• vom 04.08.2017, 22:31 Uhr

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Update: 04.08.2017, 22:44 Uhr

Ergebnis

Erste Group mit CEE-Märkten zufrieden




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  • Gutes Halbjahresergebnis trotz hoher Wertberichtigung in Kroatien.

Erste-Chef Andreas Treichl (r.) mit Risikovorstand Willbald Cernko.

Erste-Chef Andreas Treichl (r.) mit Risikovorstand Willbald Cernko.© apa/Jaeger Erste-Chef Andreas Treichl (r.) mit Risikovorstand Willbald Cernko.© apa/Jaeger

Wien. (ede) Die Erste Group ist mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2017 zufrieden, obwohl sie in Kroatien eine Wertberichtigung von 88 Millionen Euro vornehmen musste. Es handelte sich dabei um den bankrott gegangenen Lebensmittelkonzern Agrokor. Das größte kroatische Privatunternehmen hatte sich bei der Übernahme des slowenischen Lebensmittelhändlers Mercator übernommen und steht seit April unter staatlicher Kuratel.

Insgesamt sind die Risikokosten der Erste Group in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf 104,3 Millionen Euro gestiegen, nach 25,8 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Sie befinden sich aber nach wie vor auf einem historisch tiefen Niveau, hieß es am Freitag vor Journalisten. Die Bilanzsumme der Erste Group betrug zur Jahresmitte 218,2 Milliarden Euro (plus 4,8 Prozent), der Nettogewinn belief sich auf 624,7 Millionen Euro. Das waren um 26 Prozent weniger als im Vorjahr, als vor allem dank eines Sondererlöses aus dem Visa-Beteiligungsverkauf ein historisch hoher Halbjahresgewinn erzielt wurde.


In allen CEE-Ländern, in denen die "Erste" neben Österreich aktiv ist - Tschechien, die Slowakei, Rumänien, Ungarn und Kroatien - laufe die Wirtschaft gut, sagte Generaldirektor Andreas Treichl. Er ist daher für das Gesamtjahr optimistisch und hält an seinem Ziel einer Eigenkapitalrendite von über zehn Prozent fest. Im ersten Halbjahr lag die Kennzahl bei 11,2 Prozent.

Kreditkunden bekommen
45 Millionen Euro zurück

Bis Ende September wird die Erste Group zu viel verrechnete Zinsen in der Höhe von 45 Millionen Euro an Kreditkunden zurückzahlen und hat in der Halbjahresbilanz entsprechende Rückstellungen "für erwartete Verluste aus Konsumentenkrediten infolge höchstgerichtlicher Judikatur" gebildet. Vielen Kreditkunden waren in den vergangenen Jahren zu viel Zinsen verrechnet worden, weil die Banken Negativzinsen bei variablen Krediten nicht weitergaben. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat die Geldinstitute zu Rückzahlungen verdonnert.




Schlagwörter

Ergebnis, 2017, Erste Group, CEE

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-08-04 17:18:06
Letzte ńnderung am 2017-08-04 22:44:26



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