• 23. Oktober 2017

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



Schlagwortsuche

Spielt mit der Rolle des Don Juan: Erwin Schrott - © Armin Bardel

Oper

Maßgeschneidert

  • "Don Giovanni" mit Erwin Schrott im Theater an der Wien.

Erwin Schrott und die Figur des Don Giovanni sind über die Jahre zusammengewachsen, in einander geflossen, mit einander verschmolzen. Und so passt auf der Bühne zwischen die beiden auch kein Blatt. Das Resultat, das sich am Samstag noch ein zweites Mal im Theater an der Wien überprüfen lässt: Schrott spielt die Rolle des ewigen Verführers nicht... weiter




Auch Publikumsliebling Domingo - mit Davinia Rodriguez - kann "Macbeth" an der Wien nicht retten.

Opernpremiere

Ein Tenor bleibt ein Tenor5

  • Intendant Roland Geyer scheitert an "Macbeth", dafür singt Plácido Domingo wieder an der Wien.

Es ist eine seltene, doch im Fall der Fälle durchaus philosophische Frage: Was macht ein in die Jahre kommender Tenor von Weltruhm, wenn die Stimme zwar noch strahlt und trägt, doch für die vollen Höhen die Kraft fehlt? Abgesehen davon, dass dieser Glücksfall an ewig jugendlicher Stimme selten vorkommt... weiter




Plácido Domingo feiert 2017 sein 50-jähriges Jubiläum an der Wiener Staatsoper, nächste Woche singt er an der Wien. - © apa/Georg Hochmuth

Oper

"Sonst ist es schön, aber falsch"3

  • Plácido Domingo singt kommende Woche im Theater an der Wien "Macbeth".

Mehr als vierzig Jahre war er auf der Bühne immer der Liebhaber, hat er die strahlenden Helden gesungen, denen sich die schönen Sopranistinnen ergeben. Mit dem Wechsel ins Baritonfach vor etwa fünf Jahren kamen die Bösewichte in sein Leben. Eine Veränderung, an die sich Plácido Domingo immer noch gewöhnen muss... weiter




Anspielungen an lebende Personen gewollt: Die zentralen Figuren von Antonio Salieris "Falstaff" in der Regie von Torsten Fischer erinnern frappant an eine europäische Königsfamilie. - © Herwig Prammer

Opernkritik

Die Queen war amused

  • Theater an der Wien zeigt Antonio Salieris "Falstaff" als Parodie auf das britische Königshaus.

Das Konzept an sich ist naheliegend wie bestechend, viele einzelne Ideen sind pointiert, und doch geht die Saat nicht restlos auf. Torsten Fischer hat im Theater an der Wien Antonio Salieris selten gespielte Oper "Falstaff" auf die aktuelle Personage des britischen Königshauses übertragen... weiter




Im Clinch mit dem Onkel: Andrè Schuen (Hamlet) und Bo Skovhus (Claudius). - © Monika Rittershaus

Opernkritik

Eine schrecklich böse Familie3

  • Das Theater an der Wien bringt zum Saisonstart eine Oper von Anno Schreier zu Uraufführung: ein praktikables Werk, das an Shakespeares "Hamlet" anknüpft - aber auch an die Klangwelt von Benjamin Britten.

Es ist etwas faul im Staate Dänemark. Um es hier zu riechen, muss man kein Spürhund sein. Unter hohen Blümchentapeten sind die Sitten verrottet. Das Verhältnis des Prinzen Hamlet zu seinem Onkel ist nicht nur darum belastet, weil Letzterer das Leben des Königs ausgelöscht hat und sich nun anschickt, die Witwe Gertrud zu heiraten... weiter




Lichtgestalt und Bösewicht: José Carreras (l.) in der Auseinandersetzung mit Carlo Colombara. - © Herwig Prammer

Opernkritik

Hollywood an der Wien

  • Eine Pop-Oper wie in der guten alten Zeit.

Ein Abend im Zeichen eines Stars: José Carreras bildet den unumstrittenen Mittelpunkt der Oper "El Juez", deren Titelpartie ihm Christian Kolonovits, wie man so sagt, "auf den Leib geschrieben" hat. In der Produktion, die derzeit im Theater an der Wien gastiert, verkörpert Carreras den Richter Federico Ribas... weiter




Klobige Kostüme mit fixem Standplatz: Regie-Einspringer Achim Freyer legt "Fidelio" gewohnt bunt an, die Dynamik kommt aus dem Orchestergraben. - © apa/Monika Rittershaus

Opernkritik

Gurkenpeitsche trifft Blutengel

  • Zweite und letzte Oper dieses Festwochen-Jahrgangs: Regisseur Achim Freyer gliedert Beethovens "Fidelio" in seine bekannte Puppenwelt ein. Herausragend: die Musiciens du Louvre, ebenso der Arnold Schoenberg Chor.

1974 erfand die japanische Firma Sanrio ein Comic-Gesicht, das die Welt erobern sollte. Zwar bestand es nur aus zwei Pünktchen-Augen, zwei eckigen Ohren, einem Mascherl und einem Näschen. Der Erfolg von "Hello Kitty" sucht dennoch seinesgleichen. Die Kitsch-Katze, die heute Gläser, Pölster, Massagestäbe und Flugzeuge ziert... weiter




Der Pierrot ist nicht harmlos: Corinna Harfouch hat als Debuisson längst die Seiten gewechselt. - © Katrin Ribbe

Theaterkritik

Revolutionszirkus1

  • Theater an der Wien: "Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution" von Heiner Müller.

In Tom Kühnels und Jürgen Kuttners Inszenierung von Heiner Müllers in Ost und West viel diskutiertem Schauspiel "Der Auftrag" (1979) ist die Zeit in der Tat aus den Fugen geraten. Der 1995 verstorbene Autor fungiert - dank eines Mitschnitts von 1980 - aus dem Off als Sprecher seines eigenen Textes, der auf der Bühne (Jo Schramm... weiter




Auschwitz aus Sicht einer Täterin: KZ-Aufseherin Lisa (r.) trifft nach 15 Jahren auf die von ihr gepeinigte Marta. - © Oper Frankfurt/Barbara Aumüller

Wiener Festwochen

Vor der Realität verblasst6

  • "Die Passagierin" von Mieczysław Weinberg als erste, eindringliche Opern-Premiere der Festwochen.

"Es war halt Krieg, jeder hat das Recht zu vergessen." Dass dieser Satz ihres Mannes einen fahlen Nachgeschmack beibehält und die Sache mit dem Vergessen nicht so einfach ist, erfährt auch die ehemalige KZ-Aufseherin Lisa. Fünfzehn Jahre nach Kriegsende begegnet sie auf einem Schiff nach Brasilien der Lager-Insassin Marta... weiter




Die Zwillinge finden einander wieder. - © KiranWest

Ballett-Kritik

Die Liebe zeigt eine rote Nase5

  • John Neumeier zeigt in "Shakespeare Dances" die ganze Welt als Bühne.

Da treffen Rosalind und Orlando auf Ophelia und Hamlet, oder Viola und Orsino auf Romeo und Julia. Was nach einem Klassentreffen der Liebespaare Shakespeares klingt, entwickelt sich zu einer Hommage an die Liebe selbst. Mit Augenzwinkern. Jacques, der Erzähler, ruft die Figuren herbei, als er im Park in Jeans und T-Shirt sitzend in einem Buch liest... weiter




zurück zu Schlagwortsuche


Werbung




Werbung