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Gedenktafel am Schlingerhof in Floridsdorf in Wien. - © Peter Gugerell, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16943261

Februarkämpfe 1934

Die meisten Opfer waren Unbeteiligte11

  • Wie eine wissenschaftliche Studie zeigt, hielten sich die Todesopfer der beiden Kampfparteien ungefähr die Waage.

Wien. Vor 84 Jahren brach der Aufstand der Sozialdemokraten gegen das autoritäre Regime des christlichsozialen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß aus. Für die Sozialdemokraten war der Februar-Aufstand ein letzter Verzweiflungsschlag ohne Aussicht auf Erfolg... weiter




Wien, Februar 1934: Neugierige Blicke an einer Straßensperre. - © IMAGNO/Austrian Archives/Getty Images

Literatur

Die Frau des Monteurs10

  • Ein berührendes Bild der Ereignisse des Februar 1934 gibt ein Sammelband mit dem Titel "Im Kältefieber", der dieser Tage vorgestellt wird und in dem literarische Dokumente über die Kämpfe in Österreich zusammengestellt sind.

"Die Frau des Elektromonteurs lag auf dem Bauch und lud die Gewehre, die ihr die vor den Fenstern knienden Männer reichten. Auf den gegenüber liegenden Hausdächern bewegten sich, durch Schornsteine gedeckt, Soldaten und schossen in die Fenster. An diesem ersten Nachmittag wurden nur wenige Kanonenschüsse abgefeuert... weiter




Der Schutzbündler Rudolf Kunz liegt tot neben seinem Maschinengewehr. - © SPÖ OÖ

Linz

Auf Spurensuche6

  • In Linz nahmen die Februarkämpfe 1934 ihren Anfang. Eine Reise zu den einstigen Kampforten und in das "rote Linz" der 30er-Jahre.

Mitten im ersten großen Schneetreiben sind die Passanten in der Fußgängerzone heute besonders schnell unterwegs. Bepackt mit Einkaufssäcken, Kinderwägen schiebend, laut telefonierend – das gleiche Bild wie auf jeder größeren Einkaufsstraße. Auch das Haus Landstraße Nummer 36 passieren täglich tausende Menschen... weiter




- © tomfatz.net

Comics

Reise zum Anfang einer langen Nacht21

  • Die Ereignisse des Februar 1934 als Comic: Linolschnitte von Thomas Fatzinek.

Manchmal lenken Kritik, Zweifel und Ablehnung geradewegs auf neue Bahnen. So hat die Nachricht über ein Comic über den Holocaust Thomas Fatzinek zum Comic-Zeichner gemacht. "Um Himmels willen! Ein Comic über die Shoah!  Das darf man nicht machen!", waren seine ersten Reaktionen, als er 1989 von Art Spiegelmans Comic "Maus" erfuhr... weiter




Schutzbundstellung auf der Ennsleite. - © Stadtarchiv Steyr

Steyr

"Hoffentlich drahn's eam des o"34

  • Die Februarkämpfe in der Kleinstadt Steyr und ihre Ursachen.

Einmal im Jahr blüht der kleine Platz auf der Ennsleite in Steyr so richtig auf. Dann umsäumen Menschen und Blumenkränze das moosbefleckte Betondenkmal zu Ehren der Opfer des Februar  1934. Während des restlichen Jahres ist es dann wieder still um dieses Thema, und das, obwohl Steyr eine der wenigen Städte Österreichs war... weiter




Artillerie-Einschläge in den Krankenkassenhäusern in der Simmeringer Braunhubergasse. Dasselbe Gebäude heute (Bild links) - © Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Wien

Zerschossene Fassaden und tiefe Wunden7

  • Was blieb in Wien von den Februarkämpfen in Erinnerung und wie geht eine Gesellschaft mit diesen Wunden um?

"Weg vom Fenster! Sie schießen wieder!" Dieser Zuruf ist der bleibende Eindruck der Februarkämpfe 1934 im Leben von Familie Keller. Es waren jene Worte, die die Mutter von Elisabeth Keller ihrer Tochter, damals noch ein Kind, zurief. Bloß nicht den Kopf heben, nur geduckt durch die Wohnung schleichen. Das war (über-)lebenswichtig... weiter




Bürgerkrieg

Entlarvter Mythos, umkämpfte Person

  • Vor 75 Jahren nutzte Dollfuß eine Lücke in der Geschäftsordnung für die Ausschaltung des Parlaments.

Wien. "1933 scheint ein ungeliebtes Datum in unserem Geschichtskanon zu sein, das man besser nicht thematisiert." Der Wiener Zeithistoriker Oliver Rathkolb formulierte am Dienstag anlässlich einer Festsitzung des SPÖ-Parlamentsklubs zum 75. Jahrestag der Ausschaltung des Parlaments diese in Österreich nach 1945 über Jahrzehnte weit verbreitete... weiter





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