Zum Hauptinhalt springen

039 - Warum wir nicht alle die gleichen Chancen haben

In dieser Folge geht es um vererbte Bildung, Iced Coffee bei Bewerbungsgesprächen und den viralen September Reset.

30 Min

Auf einer anderen Plattform anhören:

Nicht jede:r würde mit einem Iced Coffee zum Bewerbungsgespräch kommen.
© Illustration: WZ / Paul Kremsleithner. Bildquellen: Portraits: Zoe Opratko. Im Hintergrund: Adobe Stock.

In dieser Folge von „Was los?“ sprechen Maria und Mimi darüber, wie stark Bildung in Österreich noch immer vom Elternhaus abhängt und warum längst nicht alle mit den gleichen Chancen ins Leben starten. Welche Rolle spielt der Bildungsabschluss der Eltern? Wie sehr beeinflusst finanzielle Unterstützung unseren Bildungsweg? Und inwiefern prägen diese Unterschiede auch unseren Blick auf die Arbeitswelt und den Bewerbungsprozess?

Danach hat Mimi einen Hot Take zu einem viralen TikTok-Trend: dem September Reset. Gemeinsam diskutieren sie, ob man sein Leben in den letzten Monaten des Jahres wirklich noch einmal komplett optimieren muss.

Zum Schluss gibt es wie immer eine Runde unserer Lieblingsrubrik: Speed Dating!


Dir hat dieser Beitrag besonders gut gefallen, dir ist ein Fehler aufgefallen oder du hast Hinweise für uns - sag uns deine Meinung unter feedback@wienerzeitung.at. Willst du uns helfen, unser gesamtes Produkt besser zu machen? Dann melde dich hier an.


Infos und Quellen

Daten und Fakten

  • Bildungschancen hängen in Österreich weiterhin stark vom Bildungsniveau der Eltern ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie des Instituts für Höhere Studien (IHS). Bereits im Volksschulalter zeigen sich deutliche Unterschiede: Sechs Prozent der Kinder, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss haben, besuchen eine Sonderschule. Bei Kindern aus Akademikerfamilien liegt dieser Anteil hingegen bei nur einem Prozent. Besonders deutlich tritt die Bildungsungleichheit beim Übergang in die Sekundarstufe zutage: Während 65 Prozent der Akademikerkinder eine AHS-Unterstufe besuchen, trifft dies nur auf elf Prozent der Kinder von Eltern mit Pflichtschulabschluss zu.
  • Im weiteren Bildungsverlauf nimmt die soziale Kluft weiter zu: Während 83 Prozent der Kinder aus bildungsprivilegierten Familien eine maturaführende Schule besuchen, sind es bei Kindern aus bildungsbenachteiligten Haushalten lediglich 24 Prozent.
  • Auch beim Zugang zu höherer Bildung zeigen sich deutliche Unterschiede: Im Alter von 22 Jahren befinden sich 59 Prozent der Akademiker:innen-Kinder in einer tertiären Ausbildung, etwa an einer Universität, Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule. Bei jungen Menschen, deren Eltern höchstens einen Pflichtschulabschluss haben, liegt dieser Anteil hingegen bei nur elf Prozent.
  • Die NEOS bringen in die Verhandlungen zur Hochschulstrategie 2040 die Forderung ein, die Studiengebühren zu verdoppeln und die Mindeststudienleistung anzuheben. Für Studierende aus Drittstaaten ist sogar eine Erhöhung der Gebühren von derzeit 726,72 Euro auf 2.500 Euro pro Semester vorgesehen. Im Gegenzug soll ihnen der Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Quellen

Das Thema in anderen Medien

Das Thema bei der WZ

Ähnliche Inhalte