• vom 20.09.2017, 15:58 Uhr

Österreich


Informationstechnologie

Wiens IT- und Beraterfirmen treiben ihre Digitalisierung voran




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  • Eine Studie der Technischen Universität Wien beleuchtet den Digitalisierungsstand in der Branche.

- ©Saklakova/stock.adobe.com

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Wien. (kle) Wie geht es den Wiener Wissensdienstleistern, zu denen vor allem IT- und Beraterfirmen zählen, mit der Digitalisierung? Wie ist der Status der Unternehmen? Welche Auswirkungen und Chancen gibt es? Diesen Fragen ist eine aktuelle Studie - durchgeführt von der Technischen Universität (TU) Wien im Auftrag der Sparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Wien (WKW) sowie der A1 Telekom Austria - nachgegangen. Eine der Kernbotschaften der Studie ist, "dass die Unternehmen der Sparte die Wichtigkeit der Digitalisierung erkannt haben", wie ihr Autor, Wilfried Sihn, Vorstand des Instituts für Managementwissenschaften an der TU, festhält.

Demnach schätzt der überwiegende Anteil von fast 90 Prozent der befragten Firmen die Relevanz der Digitalisierung in den kommenden fünf Jahren für die eigene Branche als "sehr hoch" ein. Lediglich zwei Prozent der Befragten stufen die Relevanz als "sehr niedrig" ein. Für die Studie sind unter anderem 720 Unternehmen der WKW-Sparte, die insgesamt rund 40.000 Mitglieder hat (davon mehr als 12.000 IT-Dienstleister), online befragt worden.

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"Positiv" oder "neutral" stehen der Digitalisierung 97 Prozent aller Befragten gegenüber. Weiters glauben der Umfrage zufolge 90 Prozent an positive Auswirkungen auf den Kundenkontakt, und 80 Prozent rechnen damit, dass die Digitalisierung in Summe eine positive Geschäftsentwicklung zur Folge hat.

17 Prozent setzen
"eher keine Schritte"

Was aus der Studie ebenfalls hervorgeht: Die befragten Firmen schätzen ihre Digitalisierungsaktivitäten als hoch ein. Knapp 45 Prozent geben an, hier "eher aktive, zielgerichtete und koordinierte Schritte" zu setzen. 38 Prozent setzen "eher unkoordinierte und vereinzelte Schritte" und 17 Prozent "eher keine Schritte".

"Die Studie zeigt, dass die Unternehmen der Sparte Information und Consulting Entwicklungen der Digitalisierung sehr ernst nehmen. Viele Aktivitäten wurden gesetzt, und viele werden noch gesetzt werden müssen", so Spartenobmann Martin Heimhilcher. "Dass die Unternehmen die Digitalisierung nicht alleine stemmen können, ist auch klar. Dafür müssen aber auch die Rahmenbedingungen angepasst werden."

Höchste Priorität hat für Heimhilcher dabei die Flexibilisierung der Arbeitszeit, eine konsequente Ausrichtung des Bildungssystems auf die Digitalisierung sowie ein beschleunigter Ausbau der notwendigen Infrastruktur wie Breitband.




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Dokument erstellt am 2017-09-20 16:03:07



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