• vom 14.11.2017, 16:29 Uhr

Österreich

Update: 14.11.2017, 22:38 Uhr

Bankenbranche

Osteuropa pusht Raiffeisen-Gewinn




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  • RBI verdoppelt Konzernergebnis bis Ende September auf 910 Millionen Euro.

Nach längerer Pause will RBI-Chef Johann Strobl nun wieder Dividenden zahlen. - © apa/Herbert Neubauer

Nach längerer Pause will RBI-Chef Johann Strobl nun wieder Dividenden zahlen. © apa/Herbert Neubauer

Wien. (kle) Österreichs Großbanken stehen davor, im bald zu Ende gehenden Geschäftsjahr fette Gewinne einzufahren. Erst kürzlich hatte die Erste Group Bank einen Netto-Überschuss von 988 Millionen Euro für die ersten drei Quartale gemeldet. Am Dienstag folgte die Raiffeisen Bank International (RBI) mit ihren Neunmonatszahlen, sie schrieb unterm Strich einen deutlich höheren Gewinn von 910 Millionen Euro.

Wenige Tage zuvor hatte auch die Bank Austria ein Netto-Ergebnis von 461 Millionen Euro verkündet. Dass ihr Neunmonatsgewinn vergleichsweise deutlich geringer ausfiel, hat damit zu tun, dass die Unicredit-Tochter im Gegensatz zu "Erster" und RBI zusätzlich zu Österreich kein Osteuropa-Geschäft mehr hat. Dieses ist 2016 von Wien nach Mailand abgezogen worden.


Zurück zur RBI: In den ersten drei Quartalen hat die Bank, auf die zu Jahresbeginn das Geschäft der RZB, ihrer Mutter, verschmolzen wurde, den Netto-Gewinn gegenüber dem Pro-forma-Wert vom Vorjahr (433 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Vorstandschef Johann Strobl zeigte sich "sehr zufrieden". In einer Presseaussendung erklärte der frühere CA-Banker: "Wir haben unser Zinsergebnis leicht gesteigert, unser Provisionsergebnis deutlich verbessert und unsere Verwaltungsaufwendungen konstant gehalten."

Anteil der faulen Kredite sinkt
Zum Geschäft in Osteuropa sagte Strobl, dass es dort einen breiten Wirtschaftsaufschwung gebe, der sich "in allen unseren Segmenten" widerspiegle. Nachsatz: "Wir schreiben in allen unseren Märkten Gewinne."

Profitiert hat die RBI aber auch davon, dass der Anteil der notleidenden Kredite am gesamten Kreditbestand gegenüber dem Ultimo 2016 um 2,0 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent geschrumpft ist. Das positive Marktumfeld habe jedenfalls zu einem weiteren Rückgang der Risikokosten geführt, wie es hieß. Diese seien in den ersten drei Quartalen um 68 Prozent auf 160 Millionen Euro zurückgegangen. "Wir sind mit der Reduzierung der notleidenden Kredite sehr gut vorangekommen und haben unsere Ziele, die wir uns für dieses Jahr gesetzt hatten, bereits übererfüllt", so Strobl. Der größte Rückgang sei in Russland, dem wichtigsten Einzelmarkt der RBI, erfolgt. Aber auch in der Ukraine sei der Anteil der faulen Kredite zurückgegangen. Für das Gesamtjahr 2017 erwartet Strobl, dass die Kreditrisikovorsorgen dank hoher Rückflüsse und aufgrund von Erlösen aus Verkäufen notleidender Kredite deutlich unter dem Vorjahreswert von 758 Millionen Euro bleiben.

Unterdessen winkt den RBI-Aktionären nach Jahren des Umbaus und der Restrukturierung für heuer wieder eine Dividende. Strobl hat dies bereits vor Monaten angekündigt und am Dienstag auch nicht widerrufen. Die Höhe der Dividende ist allerdings noch offen. Zuletzt hatte die RBI für 2013 eine Dividende gezahlt.




Schlagwörter

Bankenbranche, Raiffeisen, RBI, Quartal

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Dokument erstellt am 2017-11-14 16:32:06
Letzte nderung am 2017-11-14 22:38:04



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