• vom 19.05.2017, 20:15 Uhr

Österreich


Eisenbahn

Westbahn erhöht ab Dezember den Takt




  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Wien/St. Pölten. Die Westbahn macht auf der Strecke Wien-Salzburg noch mehr Dampf. Ab Dezember dieses Jahres sollen zehn weitere Züge des Schweizer Herstellers Stadler eingesetzt werden. Die Zahl der Garnituren steigt damit von 7 auf 17. Durch die höhere Zahl an Zuggarnituren ist eine Steigerung der Frequenz möglich. Aus einem Stundentakt soll künftig ein Halbstundentakt werden. "Wenn man in Zukunft zum Bahnhof geht, muss man sich eigentlich nicht mehr über die Abfahrtszeiten informieren, da ständig ein Zug Richtung Salzburg abfährt", meint Westbahn-Chef Erich Forster im Rahmen einer Testfahrt der neuen Züge vor Journalisten.

    Neu ist auch, dass die Westbahn in Wien nicht nur den Westbahnhof, sondern ab dem Winterfahrplan ab 10. Dezember auch den Hauptbahnhof ansteuert. So will das Unternehmen Kunden aus dem Süden Wiens und dem angrenzenden Speckgürtel an Bord holen. Insgesamt wird es ab Wien mehr als 60 Westbahn-Zugfahrten pro Tag geben.

    Werbung

    Westbahn will weiter fahren
    Die Westbahn strebt in Österreich "eine gewisse Flächendeckung" an. Priorität liegt weiterhin auf den InterCity-Verbindungen. An zweiter Stelle folgt der Nahverkehr, bei dem sich das Unternehmen fast bei allen künftigen Vergaben um den Zuschlag bemühen will. Die Westbahn würde auf der Weststrecke gerne bis Innsbruck fahren, was nicht vor 2019 ausgeschrieben wird. In Vorarlberg versucht das Unternehmen eine Nahverkehrsvereinbarung von Verkehrsministerium und Land Vorarlberg mit den ÖBB zu kippen. Einerseits wird die Vergabe an die ÖBB mit rechtlichen Mitteln bekämpft, andererseits hat die Westbahn selber ein Initiativangebot eingereicht. Die Causa liegt beim Verwaltungsgerichtshof. Mit einem Zuschlag wird aufgrund der derzeitigen Vergabemöglichkeiten nicht gerechnet.

    Die Westbahn ist im Eigentum von Hans Peter Haselsteiner, der 49,9 Prozent über die Haselsteiner Familienprivatstiftung hält, und Erhard Grossnigg, der mit 32,7 Prozent über die in der Schweiz ansässige Augusta Holding beteiligt ist. Anteile an der Westbahn hält auch die französische Staatsbahn SNCF.




    Schlagwörter

    Eisenbahn, WESTbahn

    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-05-19 17:24:04



    Werbung



    Firmenmonitor







    Werbung