• vom 13.04.2017, 16:28 Uhr

Österreich

Update: 14.04.2017, 16:43 Uhr

Türkei

Für Österreich steht viel auf dem Spiel




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Das wäre für Themen wie die Nato-Blockade der Türkei gegen Österreich, die Reform der Zollunion mit der EU und den Flüchtlingsdeal wichtig. "Hier hat Österreich überall ein Wort mitzureden", sagt Akbulut. Im Falle eines Sieges und dem damit verbundenen Machtzuwachs würde Erdogan in Europa nicht als Persona non grata gelten.

Beide Seiten müssten pragmatisch agieren, zu stark seien die beiderseitigen Interessen verwoben. Wenn die Präsidentschaftswahl in Frankreich, die Bundestagswahl in Deutschland und die Nationalratswahl in Österreich geschlagen ist, werde man bewusst zu einer Deeskalation und zu Pragmatismus zurückkehren. Sollte das Referendum mit einem "Nein" ausgehen, sei die Frage, wie klar das "Nein" sei. Bei einer knappen Niederlage von einem bis 1,5 Prozentpunkten würde Erdogan einen zweiten Anlauf versuchen, glaubt auch Akbulut. Sollte es ein klares "Nein" geben - was er für unwahrscheinlich hält -, würde der politische Status quo bestehen bleiben und die Türkei von einem starken Präsidenten, der die Regeln ignoriert, regiert werden. Erdogan wäre bei einer Ablehnung seines Vorhabens nicht Geschichte, an einen Rücktritt glaubt Akbulut nicht.

Erdogan würde das Amt bis 2019 innehaben, es seien höchstens Parlamentsneuwahlen vorstellbar. Welches von diesen Szenarien eintreffen wird, ist völlig offen. Das Referendum bleibt laut Umfragen für Erdogan bis zum Schluss eine Zitterpartie.

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Dokument erstellt am 2017-04-13 16:33:05
Letzte nderung am 2017-04-14 16:43:43



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