• vom 30.08.2017, 14:43 Uhr

Österreich

Update: 30.08.2017, 14:59 Uhr

Insolvenz

Fly Niki hält Winterflugplan ein




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Von WZ Online, APA

  • Während der Druck bei Air Berlin zunimmt, scheint es für die heimische Tochtergesellschaft Hoffnung zu geben.

Wer für den Winter einen Flug mit Fly Niki gebucht hat, kann sich vorerst entspannen.

Wer für den Winter einen Flug mit Fly Niki gebucht hat, kann sich vorerst entspannen.© APA / Helmut Fohringer Wer für den Winter einen Flug mit Fly Niki gebucht hat, kann sich vorerst entspannen.© APA / Helmut Fohringer

Wien/Schwechat. Ende September streicht die insolvente Air Berlin die meisten Langstreckenkurse. Bei der, von der Pleite bisher nicht betroffenen, Fly Niki sieht es ein wenig besser aus.

Es wurden keine Strecken abgesagt, der Winterflugplan werde plangemäß durchgeführt, sagte Niki-Sprecherin Milene Platzer am Mittwoch zur APA. Und auch die jetzt Ende August fälligen Gehälter sind auf den Konten der knapp tausend Beschäftigten. "Alles plangemäß und zeitgerecht", wie die Sprecherin hinzufügte.

Vor knapp zwei Wochen war in einer Betriebsversammlung der Niki von der Überweisung der Gehaltszahlungen als einer "größeren Nagelprobe" die Rede gewesen. Man hoffte, dass die Zusagen dafür halten würden.Die Zusage hielt.

Die Tatsache, dass es doch mehrere Interessenten für Niki gibt, verschafft Hoffnung, wenngleich die Lage immer noch angespannt sei, meinte Niki-Betriebsrat Stefan Tankovits heute.

Gespaltenes Verhältnis zu Lauda

Gespannt ist man bei Niki, was der frühere Formel-1-Weltmeister und Niki-Gründer Lauda vorhat und wen er allenfalls als Financier bzw. Partner dabei hätte. Niki Lauda hat Interesse an seiner früheren Firma angemeldet, gestern in Berlin Einblick in die Bücher genommen und will die nächsten zwei Wochen zu einer Entscheidung über ein Angebot kommen. Zu Lauda haben viele bei der Wiener Noch-Air-Berlin-Tochter ein differenziertes Verhältnis. Man müsse anerkennen, dass das Unternehmen unter Laudas Führung gut gelaufen sei und sich die Situation erst mit dem Verkauf an Air Berlin geändert habe, sagt der Niki-Betriebsrat.

"Ob Lauda oder sonst wer, für uns muss eine langfristige und nachhaltige Perspektive drin sein", sagte Tankovits heute zur APA. Keine der Lösungen für Niki dürfte darauf hinauslaufen, dass in einem Jahr schon wieder Geld fehle und man dann wieder vor der gleichen Situation stehe. "Unsere Präferenz ist ein starker Partner, der die Arbeitsplätze und Standorte erhält", sagt Tankovits.

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Schlagwörter

Insolvenz, Air Berlin, Fly Niki

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Dokument erstellt am 2017-08-30 14:44:50
Letzte nderung am 2017-08-30 14:59:10



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