• 19. Februar 2018

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Die Geister der Vergangenheit: Melichar, Sulaver. - © Werner/Burgtheater

Theaterkritik

Das Glück ist rückläufig

  • "Saturn kehrt zurück" im Vestibül: ein berührendes Kammerspiel mit schwarzem Rollator-Humor.

Irgendwie musste das Klo kaputt werden. Also hat Gustin einen Tennisball hineingestopft. Erst dann konnte er ja den Installateur anrufen. Damit endlich einmal wieder jemand zu Besuch kommt. Dieses eigentlich erschütternde Bekenntnis zur Einsamkeit macht Rudolf Melichar als besagter Gustin mit entwaffnend leichtfüßigem Humor... weiter




Einmal noch in Hochzeitspose: Fritsch, Radakovits. - © R. Werner

Theaterkritik

Ganz müd von den Fantasien

  • Unterhaltsames Kammerspiel: Franz Xaver Kroetzs "Oberösterreich" im Vestibül.

A-Ha weiß es und jeder Freund der norwegischen 80er-Band auch: Im Fernsehen scheint die Sonne immer. Überhaupt, wenn der Peter Alexander im Fernsehen ist. Den schauen sich auch Anni und Heinz immer gern an. Wenn der Peter Alexander zum Abschied winkt, träumt Anni davon, dass sie auch einmal nach Wien kommt... weiter




Alpen-dodelige Püppchen: Tino Hillebrand (l.), Laurence Rupp, Marcus Kiepe. - © Georg Soulek/Burgtheater

Theater-Kritik

Erde und Moder7

  • Burgtheater-Vestibül: "die hockenden" von Miroslava Svolikova.

Ein elektrisches Invalidengefährt de luxe für Branko Samarovski. Sein maienblumenumkränztes bärtiges Bacchusgesicht trotzt einem überweiten Bäuerinnen-Hauskleid. Scheinbar in Rollstühlen auch Tino Hillebrand und Laurence Rupp, die Köpfe lebensecht, doch mit ausgestopften Körperchen puppenmäßig verzwergt... weiter




Theater

WG zur Viagra-Produktion2

  • Frauenmonolog von Sibylle Berg im Vestibül der Burg

Neunzig Minuten Frauenmonolog mit dem, im und gegen den Zeitgeist, Konsum- und Karrieristenkritik, Außen- und Innenweltirritationen, Einsamkeits- und Sinnlosigkeitsgeständnisse gestylt in der hyperintelligenten Schnoddersprache ihrer "Spiegel"-Kolumnen... weiter




Sowjet-Sottisen: Jasna Fritzi Bauer, Daniel Sträßer. - © G. Soulek

Burgtheater

Delirium als Maske3

Im Marketingjargon, der die Literaturkritik unterwandert, werden schon Neuerscheinungen, die nicht im nächsten Herbst vergessen sind, als Kultbücher angepriesen. "Die Reise nach Petuschki" des russischen Samisdat-Dichters, Gelegenheitsarbeiters, Alkoholikers Wenedikt Jerofejew (1938 - 1990) ist solch ein wahres Juwel... weiter




Die Welt der billigen Schlampen: Dorothee Hartinger, Adina Vetter und Petra Morzé spielen Walter Serner. - © Georg Soulek

Theaterkritik

Im Dauerfrost der Demimonde

Der Hochstapler Fec und die Edelnutte Bichette, zwei Leute, die es eigentlich besser wissen, versuchen, als Paar der unerträglichen Langeweile ihres Daseins zu entgehen. Die Amour fou endet in der Katastrophe. Angesiedelt ist Walter Serners (1889 - 1942) Roman "Die Tigerin" (1925) im Milieu der Pariser Demimonde... weiter




Ferngesteuerte Zukunftspläne: Daniel Jesch (Gabriel), Jana Horst (Ophelia), Sven Dolinski (Emissär G. Sichte) bei der Uraufführung des jüngsten Stücks von Petra Maria Kraxner. - © Georg Soulek

Theaterkritik

Ohnmachtsgespräche

Zwei einsame Menschen von heute in einem Hotelzimmer mit frisch bezogenem Doppelbett: Ophelia und Gabriel - er Callboy, sie Jungakademikerin, überqualifiziert und daher arbeitslos. Verlegenheit beiderseits. Er quasselt mit gespielter Munterkeit drauflos, fällt jedoch, sobald es zur Sache gehen soll, in Ohnmacht... weiter




Aus der Talentschmiede der Jungen Burg: Tino Hillebrand und Sophie-Christine Behnke. - © Anna Stöcher.Burgtheater.Presse: Fotos bei Nennung des Fotografen für die einmalige Berichterstattung freigegeben

Junge Burg

Makellose Ballade

  • "Yellow Moon" im Vestibül

Der 17-jährige Lee Macalinden ist ein Problemkind, mit dem weder seine alleinerziehende Mutter noch Sozialarbeiter, Lehrer oder andere Jugendhilfsorganisationen zurechtkommen. Sein Traum: eine Gangsterkarriere. Leila Suleiman hingegen, behütete Tochter einer muslimischen Akademikerfamilie, ist zwar Vorzugsschülerin... weiter




Kosmische Liebe: Oliver Masucci, Christiane von Poelnitz. - © (c)Georg Soulek, Burgtheater; Fotos bei Nennung des Fotografen für die aktuelle Berichterstattung freigegeben

Burgtheater

Erdenferne Warnbilder, moralische Weltraumfahrt2

  • Alexander Wiegolds Regiedebüt Solaris.

Für sein Regiedebüt an der Burg wählte Alexander Wiegold einen auch bei Feinden des Science-Fiction-Genres geschätzten Roman des Weltautors Stanislaw Lem: "Solaris". Der Planet funkelt irrwitzig als "plasmatische Maschine", ähnlich einem menschlichen Gehirn. Der Himmelskörper wird mit Röntgenstrahlen beschossen und wehrt sich... weiter




Marcus Kiepe, Christiane von Poelnitz und Oliver Masucci (v.l.n.r.) in Stanislaw Lems "Solaris". - © APAweb/Reuters/Herwig Prammer

Burgtheater

Moralische Weltraumfahrt vor 50 Jahren

Für sein Regiedebüt an der Burg wählte Alexander Wiegold, Jahrgang 1979 und bisher Assistent, einen auch bei Feinden des Science-Fiction-Genres geschätzten Roman den Weltautors Stanislaw Lem: "Solaris". Dieser Planet funkelt irrwitzig als "plasmatische Maschine", ähnlich einem menschlichen Gehirn... weiter





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