• vom 02.08.2017, 22:31 Uhr

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Exportwirtschaft

Wachstumsmarkt Zentralasien




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  • Kasachstan und seine Nachbarstaaten bieten große Chancen für heimische Exporteure.

Wien. (ede) Über 200.000 Besucher hat der Österreich-Pavillon bei der Expo 2017 in der kasachischen Hauptstadt Astana bereits gezählt. Die Großveranstaltung, die unter dem Motto "Future Energy" steht, läuft noch bis 10. September. Die teilnehmenden österreichischen Firmen erhoffen sich durch die Präsenz vor Ort Aufträge in den zentralasiatischen Wachstumsmärkten.

Auch in Hinblick auf die "Neue Seidenstraße" Chinas gebe es große Erwartungen auf Geschäftsmöglichkeiten. Im Zuge des Jahrhundertprojekts sollen Häfen, Straßen und Bahnstrecken entlang der alten Seidenstraße von China nach Europa gebaut werden, um neue Handelskorridore zwischen Asien, Afrika und Europa zu schaffen. Die antike Seidenstraße, ein Netz uralter Handelswege, hatte einige tausend Jahre Bestand und ist heute bei Individualtouristen sehr beliebt. Mit mehr als 100 Milliarden Euro will Chinas Staatschef Xi Jinping seine Vision einer "Neuen Seidenstraße" verwirklichen.

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Für Kasachstan verfügt die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB), die Exporteure bei ihren Geschäften und Investitionen im Ausland unterstützt, in Kooperation mit dem Finanzministerium über eine Kreditlinie von 250 Millionen Euro, sagte OeKB-Vorstand Helmut Bernkopf am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer und Präsident der Österreichisch-Kasachischen Gesellschaft, Richard Schenz.

Die Zeichen stehen
wieder auf Aufschwung

Die Konjunktur im stark vom Ölexport abhängigen Kasachstan hat sich zuletzt deutlich abgeschwächt - 2016 ist die Wirtschaft nur um 1 Prozent gewachsen -, jetzt stehen die Zeichen wieder auf Aufschwung. Für heuer werden schon wieder fast 3 Prozent Wachstum erwartet. Präsident Nursultan Nasarbajew hat sich für sein Land das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2050 in die Gruppe der 30 am meisten entwickelten Staaten der Welt aufzusteigen.

Umfassende Maßnahmen zur Modernisierung der Infrastruktur gehören auch dazu, von denen österreichische Unternehmen profitieren könnten. Bei der Expo in Astana stellen sie ihre Kompetenz in den Bereichen erneuerbarer Energie einem internationalen Publikum vor.

Das AußenwirtschaftsCenter in Almaty betreut neben Kasachstan auch die zentralasiatischen Staaten Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan. Die Exporte in die zentralasiatische Region machen sich bisher nur bescheiden aus. So waren es 2016 Waren im Wert von 225 Millionen Euro, die Österreich nach Kasachstan exportierte. Das entsprach gerade einmal 0,2 Prozent aller österreichischen Exporte. Umso größer ist das Potenzial.

Es werde Zeit, dass sich Österreichs Exporteure um Wachstumsmärkte außerhalb Europas kümmere, sagte Schenz.




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Dokument erstellt am 2017-08-02 16:39:03



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