Das Radmanifest Die "Wiener Zeitung" unterstützt die Fahrrad-Kampagne der britischen "Times" und deren Kampagne zur Erhöhung der Radverkehrsfreundlichkeit mit einem Manifest für ein radverkehrsfreundliches Österreich. Auch in Österreich und da vor allem in den städtischen Ballungszentren soll Fahrradfahren sicherer und angenehmer werden. Zusammen mit der Radlobby IG Fahrrad haben wir deshalb einen Entwurf zur Verbesserung der Radsicherheit in Österreich ausgearbeitet, den wir in den nächsten vier Wochen mit den FahrradfahrerInnen diskutieren wollen.

Aus den Vorschlägen, Anregungen und Ideen erstellen wir eine endgültige Fassung des Manifests, das an die österreichischen Parlamentsparteien gehen wird. Damit wollen wir einen gemeinsamen Standpunkt zu den nötigen Verbesserungen für Österreichs AlltagsradfahrerInnen entwickeln.

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  • vom 02.04.2012, 17:06 Uhr

Wien

Update: 02.04.2012, 17:08 Uhr

Radmanifest

Radweg-Benützungspflicht abschaffen!




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Von DI Wolfgang Stritzinger (per Email)

  • Kommentar zum Radmanifest

Grundsätzlich ist am vorgeschlagenen Text des Fahrrad-Manifests gar nichts auszusetzen, ich möchte aber ausdrücklich die beiden Stichworte "Radwegbenützungspflicht" und  "Begegnungszonen"  in Punkt 1 hervorheben, da diese – aus meiner Sicht – den größten Unmut im städtischen Radalltag hervorrufen.

Zur Aufhebung der Radwegebenützungspflicht gabs ja (angeblich) schon Gespräche auf Landesebene, wobei Wien (auch wieder angeblich) am Veto der anderen Bundesländer gescheitert sei; NÖ habe argumentiert, daß es undenkbar sei, RadfahrerInnen auf einer Überlandstraße, wo 100 km/h erlaubt sind, fahren zu lassen. Daß man die Aufhebung der Benützungspflicht nur fürs Ortsgebiet erlassen könnte, ist scheinbar niemandem eingefallen.

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Beim Thema  Begegnungszonen/Radfahrerüberfahrt fehlt meines Erachtens seit jeher die völlig logische Festlegung in der StVO, daß das geradeaus fahrende Fahrzeug gegenüber dem abbiegenden natürlich Vorrang haben muß, unabhängig von der Geschwindigkeit. Beispiel (und ich schätze das ist echt ein Klassiker): Karl Lueger-Ring/Schreyvogelgasse (oder auch beim Burgtheater): die RadlerIn fährt auf dem (immer schon schikanösen) Ring-Radweg geradeaus, Autos biegen von der rechten Ringspur kommend rechts ein. Regelmäßig gibt’s hier Probleme, weil natürlich die RadfahrerInnen schneller sind als die verzögernden Autos, die AutofahrerInnen sind jedes Mal erschrocken und erzürnt über die "plötzlich" auftauchenden Fahrräder (auch die Tatsache, daß es den Ring-Radweg seit nunmehr 30 Jahren gibt, ändert an diesem "Überraschungseffekt" nichts).

Ja und der Ringradweg in seiner bestehenden Form muß weg! Öffnung der gesamten Nebenbahn für den Radverkehr, keine Konfliktflächen mehr mit den FußgängerInnen!




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2015
Dokument erstellt am 2012-04-02 17:07:52
Letzte Änderung am 2012-04-02 17:08:22



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