• 18. November 2017

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



Schlagwortsuche

Hat seine eigene Familiengeschichte intensiv erforscht: Wolfgang Krüger. - © Weidinger

Interview

"Zuerst stoßen sie immer auf ein Schweigen"27

  • Der Psychotherapeut Wolfgang Krüger erklärt, warum er Menschen erst begreift, wenn er ihre Großeltern kennt - und weist auf die eminente Bedeutung von Familienforschung hin.

"Wiener Zeitung": Herr Krüger, warum boomt die Familienforschung seit einigen Jahren so stark? Wolfgang Krüger: Ich denke, dass das drei Gründe hat. Erstens leben wir in einer Zeit großer Unsicherheiten - die Eurokrise, die Klimakatastrophe, die Flüchtlingsströme. Viele fragen sich da: Wohin schlittert Europa... weiter




Die Kunst des Aikido besteht im Umlenken der Angriffsenergie. - © Ullstein Bild-INSADCO/ Nicole Ploeb

Aikido

Kampfkunst als Psychotherapie6

  • Das japanische Aikido ist eine hohe Schule der Körperbeherrschung und kann helfen, Hemmungen und Ängste zu überwinden.

Wenn Neue kommen, weiß Stefan Berger rasch, wer bleiben und wer gehen wird. Berger (40) ist Aikido-Trainer und eröffnete 2010 seine erste Schule, Dojo genannt, in Wien. Heute ist er einer von zwei selbstständigen Trainern in Wien und überzeugt davon, dass Aikido etwas ganz Besonderes ist. Es ist der Kampfsport für die Sensiblen... weiter




- © WeidingerInterview

Interview

"Man braucht den Partner, so wie er ist"130

  • Die aus Wien stammende Psychoanalytikerin und Verhaltenstherapeutin Eva Jaeggi über die Liebe und alle ihre Facetten, ihren Zweifel an lebenslang haltenden Ehen - und über zu große Glückserwartungen.

"Wiener Zeitung": Ihr aktuelles Buch heißt "Liebe und andere Wagnisse" - was ist Liebe, Frau Jaeggi? Eva Jaeggi: Es gibt so viele Aspekte der Liebe und so viele unterschiedliche Formen Liebe zu leben - weit über den Rahmen der klassischen Zweierbeziehung hinaus. Ich finde es deshalb nicht gut, eine abstrakte Definition für die Liebe zu suchen... weiter




Hat sich - um dem Bösen auf die Spur zu kommen - ausführlich mit Mördern unterhalten, sich aber auch mit ihren eigenen dunklen Anteilen intensiv beschäftigt: Die Wiener Psychotherapeutin Christl Lieben. - © Peter Jungwirth

Interview

"Mich erschreckt das Dunkle nicht"47

  • Die Wiener Psychotherapeutin Christl Lieben über eine integrale Beschäftigung mit dem Bösen, die allem, was auf der Welt geschieht, so grauenhaft es auch sein mag, einen Platz gibt.

"Wiener Zeitung": Frau Lieben, in den letzten Monaten sind plötzlich sogenannte Horrorclowns aufgetaucht, die nichts ahnende Fußgänger mit Kettensägen verfolgen: Was verrät das über den Zustand unserer Welt? Christl Lieben: Diese bösen Clowns drücken meiner Ansicht nach etwas aus, was ohnehin schon in der Welt da ist... weiter




- © Dieter Mayr

Interview

"Es ist erstaunlich, wie viel Menschen aushalten"39

  • Die Psychotherapeutin Andrea Kerres spricht darüber, wann der Begriff "Trauma" wirklich angemessen ist, was ihn physiologisch und psychologisch ausmacht - und wie man lernen kann, mit Belastungsstörungen zu leben.

"Wiener Zeitung": Beim Juniormarathon kürzlich in Linz haben sich erschreckende Szenen abgespielt. Verbissene Eltern zerrten ihre drei- bis vierjährigen Schützlinge über die Ziellinie. Sind diese Kinder tatsächlich traumatisiert, wie es danach hieß? Andrea Kerres: Nein, sicherlich nicht... weiter




Die Maori in Neuseeland - hier Vater mit Tochter - legen besonderen Wert auf ihre Verbindung zu den Ahnen. Nur diese garantiert ihnen seelische Stabilität. - © Foto: dpa/Boris Roessler

Interview

"Genealogie kann heilend wirken"17

"Wiener Zeitung": Herr Schlage, nehmen wir an, ich komme zu Ihnen in Therapie - verleiht es mir einen Startvorteil, vorher beim Ahnenforscher gewesen zu sein? Bernhard Schlage: Ich möchte Ihnen diese Frage mit einer Geschichte über die neuseeländischen Maori beantworten... weiter




"Es gibt kein eindeutiges und auf alle Menschen zutreffendes Traumvokabular. Schließlich handelt es sich um höchst individuelle innere Entitäten." Brigitte Holzinger - © Foto: Robert Wimmer

Schlafen

"Träume sind Botschaften an uns selbst"11

"Wiener Zeitung": Frau Holzinger, Sie leiten das Institut für Bewusstseins- und Traumforschung und haben zuletzt ein Buch über Albträume veröffentlicht. Eine prinzipielle Frage vorweg: Warum träumen wir? Brigitte Holzinger: Das ist eine Frage, die man nur aus Erfahrung beantworten kann. Eine wissenschaftliche Bestätigung gibt es noch nicht... weiter




"Damit sind Sie aber schon auf einem Weg, der eigentlich unbiblisch ist": Gerhard Bauer (l.) und Richard Picker beim intensiven Gedankenaustausch. - © Foto: Markus Ladstätter

Religion

Richard Picker und Gerhard Bauer: "Das glauben Sie ja selber nicht!"8

  • Glaube oder Wissenschaft? Priester oder Psychotherapeut? Kann man beides vereinbaren? Nein, sagt Gestalttherapeut Richard Picker, der des Priesteramts enthoben wurde. Ja, sagt Pfarrer Gerhard Bauer, der als Psychotherapeut arbeitet.

"Wiener Zeitung": Herr Picker, Sie waren über zehn Jahre lang im kirchlichen Amt. 1970 haben Sie die Soutane an den Nagel gehängt. Warum? Richard Picker: Da geht es um innere Vorgänge. Ich habe gemerkt, dass das eine das andere wegdrängt. Als ich die Gestalttherapie kennen lernte, war sie mir sofort nahe - gleich nach der Psychoanalyse... weiter




Michael Mary. - © Foto: Andreas Urban

Michael Mary

Michael Mary11

  • Der deutsche Autor und Paarberater Michael Mary kritisiert die überzogenen Ansprüche der Psychotherapie und ihre "Verstaatlichung", hält psychische Probleme für normal - und ihr heutiges massenhaftes Auftreten für eine Art Aufstand von Individuen.

"Wiener Zeitung": Herr Mary, Sie haben soeben ein Buch veröffentlicht, das die Psychotherapie heftig aufs Korn nimmt. Was war der Auslöser dafür - und was ist Ihr Hauptvorwurf? Michael Mary: Auslöser war, dass ich die Szene schon seit langem beobachte - und feststelle, dass die Extreme und Widersprüche stark zunehmen... weiter




"Weihnachten ist auch aus rein biologischem Grund schwierig: Es ist eine Jahreszeit, die viele Menschen als grau, kalt, trostlos empfinden." Christian Probst - © Foto: J.J. Kucek

Extra

Christian Probst10

  • Der Psychiater und Psychotherapeut Christian Probst erklärt, warum wir in der zweiten Dezemberhälfte in einen emotionalen Ausnahmezustand geraten, uns nicht vor dem Egoismus-Vorwurf fürchten sollen, und wie das Fest trotzdem gelingen kann.

"Wiener Zeitung": Herr Probst, Weihnachten gilt als eine Zeit, in der Psychiater Hochbetrieb haben. Können Sie das aus eigener Praxis bestätigen? Christian Probst: Ich kann das nicht empirisch belegen, Tatsache ist aber, dass es diese Häufung lange Zeit gab. Inzwischen sind die ausgeprägten Spitzen weg... weiter





Werbung




Werbung