• vom 12.05.2017, 16:41 Uhr

Österreich


Nahrungsmittelindustrie

Agrana setzt auf Wachstum in Indien und China




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    Wien. (kle/apa) Nach einem kräftigen Gewinnplus und einer Kapitalerhöhung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 setzt der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana nun auf weiteres Wachstum. Generieren will er es vor allem in den osteuropäischen Nachbarländern sowie in China und Indien. Nach dem Kauf eines Fruchtverarbeitungswerks ist Indien seit Kurzem das weltweit 25. Land, in dem das börsenotierte Wiener Unternehmen (rund 8600 Mitarbeiter) tätig ist.

    Vorstandschef Johann Marihart betonte am Freitag bei der Bilanzvorlage, Indien und China seien wichtig für die globale Präsenz des Konzerns. "Indien ist ein Milchland. Man isst nur die Kühe nicht. Joghurt ist Teil der täglichen Ernährung. Es ist auch ein Fruchtland." Vor allem in Indiens Städten ortet Marihart, dessen Vertrag vor Kurzem bis 2021 verlängert worden ist, "großes Wachstumspotenzial".


    In China sei die Lage verglichen mit Indien "durchaus ähnlich", sagte der Agrana-Chef weiter. China sei der weltgrößte Joghurtmarkt. Dort wird derzeit in der Nähe von Shanghai für zirka 22 Millionen Euro ein weiteres Werk gebaut, das im November 2018 in Betrieb gehen soll. "Die Jahreskapazität wird bei 30.000 Tonnen Fruchtzubereitungen liegen", so Marihart. Das bisher einzige China-Werk (in der Nähe von Peking) sei mittlerweile an seine Auslastungsgrenzen gestoßen.

    Investitionen in Höhe von
    140 Millionen Euro geplant

    In Summe will die Agrana im laufenden Geschäftsjahr 140 Millionen Euro investieren. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) geht Marihart für 2017/18 von moderaten Steigerungen aus.

    Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende Februar) legte der Konzern beim Ebit von 129,0 auf 172,4 Millionen Euro zu. Netto verdiente er 117,9 Millionen Euro und damit fast die Hälfte mehr als im Wirtschaftsjahr davor. Grund dafür waren höhere Zuckerpreise und Stärke-Absatzmengen sowie eine Erholung des Fruchtsaftkonzentratgeschäfts. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 2,56 Milliarden Euro. Die Dividende soll unverändert 4 Euro je Aktie betragen, für 2017/18 soll sie ebenfalls auf diesem Niveau liegen.




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    Dokument erstellt am 2017-05-12 16:45:02



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