• vom 13.07.2017, 16:55 Uhr

Österreich

Update: 13.07.2017, 20:34 Uhr

Handel

Aus einem Handelsriesen wurden zwei




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  • Die Teilung der deutschen Metro AG ist vollzogen. Am Donnerstag hatten deren Nachfolgegesellschaften ihr Börsendebüt.

140725metro

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Frankfurt/Düsseldorf. (kle/ag) Der einst größte deutsche Handelskonzern Metro ist seit Mittwoch zerschlagen. Mit der Aufspaltung des Riesen in ein Lebensmittelunternehmen (Metro-Großmärkte, Real) und eine Elektronik-Kette (Media Markt, Saturn) ging eine mehr als 20-jährige Ära zu Ende. Am Donnerstag hatten die beiden Metro-Nachfolgesellschaften ihre Premiere an der Börse in Frankfurt.

Die Aktie des Lebensmittelgroß- und -einzelhändlers, der nun unter dem Namen Metro Wholesale & Food Specialist firmiert, debütierte mit einem Kurs von 20,00 Euro und fiel dann auf bis zu 18,10 Euro zurück. Sie ist formal von der alten Metro AG abgespalten worden, die jetzt Ceconomy heißt und nur noch den Bereich Elektronikhandel umfasst. Die Ceconomy-Aktie eröffnete mit einem Kurs von 9,32 Euro und stieg im weiteren Handel auf bis zu 10,48 Euro.


Vor der Aufspaltung war die Aktie der alten Metro am Mittwoch zum letzten Mal mit 29,18 Euro gehandelt worden. "Die Kursverteilung zwei Drittel zu ein Drittel war zu erwarten", sagte ein Händler. "Allerdings sehen wir insgesamt einen Abschlag zum Schlusskurs der alten Metro, das ist schon eher überraschend. Die Titel stehen etwas unter Verkaufsdruck."

"Beschleunigtes Wachstum"
Die Aufspaltung in einen Lebensmittel- und einen Elektronikhändler soll beide Unternehmensteile schlagkräftiger und für Investoren attraktiver machen. Die Pläne dafür hatte der Chef der alten Metro, Olaf Koch, der nun an der Spitze der neuen Metro steht, im März 2016 erstmals vorgestellt. Indes hatten Klagen einzelner Aktionäre die Teilung der Metro AG nicht stoppen können.

"Wir erwarten beschleunigtes Wachstum, mehr Effizienz und sind sehr optimistisch, Werte für unsere Anteilseigner zu schaffen", hatte Koch versprochen. Analysten hatten der alten Metro vorgeworfen, sie hinke bei der Profitabilität Wettbewerbern hinterher.

Mit der neuen Metro ist ein Unternehmen im Lebensmittelgroß- und -einzelhandel entstanden, das auf einen Jahresumsatz von rund 37 Milliarden Euro kommt, mehr als 150.000 Mitarbeiter beschäftigt und in 35 Ländern (auch in Österreich) tätig ist. Auf das Holding-Unternehmen Ceconomy, unter dessen Dach unter anderem Europas größter und in Österreich ebenfalls breit aufgestellter Elektronikhändler Media-Saturn agiert, entfällt ein Jahresumsatz von etwa 22 Milliarden Euro, in Summe sind rund 65.000 Mitarbeiter unter Vertrag. Firmenchef bei Ceconomy ist der bisherige Media-Saturn-Boss Pieter Haas.

Detail am Rande: In den vergangenen Wochen hatten Investmentbanker die Investoren mit dem Elektronikhändler erst vertraut machen müssen. "Das war intensiver als manch ein Börsengang", sagte einer von ihnen.

Der Frankfurter Nebenwerteindex MDax, in dem die alte Metro AG geführt worden war, umfasste am Donnerstag - wie bei Abspaltungen üblich - für einen Tag 51 Aktientitel. Seit heutigem Freitag sind es wieder wie sonst 50. Ceconomy bleibt weiter in dem Börsenindex gelistet, aber die neue Metro muss sich für den MDax erst qualifizieren.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-07-13 17:00:06
Letzte nderung am 2017-07-13 20:34:17



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