• vom 25.07.2017, 16:12 Uhr

Österreich

Update: 25.07.2017, 19:42 Uhr

Finanzbranche

RBI legt kräftigen Gewinnsprung im Halbjahr hin




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    Wien. (kle) Die Raiffeisen Bank International (RBI) stellt für das abgelaufene erste Halbjahr ein deutlich höheres Ergebnis in Aussicht. Wie das börsennotierte Finanzinstitut am Dienstag mitteilte, wird im Konzern unterm Strich ein Gewinn in Höhe von rund 585 Millionen Euro erwartet. Im gleichen Vorjahreszeitraum belief sich der Pro-forma-Wert für die mittlerweile mit ihrer Mutter RZB fusionierte Wiener Großbank auf 236 Millionen Euro.

    Begründet wird der kräftige Gewinnsprung vor allem mit der Auflösung von Risikovorsorgen. Nach Angaben der RBI sind hier zum einen die Rückflüsse höher als erwartet ausgefallen, zum anderen sind Erlöse aus Verkäufen notleidener Kredite lukriert worden. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen schrumpften im ersten Halbjahr jedenfalls deutlich, und zwar von 403 Millionen auf rund 75 Millionen Euro.


    Den vollständigen und geprüften Halbjahres-Finanzbericht will die RBI am 10. August veröffentlichen. Wie die Bank in einer Aussendung weiter ankündigte, werde der Ausblick für das Gesamtjahr 2017 aufgrund der aktuellen Entwicklung der Risikokosten angepasst werden.

    Dickes Kursplus am Dienstag
    Möglich sind auch konkretere Aussagen des Vorstands zum Thema Dividende. Im Frühjahr hatte der neue RBI-Chef Johann Strobl lediglich erklärt, ohne sich genau festzulegen: "Die Zeit, in der es keine Dividende für die Aktionäre gab, nähert sich dem Ende." Zur Erinnerung: 2014 schrieb die RBI wegen teurer Abschreibungen in Osteuropa hohe Verluste. In der Folge musste das Geldhaus seine Dividendenzahlungen aussetzen - auch deshalb, weil es gezwungen war, einen Konzernumbau in die Wege zu leiten und Kapitalprobleme zu beseitigen. Dies hat die RBI nun hinter sich.

    An der Wiener Börse stieg ihr Aktienkurs am Dienstag um 6,81 Prozent auf 23,540 Euro. Seit Jahresbeginn hat sich der im Leitindex ATX gelistete Finanztitel um rund ein Drittel verteuert.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-07-25 16:18:02
    Letzte nderung am 2017-07-25 19:42:02



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