• 26. September 2017

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Gottfried Boehm, emeritierter Professor an der Universität Basel. - © Johannes Gutenberg Universität,Mainz

Kunstgeschichte

Faszination durch das Sichtbare4

  • Der Kunsthistoriker Gottfried Boehm erforscht die Wirkungsmacht der Bilder und entwickelt dabei eine eigenständige "Philosophie vom Bild". Am 16. September wird er 75 Jahre alt.

Was können Bilder, was die begriffliche Sprache nicht mehr zu leisten vermag? Mit dieser Frage beschäftigt sich der in Basel tätige Kunsthistoriker Gottfried Boehm in seiner wissenschaftlichen Arbeit. Boehm hat in den vergangenen Jahrzehnten die Diskussionen um die Frage, was eigentlich ein Bild sei, wesentlich mitgeprägt... weiter




Paul Cézanne: Cézannes Sohn als Harlekin (1888). - © Kunstmuseum Basel/Martin P. Bühler

Kunstgeschichte

Dilettantische Genies3

  • Paul Cézanne war ein unbegabter Zeichner, der sich seine Kunst durch Beharrlichkeit erkämpfte. Darin glich er dem "naiven" Maler Henri Rousseau.

Im Zeitalter der fast schon perfekten Reproduktionstechnik - viel besser wird es nicht mehr werden (nämlich mit Rücksicht auf unsere Auffassungsgabe) - scheint es völlig sinnlos geworden, noch irgendwo hinzureisen, um Bilder im Original zu sehen, ja sehen zu dürfen! Es ist im Ernstfall dann doch das Dürfen... weiter




Ein Bild von unterwegs: Herbert Bayers "Hafenstudie aus Palermo", 1924. - © Oö. Landesmuseum Linz

Kunstgeschichte

Künstlerische Reiselust3

  • Die beiden Künstler Herbert Bayer und Sepp Maltan unternahmen 1923 und 1924 eine lange Italienreise. Die Bilder, die sie dort malten, galten lange als verschollen. Jetzt werden sie in Linz ausgestellt.

In mehreren Büchern, die über das Werk des Künstlers Herbert Bayer (1900-1985) erschienen sind, wurde eine lange Italien- reise des damaligen Studenten am Bauhaus in Weimar erwähnt, die vom Spätsommer 1923 bis Frühling 1924 dauerte. Diese Reise, die sich abenteuerlich gestaltete und zu künstlerischen Werken führte... weiter




Die Malerin ca. 1914. - © Leo Baeck Institute New York

Kunstgeschichte

Wien, Berlin, Bolivien28

  • Die 1885 in Wien geborene jüdische Malerin Lene Schneider-Kainer war einst eine vielbeachtete Künstlerin, deren facettenreiches Werk heute nahezu vergessen ist. Erinnerung an eine Weltbürgerin.

Mit ihren Porträts bekannter Persönlichkeiten des kulturellen Lebens wie Else Lasker-Schüler, Oswald Spengler, Max Reinhardt, Franz Werfel, Lucie Höflich oder Egon Friedell, ihren gewagten weiblichen Aktdarstellungen oder ihren Zeichnungen aus Asien war Lene Schneider-Kainer im legendären Berlin der 1920er Jahre eine vielbeachtete und angesehene... weiter




Als Porträtist berühmt: Ludwig Meidner, hier zu sehen auf seinem "Selbstbildnis mit Hut" aus dem Jahr 1922. - © Ludwig Meidner-Archiv, Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt. Foto: Greogr Schuster.

Kunstgeschichte

Ein Seismograph seiner Zeit18

  • Der Maler und Zeichner Ludwig Meidner hat nach seinen expressionistischen Anfängen in einem langen Leben ein umfangreiches, vielgestaltiges Werk geschaffen, das zur Zeit neu entdeckt wird.

Der Maler Ludwig Meidner (1884-1966) gehörte zu den wichtigsten Exponenten des künstlerischen Expressionismus in Deutschland am Vorabend des Ersten Weltkrieges. In seinen 1912 und 1913 entstandenen "Apokalyptischen Landschaften", Gemälden und Zeichnungen von schöpferischer Hochspannung und aufschreckender visionärer Kraft... weiter




Die Kirche Sainte Foy in Conques ist eine beliebte Station für Pilger auf dem Jakobsweg. - © Nosko

Romanische Kirchenbaukunst

Gebauter Wohlklang1

  • Die Kirchen der Auvergne bestechen mit ihren harmonischen Proportionen und ihre lebhafte Bildsprache.

Man muss nicht religiös sein, um dem Zauber einer romanischen Kirche zu erliegen. Es ist die Mischung aus Schlichtheit, Kraft und detailgetreuer Erzählkunst der Skulpturen, die den Charme dieser Bauwerke ausmacht. In Frankreich trifft man vor allem in der Auvergne allenthalben auf kleinere oder größere Wunderwerke dieser Epoche: Mehr als 250... weiter




Nicht wegen Bilder-, sondern wegen Urkundenfälschung wurde der raffinierte Maler Wolfgang Beltracchi verurteilt. Sein Medienruhm ist dafür ungebrochen. - © APA/dpa/Peter Kneffel

Kunstgeschichte

Kriminalität und Künstlertum3

  • Von Benvenuto Cellini bis Wolfgang Beltracchi reicht der Reigen jener Männer, bei denen ästhetisches Schaffen und verbrecherisches Tun Hand in Hand gehen..

Die Medien stürzen sich mit Begeisterung auf Nachrichten, die mit "Kunst und Verbrechen" einerseits, "Künstler als Ausnahmemenschen" andererseits zu tun haben. Dabei sind doch Musik, Malerei, Literatur angeblich schöne Künste. Wie kann also jemand seine "feinen Finger" einerseits für die Fertigung von Kunst einsetzen, andererseits für Mord... weiter




Die Stadt Venedig, in der die Charta vor 50 Jahren formuliert wurde, ist selbst ein Denkmal höchster Qualität. - © Stefano Renier/SOPARF/Corbis

Charta von Venedig

Botschafter der Vergangenheit4

  • Seit 50 Jahren bestimmt die "Charta von Venedig" die Grundlagen der Denkmalpflege. Was besagt diese Charta und wie kam es zu ihrer Bedeutung? Eine Recherche.

Im Mai des Jahres 1964 fand in Venedig ein "Internationaler Kongress der Architekten und Denkmalspfleger" statt, der in die Geschichte des Städtebaus und der Denkmalpflege eingegangen ist. (Zur Klärung: Als "Denkmalpflege" bezeichnet man, laut Wikipedia, "die geistigen, technischen, handwerklichen und künstlerischen Maßnahmen... weiter




Max Beckmann: Familienbild, 1920. - © 2013 Digital image, The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence

Ausstellung Kunsthalle Mannheim

Seismographen der Krisenjahre9

  • Die Schrecken des Krieges und die Nervosität des Friedens - eine beeindruckende Mannheimer Ausstellung vergleicht Werke der Künstler Otto Dix und Max Beckmann.

Die wichtigste, mit einer nachhaltigen Wirkung verbundene Ausstellung, die in der Geschichte der Mannheimer Kunsthalle je gezeigt wurde, war sicherlich die Schau "Neue Sachlichkeit - deutsche Malerei seit dem Expressionismus", die der Direktor des Hauses, Gustav Friedrich Hartlaub... weiter




Lotte Laserstein gehörte zu den vertriebenen Malern. Hier ist ein Ausschnitt aus ihrem Porträt von Elsa Trolle. - Bild: © Sammlung Familie Trolle

NS-Kunstpolitik

Von Opfern und Profiteuren7

  • Eine sehenswerte Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt beleuchtet die Folgen der NS-Kunstpolitik im Jahr 1938.

Für die jüdische Geschichte ist 1938 ein katastrophales Jahr. Spätestens ab da waren alle Juden in Deutschland und Österreich unmittelbar von den Repressalien der Nationalsozialisten betroffen. Auch die Lebensläufe vieler Künstler, Sammler, Händler, Kritiker und Museumsmitarbeiter änderten sich 1938 radikal... weiter




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