• vom 05.12.2017, 15:31 Uhr

Österreich


Halbleiterbranche

Bei Infineon Austria brummt der Jobmotor




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  • Bis 2020 will das Technologieunternehmen an den Standorten Graz, Linz und Villach insgesamt 860 zusätzliche F&E-Arbeitsplätze schaffen.

- © apa/dpa/Andreas Gebert

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Wien. (kle) Infineon Austria baut seine Forschungsaktivitäten (F&E) kräftig aus, um sich auf künftiges Wachstum vorzubereiten. Bis 2020 will die österreichische Tochterfirma des gleichnamigen deutschen Halbleiterkonzerns insgesamt 860 zusätzliche Arbeitsplätze im F&E-Bereich schaffen. In Villach sollen es 350 Jobs sein, in Graz 290 und in Linz 220, sagte Vorstandschefin Sabine Herlitschka am Dienstag in der Bilanzpressekonferenz. Wobei am Hauptstandort Villach mehr als 40 Millionen Euro in einen Neubau der räumlichen F&E-Kapazitäten fließen sollen.

Schon jetzt sucht Infineon Austria nach geeigneten Fachkräften. "Rund 200 Stellen haben wir derzeit ausgeschrieben", berichtete Herlitschka. Benötigt würden vor allem Fachkräfte in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften sowie Informations- und Kommunikationstechnologien.


Infineon Austria sieht sich als eines der forschungsstärksten Industrieunternehmen in Österreich. Im Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende September) betrugen die F&E-Aufwendungen 428 Millionen Euro - ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Jahr davor. Dieses Ausgabenvolumen entspricht einer Forschungsquote von 17 Prozent des Gesamtumsatzes.

Hohe Akademikerquote
Zum Bilanzstichtag hatte Infineon Austria insgesamt 3785 Mitarbeiter an seinen fünf Standorten (Villach, Klagenfurt, Graz, Linz und Wien). Das waren um vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Wie Herlitschka dazu erklärte, sei der Personalaufbau vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung erfolgt. Zuletzt waren bei Infineon Austria bereits 1547 Mitarbeiter in F&E tätig, das war fast ein Viertel der F&E-Belegschaft des gesamten Infineon-Konzerns.

Im Wirtschaftsjahr 2016/17 hat die Mitarbeiterzahl in Österreich einen neuen Höchststand erreicht. Allein in den vergangenen sechs Jahren seien mehr als 1000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, hieß es am Dienstag. 51 Prozent der hierzulande beschäftigten Mitarbeiter verfügen über eine akademische Ausbildung, seit 2003 hat sich die Akademikerquote im Unternehmen fast verdoppelt.

Das abgelaufene Geschäftsjahr bescherte Infineon Austria einen um elf Prozent höheren Vorsteuergewinn von 176,5 Millionen Euro. Beim Umsatz verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg um 38 Prozent auf den Rekordwert von 2,54 Milliarden Euro. Begründet wird das mit der weltweit starken Nachfrage nach Leistungselektronik für Automobil-, Industrie- und Konsumentenanwendungen, aber auch damit, dass der Infineon-Konzern im August 2016 die Geschäftsverantwortung seiner Österreich-Tochter für diese Produktlinien erweitert hat. 2016/17 sei das zusätzliche Geschäft voll wirksam geworden.




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Dokument erstellt am 2017-12-05 15:35:06



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