• vom 18.09.2017, 16:25 Uhr

Österreich


Informationstechnologie

Förderpaket für KMU-Digitalisierung




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  • Wirtschaftsministerium will insgesamt zehn Millionen Euro bereitstellen.

Wirtschaftsminister Mahrer will jedes KMU bei der Digitalisierung ab sofort mit bis zu 4000 Euro unterstützen. - © apa/Hans Punz

Wirtschaftsminister Mahrer will jedes KMU bei der Digitalisierung ab sofort mit bis zu 4000 Euro unterstützen. © apa/Hans Punz

Wien. (apa/red) Die heimischen Unternehmen sehen die Digitalisierung laut einer Umfrage großteils positiv, viele wissen aber nicht, wie sie das Thema angehen sollen. Um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) digital fit zu machen, haben die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und das Wirtschaftsministerium nun eine Digitalisierungsoffensive auf den Weg gebracht. "KMU digital - der Name ist Programm", sagte WKÖ-Chef Christoph Leitl.

Im Topf sind zehn Millionen Euro, die vom Wirtschaftsministerium kommen. "Die Finanzierung ist bis Ende 2018 gesichert", so Leitl am Montag. Pro Unternehmen sind bis zu 4000 Euro an Förderung möglich. Unterstützt werden unter anderem Beratungen für KMU, Qualifizierungen für Unternehmer und Mitarbeiter sowie Weiterbildungen und Zertifizierungen für Berater. Ein Online-Status-Check, der zeigt, wo das Unternehmen gerade steht, sowie eine Erstberatung sind gratis. Die Offensive soll allerdings nicht zur "Dauereinrichtung" werden, sondern einen Startimpuls geben.


Vielen fehlt noch die StrategieDie heimischen Unternehmen seien sich jedenfalls bewusst, dass die Digitalisierung gekommen sei, um zu bleiben, sagte Wirtschaftsminister Harald Mahrer (ÖVP). Laut einer Marketagent-Umfrage im Auftrag der WKÖ glauben 84 Prozent der Firmen, dass digitale Technologien für ihr Geschäft in den kommenden fünf Jahren an Bedeutung gewinnen werden. Trotzdem haben oder entwickeln nur 41 Prozent der Unternehmen eine "Digital-Strategie".

Als größte Vorteile der Digitalisierung sehen die Firmen einfachere Arbeitsabläufe und die Möglichkeit, neue Märkte und Kunden zu gewinnen. "Nichts ist vom Aussterben bedroht", sagte Leitl. Als Beispiel nannte er den "digitalen Schuster", dessen Dienstleistungen auch online bestellt werden können. "Nachhaltigkeit, weg von der Wegwerfgesellschaft, mehr reparieren lassen" - diese Trends brächten große Chancen für die österreichischen Unternehmen, so der WKÖ-Präsident.

Die Gefährdung der Datensicherheit und die Abhängigkeit von digitaler Infrastruktur sind in diesem Zusammenhang die größten Sorgen der Unternehmer. Bei der IT-Sicherheit habe sich die WKÖ aber ohnehin ein "Warnglöckchen" umgebunden und wolle die Betriebe sensibilisieren.




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Dokument erstellt am 2017-09-18 16:30:06



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