• 20. November 2017

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Ein niedergeschlagener Gesamteindruck: Louis Jean Francois Lagrenée, "Die Melancholie" (1785).   - © Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23442732

Psychologie

Das Janusgesicht der Melancholie22

  • Seit jeher begleitet sie den Menschen mit Trübsinn und Schwermut, aber auch mit Genialität und Tiefsinn. Annäherung an ein Phänomen.

Melancholie kann zu Poesie, zu Kunst führen, aber auch im Wahnsinn enden. Auch wenn der Begriff heutzutage meist synonym für Traurigkeit verwendet wird, so durchzieht die Melancholie seit der Antike philosophische und medizinische Schriften und gilt als Quelle der Inspiration für Schriftsteller und Künstler... weiter




Judas, der seinen Herrn Jesus mit einem verlogenen Kuss verriet, gilt bis heute als der Prototyp des Verräters. - © Wikimedia/ Ausschnitt aus einem Fresko von Giotto, Scrovegni-Kapelle,Padua.

Kulturgeschichte

Zwischen Schuld und Tapferkeit5

  • Der Verrat und die Verräter spielen in den großen Erzählungen der Weltliteratur ebenso eine Rolle wie in den kleinen, oft schäbigen Geschichten der Politik. Ein Überblick von Judas bis Julian Assange.

Ein Jüngling hat beschlossen, den Tyrannen seiner Stadt zu erdolchen, wird aber von den Schergen gefasst und zum Kreuzestod verurteilt. Der Tyrann willigt ein, als der Attentäter bittet, seine Hinrichtung um drei Tage zu verschieben; "mit arger List" akzeptiert er den Freund des Attentäters als Bürgen, droht aber damit... weiter




Das Gedächtnistheater des Guilio Camillo Delminio aus dem 16. Jahrhundert gehört zu den ambitioniertesten Zeugnissen der Mnemotechnik.

Kulturgeschichte

Dinge, Wörter, Bilder1

  • Zahlreiche Übungen und Trainingsprogramme versprechen eine Optimierung des Gedächtnisses. Bei allen Unterschieden haben diese aktuellen Verfahren eines gemeinsam: ihren Ursprung in der antiken Mnemotechnik. Ein kurzer Rückblick auf eine lange Geschichte.

Der griechische Poet Simonides von Keos war bekannt für seine Preis- und Ruhmeslieder, die er gegen Bezahlung zum Lob des Auftraggebers anfertigte. Einmal rühmte er während eines Festes den Skopas, einen reichen Mann und erfolgreichen Faustkämpfer. Er schmückte dabei nach Dichterart das Gesagte aus und besang zugleich die "Dioskuren"... weiter




In der Architektur bewegen sich Alt und Neu neben- und miteinander. - © apa/Robert Jaeger

Architekturtheorie

Das Gedächtnis der Räume2

  • Die Bewahrung eines Bauwerks gilt meist als positives Zeichen der Dauer und der Kontinuität. Es wäre jedoch auch ein beweglicherer Umgang mit dem Erbe denkbar. Plädoyer für eine andere Sicht.

Das Gedächtnis wäre uns zu nichts nütze, wenn es unnachsichtig treu wäre, stellte schon Paul Valéry fest. Wenn wir immer wieder erneut Diskussionswogen zu kulturellem Erbe, Stadt und Architektur vernehmen, lohnt sich ein anders gerichteter Blick auf gebaute Räume und Erinnerung: Unsere etablierte Vorstellung von gebautem Raum und kulturellem... weiter




- © Getty Images/Gallo Images

Kulturgeschichte

Mythos Wald16

  • Über Henry David Thoreau und Ernst Jünger, zwei literarische Verfechter eines radikalen Individualismus, die sich tief in die Wälder und ihre jeweiligen Vorstellungen davon zurückzogen. Ein Vergleich.

Henry David Thoreau, dessen Geburtstag sich am 12. Juli 2017 zum zweihundertsten Male jährt, verfasste sein bekanntestes Werk, "Walden" (1854), nachdem er sich für zwei Jahre in die Einsamkeit der Wälder rund um den Waldensee in Massachusetts zurückgezogen hatte, um dort das "einfache Leben" kennenzulernen... weiter




Wirkt im Alltag wenig verhext: Der Brocken, die 1141 Meter hoch gelegene Kuppe im Harz, mit Sendemasten, Brockenherberge (links) und Brockenmuseum (rechts). - © Spreitzhofer

Kulturgeschichte

Hexenzauber am "Muttergebürg"6

  • Dank Goethes "Faust" und der Walpurgisnacht lockt höllisches Treiben Ende April Tausende Besucher auf den Brocken im Harz.

Der Harz ist das höchste Gebirge Norddeutschlands, 110 km lang und 30 km breit. Sein höchster Punkt, die baumlose Brockenkuppe, blickt bis weit über Pommern hinaus. Besonders hoch ist er nicht, nicht einmal für Wiener Verhältnisse. Doch 1141 Meter können bedrohlich genug sein... weiter




Das Meer, die "Promenade des Anglais" und die Altstadt. - © Thierry Monasse/Corbis News/Getty Images

Stadtporträt

Ein Ort für jede Jahreszeit

  • Nizza, das im vergangenen Jahr Schauplatz eines grauenhaften Attentats war, ist eine wahrhaft europäische Stadt, die sich nun um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe bemüht.

Zuweilen entsteht der Eindruck, als hätten die mörderischsten Narren im politischen Geschehen unserer Zeit paradoxerweise ein besonders sicheres Auge dafür, wo Europa als kontinuierlich gewordene Identität am empfindlichsten zu treffen ist. So auch, als der Terrorist, der am 14... weiter




"Die Leserin" von Pietro Magni. - © gemeinfrei

Lesen

Die Welt vor Augen3

  • Das Lesen von Büchern bildet eine Grundlage unserer Kultur. Es schafft Zugang zu uns selbst - und zum Dasein in all seinen Möglichkeiten.

DER LESER UND SEIN BUCH: DER - Pardon, aber wir müssen gleich mit einer Korrektur beginnen: Denn nicht nur aus Gendergründen, sondern (falls das etwas anderes ist) aus Gründen der Gerechtigkeit muss sofort klargestellt werden, das der Leser heutzutage überwiegend eine Leserin ist... weiter




Warf erfrischende und geistreiche Blicke auf das Phänomen Mode: Helen Hessel (1886-1982). Nimbus Verlag

Kulturgeschichte

Physiognomie der Kleidermode

  • Als Filmfigur, gespielt von Jeanne Moreau in "Jules und Jim", berühmter denn als reale Person: Die Malerin, Autorin und Modejournalistin Helen Hessel.

Faszinierend, eigenwillig, geistreich, tollkühn, mutig, leidenschaftlich, lebenslustig, unberechenbar, provokant, gefährlich. Das sind einige der Adjektive, mit denen jene Frau bedacht wurde, die es als Filmfigur - nämlich als Catherine, gespielt von Jeanne Moreau, in François Truffauts Film "Jules und Jim" von 1962 - zu Berühmtheit gebracht hat... weiter




Einer von Franz Xaver Messerschmidts Charakterköpfen: "Einfalt im höchsten Grade". - © Wien Museum

Kulturgeschichte

"Dummheit ist auch eine natürliche Begabung"8

  • Ob angeboren oder anerzogen, individuell oder kollektiv - der Dummheit in ihren vielen Formen entkommen wir nicht. Ein Streifzug durch die unendlichen Weiten eines komplexen Phänomens.

"Die Dummheit ist eine Himmelsmacht, die sich in den Falten des Stammhirns als bodenlose Mitgift an das Menschengeschlecht verbirgt", schrieb der deutsche Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger in seinem Buch "Im Irrgarten der Intelligenz. Ein Idiotenführer"... weiter




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