich um verbindliche Zielsetzungen, mit denen sich jetzt die Experten auseinandersetzen müssten. Es müsse etwas getan werden, auch wenn es manchen schwerfalle.

Natürlich gebe es schon Vorschläge, die sich aus der Digitalisierung ableiteten, so Leitl. Es sollen auch Kompetenzzentren entstehen, um den Faktor 10 (neun Länderkammern und eine Bundeskammer) zu reduzieren. Es sollen Landeskammern entstehen, die im Know-how gebündelt werden und alle anderen servicieren. "Ich gebe zu, dass die Volumina, die zu heben sind, beachtlich sind", sagte der WKÖ-Präsident, der nicht ausschließen wollte, diese Funktion auch 2019 noch innezuhaben. Alleine die Digitalisierung der Kammer berge ein Einsparungspotenzial von 20 Millionen Euro, Stichwort "WKÖ 4.0". Es gebe auch Überlegungen für bundesländerübergreifende Kooperationen, sagte Leitl. Ein Beschluss ist im Wirtschaftsparlament Anfang April vorgesehen.




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Dokument erstellt am 2017-03-10 18:03:05



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