• vom 14.09.2017, 15:29 Uhr

Österreich


Luftfahrt

Lauda will mit 100 Millionen bei Air-Berlin-Tochter Niki landen




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  • Ex-Formel-1-Weltmeister bietet mit Partnern auch für 17 Air-Berlin-Flugzeuge.

Wien/Berlin. (kle/dpa) Niki Lauda steigt in den Bieterwettkampf um die insolvente Air Berlin ein. Zusammen mit dem britischen Reiseveranstalter Thomas Cook und dessen Ferienflugtochter Condor will der Unternehmer und ehemalige Formel-1-Weltmeister rund 100 Millionen Euro für die ursprünglich von ihm gegründete Airline Niki und andere Teile von Air Berlin bieten, wie er am Donnerstag im ORF-Radio ankündigte. Das Offert soll heute, Freitag, beim Insolvenzverwalter abgegeben werden. Im "Kurier" hatte Lauda bereits seine Bieterabsicht bekundet. Neben Niki wolle man demnach auch 17 Air-Berlin-Flugzeuge übernehmen.

Im ORF-Radio erklärte Lauda, die Kombination mit Thomas Cook und Condor sei ideal, weil man so für die Auslastung der Flugzeuge garantieren könne. Laut "Kurier" ist geplant, in Zukunft ausschließlich touristische Destinationen anzufliegen.


Über seine Chancen könne er nichts sagen, die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa habe aber einen großen Vorsprung, räumte Lauda im ORF-Radio ein. Erneut warnte er, dass es in Österreich gar keine Konkurrenz mehr gebe, sollte die AUA-Mutter Lufthansa im Bieterrennen siegreich sein.

Große Schar an Interessenten
Die Bieterfrist für Air Berlin endet heute. Für die zweitgrößte deutsche Fluglinie, die vor vier Wochen Insolvenz angemeldet hatte und derzeit nur dank eines deutschen Staatskredits über 150 Millionen Euro weiterfliegen kann, brachten sich bereits eine Reihe von Interessenten ins Gespräch.

So ist bisher neben dem Primus Lufthansa laut Air Berlin mit drei weiteren Airlines verhandelt worden - wobei Beobachter etwa Easyjet nennen. Interesse haben auch der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl und der einstige Chef der Energie Baden-Württemberg, Utz Claassen. Aus Berlin hoben eine Spedition und ein Hotelier die Hand, und zuletzt zeigte sich auch der chinesische Betreiber des Flugplatzes Parchim interessiert.

Indes will die irische Billigfluglinie Ryanair beim Ringen um die Zukunft von Air Berlin nicht mitmischen. "Wir werden uns in diesen Prozess nicht einbringen. Es ist ein abgekartetes Spiel", meinte Ryanair-Chef Michael O’Leary Ende August. "Der Deal ist doch längst gemacht", behauptete er mit Blick auf die Lufthansa.

Wöhrl warnte unterdessen vor einem Scheitern der Verhandlungen. Mögliche Investoren könnten durch die jüngsten Flugausfälle bei Air Berlin infolge der zahlreichen Krankmeldungen von Piloten "verunsichert werden und sich aus dem Bieterverfahren zurückziehen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Am Donnerstag hat sich der Flugbetrieb bei Air Berlin jedoch wieder normalisiert.




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Dokument erstellt am 2017-09-14 15:33:03



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