• vom 18.08.2017, 09:48 Uhr

Österreich

Update: 18.08.2017, 14:08 Uhr

Air Berlin

Viel "Wut und Verzweiflung" bei Niki




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (4)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Knapp 200 Leute bei Betriebsversammlung am Flughafen Wien.

Eine Mitarbeiterin der Air Berlin-Tochter Niki vor Beginn einer Betriebsversammlung  - © APAweb/Robert Jäger

Eine Mitarbeiterin der Air Berlin-Tochter Niki vor Beginn einer Betriebsversammlung  © APAweb/Robert Jäger

Wien/Berlin/Schwechat. In einer Betriebsversammlung bei der Air-Berlin-Tochter Niki in Wien-Schwechat ging es am Freitag hauptsächlich um die Sorgen um den Fortbetrieb und die Hoffnung, dass es unter einem neuen Eigentümer für die Firma mit ihren tausend Beschäftigten weitergeht. Die Stimmung unter den rund 200 Teilnehmern war gedrückt. Es gebe "viel Wut, viel Verzweiflung", sagt die Gewerkschaft.

Das Kanzleramt hat sich unterdessen bereit erklärt, bei Bedarf mit staatlichen MittelnHilfe zu leisten.

Gewerkschaft wollte Hoffnung geben

Die Stimmung in Düsseldorf werde nicht anders sein als in Wien. An dem deutschen Niki-Standort waren es am Freitag gleich zwei Mitarbeiterversammlungen. Die Versammlung in Wien ist schon zu Ende. Man habe versucht, ein wenig Hoffnung zu geben, sagte der Gewerkschafter Peter Stattmann danach. Auch für Niki-Betriebsratschef Stefan Tankovits ist "jeder Tag der Ungewissheit ein langer Tag."

Bei Niki hofft man auf einen stabilen Konzern als neuen Eigentümer. Nach den Jahren im Air-Berlin-Konzern sei man sehr leidgeprüft, sagte Tankovits. "Wir würden uns sehr freuen, wenn wir einmal einen schlagkräftigen Partner haben". Er hofft, dass alles schnell zu einem guten Abschluss kommt. Als Hauptinteressent an Teilen der insolventen Air Berlin sowie an deren Österreich-Tochter Niki gilt seit langem die Lufthansa.

Niki Forderungspaket: Erhalt aller Arbeitsplätze und des KVs

Man sei nicht naiv, wisse also, dass neue Eigentümer ihre Forderungen stellten. Die Niki-Arbeitnehmervertreter selbst haben auch ihr Forderungspaket: Erhalt aller Arbeitsplätze, des Betriebs und der Beschäftigtenstandorte, namentlich vor allem des Standorts Wien. Man kämpft auch um den Erhalt des Kollektivvertrags und der Betriebsvereinbarungen.

Aktuell ist Lufthansa/Eurowings für Niki im Gespräch. "Uns ist jede Übernahme recht, die unsere Arbeitsplätze und den Standort sichert", sagte Tankovits. Relevanter Ansprechpartner sei jedenfalls nicht mehr die Geschäftsführung von Niki, sondern die Verantwortlichen von Air Berlin. Man erwarte, bei den anlaufenden Verhandlungen zu gegebener Zeit mit am Tisch zu sitzen.





1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-08-18 09:49:24
Letzte nderung am 2017-08-18 14:08:49



Neue Arbeitswelt

Teile und arbeite

Susanne Ostertag (l.) und Nina Schmidt (r.) von Microsoft Österreich sitzen im "NatureRoom". Wien. Weg sind sie, die auf dem Schreibtisch verstreuten Zettel. Verschwunden sind die Bücherstapel, Familienfotos, Plüschfiguren und Postkarten... weiter





Werbung



Firmenmonitor







Werbung


Werbung