• vom 13.11.2017, 17:50 Uhr

Österreich

Update: 16.11.2017, 12:35 Uhr

Energiewende

Ohne Speicher keine Energiewende




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Von Petra Tempfer

  • Europa könnte bei der Digitalisierung der Energiewirtschaft eine führende Rolle spielen.

Solarpanele kommen fast ausschließlich aus China.

Solarpanele kommen fast ausschließlich aus China.© dpa/David Ebener Solarpanele kommen fast ausschließlich aus China.© dpa/David Ebener

Wien. Bei der Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien droht Europa ins Hintertreffen zu geraten. "Das Thema Photovoltaik ist von China und Südostasien besetzt, bei der Speichertechnologie sind die USA vorne", sagte Verbund-Generaldirektor Wolfgang Anzengruber am Montag. Am Mittwoch findet in Wien das "World Energy Outlook 2017" der internationalen Energieagenturen statt, und die UN-Klimakonferenz in Bonn neigt sich diese Woche ihrem Ende zu. Solarpanele kämen bereits fast ausschließlich aus China, das bewusst die strategische Entscheidung für Solarpanele und Elektromobilität getroffen und sich somit eine Vorreiterrolle gesichert habe, so Anzengruber. Allein bei der Digitalisierung der Energieversorgung habe Europa noch eine Chance, vorne mitzuspielen.

"Wo wir heute noch vorne sind, das ist die Versorgungsqualität, da ist Europa sicher Spitze in der Welt." Im Bereich der Energieeffizienz und Integration der verschiedenen Systeme könnte Europa eine führende Rolle spielen, "da ist das Feld noch offen, da können wir jetzt auch reingehen. Digitalisierung wäre so eine Chance, in diese Integration reinzukommen", sagte Anzengruber, "denn eines, was wir sehr gut können, ist: Wir können Energiesysteme gut managen."


Treibhausgas-Emissionen steigen weltweit wieder an
Das wird auch in Zukunft eine immer bedeutendere Rolle spielen. Die Treibhausgas-Emissionen steigen in Österreich seit 2013 kontinuierlich an. Hauptverantwortlich dafür sind der Energiebereich, ein höherer Heizbedarf sowie der Verkehr. Der Anteil der erneuerbaren Energien ist zwar ebenfalls leicht gestiegen - setzt sich der Trend bei den Treibhausgas-Emissionen fort, wird Österreich aber dennoch die 2020-Klimaziele verfehlen: 2005 hat die EU festgelegt, dass alle Mitgliedstaaten ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 15 bis 30 Prozent gegenüber 1990 reduzieren sollen.

EU-weit sind diese heute zwar um 24 Prozent niedriger als 1990, global betrachtet steigen sie jedoch 2017 nach dreijähriger Stagnation voraussichtlich wieder an, berichteten Experten in der Studie "Globales Kohlenstoff Budget". Das sei vor allem China geschuldet.

Strom könnte ein Weg aus der Misere sein. Er wird zu 80 Prozent CO2-frei, also mithilfe von erneuerbaren Energien, produziert und macht heute 20 Prozent des energetischen Endverbrauchs aus. Im Vorjahr wurde laut dem Vorsitzenden des Verbund-Aufsichtsrats, Gerhard Roiss, global erstmals mehr in Strom investiert als in Öl und Gas.

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Dokument erstellt am 2017-11-13 17:53:06
Letzte nderung am 2017-11-16 12:35:04



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