• 18. Januar 2018

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Stefan Herheim übernimmt erstmals eine Intendanz. - © apa/Hochmuth

Theater an der Wien

Die Eier des "Wikinger-Piefke"3

  • Stefan Herheim, ab 2022 Intendant des Theaters an der Wien, sucht eine Möglichkeit, Menschen zu einen.

Wien. Vielleicht hat ja irgendwann jeder ein Bedürfnis nach künstlerischer Heimat - dem Regisseur Stefan Herheim jedenfalls ist es so ergangen. Seine Entscheidung, sich um die Intendanz des Theaters an der Wien (TaW) zu bewerben, war kurz vor Weihnachten von Erfolg gekrönt... weiter




PR€SENTATION VON DESIGNIERTEM THEATER AN DER WIEN-INTENDANTEN STEFAN HERHEIM - © APA/GEORG HOCHMUTHVideo

Bühne

"Künstlerische Heimat" am Theater an der Wien1

  • Stefan Herheim wird das Haus ab 2022 leiten und will zwei Inszenierungen pro Saison selbst gestalten.

Wien. Regisseur Stefan Herheim verspricht dem Opernpublikum unter seiner Ägide "nicht nur kunstvoll Süßes, sondern auch Pikantes und Scharfes". Herheim, der ab 2022 Intendant am Theater an der Wien sein wird,  sagte: "Es wird eine übergeordnete Dramaturgie für dieses Haus geben, die auf meiner eigenen Ästhetik fußt"... weiter




Bleibt bis 2022 Chef an der Wien: Roland Geyer. - © apa/Georg Hochmuth

Theater an der Wien

Zwischen Lorbeeren und Harakiri1

  • Theater-an-der-Wien-Chef Roland Geyer über seinen Nachfolger und Pläne bis 2022.

Wien. (jubel) "Der Entscheidungsprozess für meine Nachfolge war ein schwieriger", resümierte Roland Geyer, Intendant des Theaters an der Wien am Freitag vor Journalisten die vergangenen Monate, die mit einer zweijährigen Verlängerung seinerseits und der Designierung von Stefan Herheim ab 2022 endeten... weiter




Stefan Herheim übernimmt ab 2022 das TaW. - © APAweb, HERBERT NEUBAUER

Theater an der Wien

Ein Traditionshaus der Richtungswechsel2

  • Stefan Herheim wird ab 2022 im Theater an der Wien den Ton angeben.

Wien. Nach langen Monaten ist die Entscheidung gefallen: Der norwegische Regisseur Stefan Herheim übernimmt das Theater an der Wien - allerdings erst mit der Saison 2022/23. Als Überbrückung verlängert der amtierende Opernintendant Roland Geyer, der 2020 hätte aus dem Amt scheiden sollen, laut APA-Informationen um weitere zwei Saisonen... weiter




Opernkritik

Nothung, neidliches Brotmesser12

  • Das Theater an der Wien springt an drei Opernabenden quer durch Wagners vierteiligen "Ring des Nibelungen". Seine Sinnhaftigkeit kann das Projekt nicht nachweisen, zudem fehlt es an tauglichen Stimmen. Die Regie liefert gemischte Resultate.

Es ist nicht leicht, den ersten Laut dieses Opernabends zu verschriftlichen. Das Orchester schweigt, drei Menschen stehen an der Rampe. Ein Mann tut dabei so, als würde er einem anderen ein Metallrohr in den Rücken rammen, eine Frau sieht ihm zu. Dem stürzenden Opfer entfährt ein Geräusch; es lautet so ungefähr: "Ög"... weiter




Wieland Wagner deutet in seiner "Tannhäuser"-Regie das legendenhafte Mittelalter an (im Bild: Ramón Vinay und Gré Brouwenstijn). - © Ullstein

Werktreue

Der umgewerkte Wagner4

  • Die Opern des Komponisten sind wiederholt Anlass zu Neudeutungen - jetzt auch im Theater an der Wien.

Wagnerianer sind leidgeprüft. Einerseits müssen sie sich mit dem Vorwurf herumschlagen, ihr Meister sei ein mieser Antisemit und Stichwortgeber Adolf Hitlers gewesen. Andererseits sehen sie auf den Bühnen des deutschsprachigen Raums das Werk des bedeutendsten Opernkomponisten, seit Claudio Monteverdi die Gattung erfunden hat... weiter




Die Entscheidung, wer das Theater an der Wien künftig leiten soll, ist überfällig. - © Theater an der Wien/Paul Ott

Kulturpolitik

Warten auf die "Wunderwuzzis"9

  • Das Theater an der Wien und das Raimundtheater sind auf Chefsuche - noch immer.

Wien. Der Herbst 2020 markiert eine Wende in der Wiener Kulturszene. Mit diesem Zeitpunkt startet nicht nur Bogdan Roščić seine Direktion an der Staatsoper, auch im Theater an der Wien und am Raimundtheater beginnen neue Intendanzen... weiter




An den Söhnen und Töchtern interessiert: Gürbaca. - © Pipprich

Neuproduktion

Ein Wagner-Wagnis7

  • Das Theater an der Wien schmiedet den "Ring" neu - in drei statt vier Teilen.

Wien. (irr) Wirklich neu sind Ausschnitte aus dem "Ring des Nibelungen" am Theater an der Wien nicht: 1863 hat Richard Wagner hier selbst bei einem Konzert einige Kostproben jener Klänge gegeben, die er bis zum Jahr 1876 zum opulenten Opernvierteiler weiterentwickelt hat... weiter




Zwei verlorene Inseln: "Wozzeck" Florian Boesch, "Marie" Lise Lindstrom - © Werner Kmetitsch

Oper

Freie Sicht auf den Abgrund2

  • Musikalisch intensiv, szenisch karg: Alban Bergs "Wozzeck" im Theater an der Wien.

"Ja, wenn ich ein Herr wär‘, und hätt‘ einen Hut und eine Uhr und ein Augenglas und könnt‘ vornehm reden, ich wollte schon tugendhaft sein! Es muss was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann." Es ist einer der wenigen Momente, in denen in Wozzeck so etwas wie ein Funken Hoffnung aufblitzt... weiter




Mit Lederhose, Bungee-Seil, Wurfzelt und Wiener Schmäh brachte einzig "Papageno" Daniel Schmutzhard Farbe und Lebendigkeit in die kargen Bilder. - © Herwig Prammer

Opernkritik

Mit Flöte, ohne Zauber14

  • René Jacobs dirigiert eine zahme "Zauberflöte", Torsten Fischer liefert die karg-banalen Bilder dazu.

Die Schlange, vor der Tamino im ersten Bild flüchtet, ist eine Horde lüsterner Frauen. Die Vögel, die Papageno für die sternflammende Königin fängt: gefügig gemachte Frauen. Und auch die wilden Tiere, die der Prinz mit der Zauberflöte zähmt, sind überraschenderweise: sich willig räkelnde Frauen... weiter




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