• vom 29.06.2017, 13:55 Uhr

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Das Börsenjahr ist gut angelaufen




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  • 772 Unternehmen weltweit wagten im ersten Halbjahr 2017 den Sprung aufs Parkett.

Wall Street live: Am 2. März 2017 legte die Snap-Aktie ein fulminantes Debüt hin. - © Bryan R. Smith/afp

Wall Street live: Am 2. März 2017 legte die Snap-Aktie ein fulminantes Debüt hin. © Bryan R. Smith/afp

Wien. (ede) Im ersten Halbjahr 2017 haben so viele Unternehmen wie seit zehn Jahren nicht mehr den Weg aufs Börsenparkett gewagt. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens EY stieg die Zahl der weltweiten Börsengänge um 70 Prozent auf 772, das Emissionsvolumen wuchs um 90 Prozent auf 83,4 Milliarden Dollar.

EY macht für den Boom die guten Konjunkturaussichten und Rekordstände an den internationalen Börsen verantwortlich. Gemessen an der Zahl der Börsengänge habe es sich um das stärkste erste Halbjahr seit 2007 gehandelt. Damals zählte EY in der ersten Jahreshälfte weltweit 948 IPOs (Initial Public Offering).


Im Jahr 2016 war die Zahl der IPOs gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 1055 zurückgegangen, das Emissionsvolumen war sogar um ein Drittel auf 135 Milliarden Dollar gesunken.

41 Prozent aller weltweiten IPOs fanden im ersten Halbjahr 2017 in China statt: Die chinesischen Börsen inklusive Hongkong zählten 317 Transaktionen, nach gerade einmal 100 im ersten Halbjahr 2016. Das Emissionsvolumen stieg von 10 Milliarden auf 25,4 Milliarden US-Dollar. In den USA stieg die Zahl der Börsengänge um 82 Prozent auf 80, das Emissionsvolumen hat sich auf 22 Milliarden Dollar mehr als verdreifacht. Auch in Europa hat sich die Situation aufgehellt. Das Emissionsvolumen lag mit umgerechnet 17,5 Milliarden Dollar um 5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der IPOs stieg um 8 Prozent auf 122.

Der weltweit größte Börsengang war die Erstnotiz von Snap, Muttergesellschaft des Instant-Messaging-Dienstes Snapchat und Rivale von WhatsApp, im Volumen von 3,9 Milliarden US-Dollar. Auf Platz zwei lag das IPO von Netmarble, einem südkoreanischen Entwickler von Online-Spielen, der 2,3 Milliarden Dollar einbrachte, an dritter Stelle stand der chinesische Broker Guotai Junan, der bei seinem Börsengang 2,2 Milliarden Dollar erlöste. An der Wiener Börse gab es mit der burgenländischen Cleen Energy AG am 20. April 2017 den bisher einzigen Börsengang im heurigen Jahr. Er brachte rund 12 Millionen Euro. Das Unternehmen mit Sitz in St. Margarethen im Burgenland ist auf nachhaltige Energieeffizienzmaßnahmen spezialisiert und notiert im Segment Standard Market Auction.




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Dokument erstellt am 2017-06-29 14:00:06



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