• vom 18.05.2016, 17:17 Uhr

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Ölpreis

OMV muss Konzernkosten senken




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  • Vorstandschef Seele: "Wir sind bei niedrigen Ölpreisen nicht wettbewerbsfähig."

OMV-Granden: Finanzvorstand David C. Davies, Vorstandsvorsitzender Rainer Seele und der bisherige OMV-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Oswald (v.l.n.r.). - © apa/Pfarrhofer

OMV-Granden: Finanzvorstand David C. Davies, Vorstandsvorsitzender Rainer Seele und der bisherige OMV-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Oswald (v.l.n.r.). © apa/Pfarrhofer

Wien. Nach Einschätzung von OMV-Chef Rainer Seele wird der Ölpreis heuer voraussichtlich um 40 Dollar pro Fass pendeln. Eine Entlastung sei angesichts der Zerstrittenheit der großen Ölproduzenten nicht in Sicht, meinte Seele am Mittwoch bei der OMV-Hauptversammlung in Wien.

"Es wird weiter auf hohem Niveau produziert, das geht an die Preise." Daher bestehe für die OMV in ihrer jetzigen Verfassung Handlungsbedarf. "Wir haben zu hohe Kosten im Upstream-Bereich und sind bei niedrigen Ölpreisen nicht wettbewerbsfähig."

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Auch der weltweite Gasmarkt sei derzeit überversorgt, das mache Erdgas zum Billigprodukt. Langfristig werde es aber eine Erholung geben, denn die Gasproduktion in Europa sei rückläufig, der Importbedarf werde steigen.

Das Dilemma der OMV derzeit: Während sich die Kämpfe im Jemen und in Libyen auf die OMV-Produktion und ihre Ergebnisse negativ auswirken würden, habe die Geopolitik keine Auswirkung auf die Preise. Einige der Produzentenländer könnten beim aktuellen Ölpreis ihre Haushalte nicht mehr decken. Man werde diesen Problemen auf mehreren Ebenen begegnen, sagte Seele. Einerseits werde man die Investitionen heuer weiter massiv zurückfahren, andererseits sollen auch die Konzernkosten insgesamt spürbar gesenkt werden. Gleichzeitig will man durch die Veräußerung nicht strategischer Assets zu Geld kommen. Dazu gehören der Verkauf von bis zu 49 Prozent an der Gas Connect Austria und bis zu 100 Prozent am türkischen Tankstellennetz OMV Petrol Ofisi.

Dem Problem schwindender Reserven will Seele unter anderem mit dem geplanten Assets-Swap mit dem russischen Gazprom-Konzern begegnen. "Neue zentrale Entwicklungsregion für uns ist Russland."

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert von der österreichischen Regierung, aktiv einen Kurswechsel der OMV, an der der Staat knapp 32 Prozent hält, voranzutreiben. Der OMV drohe sonst der wirtschaftliche Untergang, und seine Aktionäre würden hohe Verluste erleiden. Seele betonte bei der Hauptversammlung: "Öl und Gas haben Zukunft, daran ändern auch die aktuellen Turbulenzen an den Öl- und Gasmärkten nichts." Die Iran-kritische Plattform "Stop the Bomb" hat erneut vor einem drohenden Reputationsverlust für die OMV durch das angekündigte Iran-Engagement gewarnt.




Schlagwörter

Ölpreis, Erdöl, OMV, Kostensenkung

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Dokument erstellt am 2016-05-18 17:20:06



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