• 22. Oktober 2017

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Gottfried Boehm, emeritierter Professor an der Universität Basel. - © Johannes Gutenberg Universität,Mainz

Kunstgeschichte

Faszination durch das Sichtbare4

  • Der Kunsthistoriker Gottfried Boehm erforscht die Wirkungsmacht der Bilder und entwickelt dabei eine eigenständige "Philosophie vom Bild". Am 16. September wird er 75 Jahre alt.

Was können Bilder, was die begriffliche Sprache nicht mehr zu leisten vermag? Mit dieser Frage beschäftigt sich der in Basel tätige Kunsthistoriker Gottfried Boehm in seiner wissenschaftlichen Arbeit. Boehm hat in den vergangenen Jahrzehnten die Diskussionen um die Frage, was eigentlich ein Bild sei, wesentlich mitgeprägt... weiter




Paul Cézanne: Cézannes Sohn als Harlekin (1888). - © Kunstmuseum Basel/Martin P. Bühler

Kunstgeschichte

Dilettantische Genies4

  • Paul Cézanne war ein unbegabter Zeichner, der sich seine Kunst durch Beharrlichkeit erkämpfte. Darin glich er dem "naiven" Maler Henri Rousseau.

Im Zeitalter der fast schon perfekten Reproduktionstechnik - viel besser wird es nicht mehr werden (nämlich mit Rücksicht auf unsere Auffassungsgabe) - scheint es völlig sinnlos geworden, noch irgendwo hinzureisen, um Bilder im Original zu sehen, ja sehen zu dürfen! Es ist im Ernstfall dann doch das Dürfen... weiter




Ein Bild von unterwegs: Herbert Bayers "Hafenstudie aus Palermo", 1924. - © Oö. Landesmuseum Linz

Kunstgeschichte

Künstlerische Reiselust3

  • Die beiden Künstler Herbert Bayer und Sepp Maltan unternahmen 1923 und 1924 eine lange Italienreise. Die Bilder, die sie dort malten, galten lange als verschollen. Jetzt werden sie in Linz ausgestellt.

In mehreren Büchern, die über das Werk des Künstlers Herbert Bayer (1900-1985) erschienen sind, wurde eine lange Italien- reise des damaligen Studenten am Bauhaus in Weimar erwähnt, die vom Spätsommer 1923 bis Frühling 1924 dauerte. Diese Reise, die sich abenteuerlich gestaltete und zu künstlerischen Werken führte... weiter




Als "Canaletto-Blick" ging das um 1760 entstandene Gemälde "Wien, vom Belvedere aus gesehen" in die Geschichte ein. Es stammt von Bernardo Bellotto (1720-1780), bekannter unter seinem Künstlernamen Canaletto. - © Bild: wikipedia

Canaletto-Blick

Verstaubtes und liebliches Wien

  • Canaletto malte um 1760 berühmte Stadt-Ansichten.
  • Bedrohtes Weltkulturerbe: Der Ausblick vom Wiener Belvedere.
  • Zur Frage 2 der Nro. 368.

Etwa ab den 1680er-Jahren ergriff Wien die Baulust im Stile des Barock, die das Stadtbild bis heute prägt. An die Tore zweier Meisterwerke aus dieser Zeit klopfte die Gemeine anlässlich der Frage 2 der Nuss Nro. 368 und trat in die Historie von Karlskirche und Belvedere ein. Zunächst zum Gotteshaus im heutigen vierten Wiener Bezirk... weiter




Die Malerin ca. 1914. - © Leo Baeck Institute New York

Kunstgeschichte

Wien, Berlin, Bolivien29

  • Die 1885 in Wien geborene jüdische Malerin Lene Schneider-Kainer war einst eine vielbeachtete Künstlerin, deren facettenreiches Werk heute nahezu vergessen ist. Erinnerung an eine Weltbürgerin.

Mit ihren Porträts bekannter Persönlichkeiten des kulturellen Lebens wie Else Lasker-Schüler, Oswald Spengler, Max Reinhardt, Franz Werfel, Lucie Höflich oder Egon Friedell, ihren gewagten weiblichen Aktdarstellungen oder ihren Zeichnungen aus Asien war Lene Schneider-Kainer im legendären Berlin der 1920er Jahre eine vielbeachtete und angesehene... weiter




Als Porträtist berühmt: Ludwig Meidner, hier zu sehen auf seinem "Selbstbildnis mit Hut" aus dem Jahr 1922. - © Ludwig Meidner-Archiv, Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt. Foto: Greogr Schuster.

Kunstgeschichte

Ein Seismograph seiner Zeit19

  • Der Maler und Zeichner Ludwig Meidner hat nach seinen expressionistischen Anfängen in einem langen Leben ein umfangreiches, vielgestaltiges Werk geschaffen, das zur Zeit neu entdeckt wird.

Der Maler Ludwig Meidner (1884-1966) gehörte zu den wichtigsten Exponenten des künstlerischen Expressionismus in Deutschland am Vorabend des Ersten Weltkrieges. In seinen 1912 und 1913 entstandenen "Apokalyptischen Landschaften", Gemälden und Zeichnungen von schöpferischer Hochspannung und aufschreckender visionärer Kraft... weiter




Aby Warburg, etwa im Jahr 1900. - © anonym/Wikimedia Commons

Aby Warburg

Pathos, Angst und Leidenschaft2

  • Der Kunsthistoriker Aby Warburg, der vor 150 Jahren geboren wurde, hat durch sein vielseitiges, fragmentarisch zersplittertes Werk die moderne Kunstwissenschaft nachhaltig inspiriert.

"Manchmal kommt es mir vor, als ob ich als Psychohistoriker die Schizophrenie des Abendlandes aus dem Bildhaften in selbstbiografischem Reflex abzuleiten versuche." In dieser Selbsteinschätzung des Kunsthistorikers Aby Warburg wird bereits das Leitmotiv seiner wissenschaftlichen Arbeit deutlich... weiter




Egon Schiele auf der berühmten Aufnahme, die Josef Trcka 1914 von ihm gemacht hat. - © Schiele Museum/Sammlung Gradisch

Egon Schiele

Porträtist in Uniform2

  • Einem Einsatz an der Front entging Egon Schiele 1914 zwar, als bedingt tauglicher Soldat musste er aber Wach- und Schreibdienste leisten, bei welchen er seine Darstellungskünste mittels Phantasie verfeinerte.

Wer sich den am 12. Juni 1890 in Tulln geborenen Maler Egon Schiele vor 100 Jahren vorstellen will, sieht vor dem geistigen Auge einen hageren Mann mit kurzgeschorenem Haar in der einfachen, grauen k.u.k. Felduniform, der seinen Dienst als Wachsoldat ableistet... weiter




Rätselhafte Kombination banal wirkender Motive: "Der Elefant Celebes" (1921). - © Derek Bayes/Leberecht Music& Arts/Corbis

Bildende Kunst

Wissenschaftliche Träumereien12

  • Der surrealistische Maler und Bildhauer Max Ernst wurde vor 125 Jahren geboren und starb vor vierzig Jahren. In seinem Werk verbindet sich Phantasie mit technischer und kunsttheoretischer Präzision.

Begibt man sich in Pariser Buchhandlungen auf die Suche nach Werken über Max Ernst, stößt man - wenn überhaupt - auf eine nur sehr spärliche Auswahl. Auf die Frage, warum das so ist, bekommt man als Antwort, dass Ernst sich eben schlecht verkaufe. Tatsächlich scheint dieser Künstler im deutschen Sprachraum mehr Anerkennung zu finden als im... weiter




Die Kirche Sainte Foy in Conques ist eine beliebte Station für Pilger auf dem Jakobsweg. - © Nosko

Romanische Kirchenbaukunst

Gebauter Wohlklang1

  • Die Kirchen der Auvergne bestechen mit ihren harmonischen Proportionen und ihre lebhafte Bildsprache.

Man muss nicht religiös sein, um dem Zauber einer romanischen Kirche zu erliegen. Es ist die Mischung aus Schlichtheit, Kraft und detailgetreuer Erzählkunst der Skulpturen, die den Charme dieser Bauwerke ausmacht. In Frankreich trifft man vor allem in der Auvergne allenthalben auf kleinere oder größere Wunderwerke dieser Epoche: Mehr als 250... weiter




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