• 13. Dezember 2017

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Schlagwortsuche

Klobige Kostüme mit fixem Standplatz: Regie-Einspringer Achim Freyer legt "Fidelio" gewohnt bunt an, die Dynamik kommt aus dem Orchestergraben. - © apa/Monika Rittershaus

Opernkritik

Gurkenpeitsche trifft Blutengel

  • Zweite und letzte Oper dieses Festwochen-Jahrgangs: Regisseur Achim Freyer gliedert Beethovens "Fidelio" in seine bekannte Puppenwelt ein. Herausragend: die Musiciens du Louvre, ebenso der Arnold Schoenberg Chor.

1974 erfand die japanische Firma Sanrio ein Comic-Gesicht, das die Welt erobern sollte. Zwar bestand es nur aus zwei Pünktchen-Augen, zwei eckigen Ohren, einem Mascherl und einem Näschen. Der Erfolg von "Hello Kitty" sucht dennoch seinesgleichen. Die Kitsch-Katze, die heute Gläser, Pölster, Massagestäbe und Flugzeuge ziert... weiter




Der Pierrot ist nicht harmlos: Corinna Harfouch hat als Debuisson längst die Seiten gewechselt. - © Katrin Ribbe

Theaterkritik

Revolutionszirkus1

  • Theater an der Wien: "Der Auftrag. Erinnerung an eine Revolution" von Heiner Müller.

In Tom Kühnels und Jürgen Kuttners Inszenierung von Heiner Müllers in Ost und West viel diskutiertem Schauspiel "Der Auftrag" (1979) ist die Zeit in der Tat aus den Fugen geraten. Der 1995 verstorbene Autor fungiert - dank eines Mitschnitts von 1980 - aus dem Off als Sprecher seines eigenen Textes, der auf der Bühne (Jo Schramm... weiter




Auschwitz aus Sicht einer Täterin: KZ-Aufseherin Lisa (r.) trifft nach 15 Jahren auf die von ihr gepeinigte Marta. - © Oper Frankfurt/Barbara Aumüller

Wiener Festwochen

Vor der Realität verblasst6

  • "Die Passagierin" von Mieczysław Weinberg als erste, eindringliche Opern-Premiere der Festwochen.

"Es war halt Krieg, jeder hat das Recht zu vergessen." Dass dieser Satz ihres Mannes einen fahlen Nachgeschmack beibehält und die Sache mit dem Vergessen nicht so einfach ist, erfährt auch die ehemalige KZ-Aufseherin Lisa. Fünfzehn Jahre nach Kriegsende begegnet sie auf einem Schiff nach Brasilien der Lager-Insassin Marta... weiter




Die Zwillinge finden einander wieder. - © KiranWest

Ballett-Kritik

Die Liebe zeigt eine rote Nase5

  • John Neumeier zeigt in "Shakespeare Dances" die ganze Welt als Bühne.

Da treffen Rosalind und Orlando auf Ophelia und Hamlet, oder Viola und Orsino auf Romeo und Julia. Was nach einem Klassentreffen der Liebespaare Shakespeares klingt, entwickelt sich zu einer Hommage an die Liebe selbst. Mit Augenzwinkern. Jacques, der Erzähler, ruft die Figuren herbei, als er im Park in Jeans und T-Shirt sitzend in einem Buch liest... weiter




Prima le parole! Olivier, der Poet (Schmutzhard), im handfesten Kunststreit mit dem Tonsetzer Flamand (Behle, r.). - © Theater an der Wien/Prammer

Opernkritik

Kunstdebatte der Untoten3

  • Richard Strauss’ "Capriccio" im Theater an der Wien: Im Rahmen einer teils groben Regie brillieren Sänger und Orchester.

In einem der vielen, vielen kunstsinnigen Dialoge aus Richard Strauss’ "Capriccio" geht es um Jean-Philippe Rameau. Gräfin Madeleine, die Muse im Zentrum der Oper, hält den Barockkomponisten für genial. Allerdings: "Unmanierlich und roh war sein Wesen. Wenn ich dran denke, missfällt er mir gründlich... weiter




Eine Künstlerdebatte vor Kriegshelmen: Maria Bengtsson, Daniel Behle und Daniel Schmutzhard in der Neuproduktion von "Capriccio" im Theater an der Wien. - © Herwig Prammer

Opernpremiere

"Man wird süchtig danach"11

  • Dirigent Bertrand de Billy über die "Capriccio"-Premiere an der Wien und seine konfliktreiche Vergangenheit in der Stadt.

Wien. Wie viele Symphonien hat Beethoven geschrieben? Drei, besagt ein alter Witz: die Dritte, die Fünfte und die Neunte. Etwas Ähnliches könnte man über das Opernschaffen von Richard Strauss behaupten. Wohl war der Münchner ein emsiger Notenschreiber. Wirklich berühmt aber ist nur ein Drittel seiner 15 Titel geworden... weiter




"Will noch einmal etwas anderes tun": Intendant Roland Geyer, hier an der Seite von Regisseurin Lotte de Beer. - © apa/Robert Jäger

Nächste Saison

Hamlet auf Sinnsuche und Violetta als Selfie-Queen

  • Das Theater an der Wien bereichert auch die nächste Saison mit spannenden Novitäten und Opernraritäten; Roland Geyer verlässt das Haus 2020.

Wien. (irr) Zehn Jahre ist es her, dass das Theater an der Wien seinen Betrieb als städtisches Opernhaus aufgenommen hat - der Publikumszuspruch sei mittlerweile "überwältigend", jubelte Thomas Drozda bei der Spielplan-Präsentation am Freitag. Der Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien (VBW) lobte dabei aber nicht nur eine Auslastung von 97... weiter




Barocke Koloraturen am schicken Pool: Countertenor Jake Arditti als Nerone, umringt von schönen Bikini-Musen. - © Werner Kmetitsch

Oper

Die Heuchelei des Begehrens2

  • Das Theater an der Wien zeigt eine musikalisch kompakte und szenisch beschwingt humoristische Version von Händels Oper "Agrippina".

Auf dem Höhepunkt der turbulenten Intrigen und Gegenintrigen, der platten medialen Selbstinszenierung, der subtilen und plumpen Manipulation und der geheuchelten Treue- und Beileidbekundungen: ein Moment des Innehaltens. Der tapfere Ottone, Lebensretter des Imperators und mehrfaches Opfer sämtlicher listiger Strategien... weiter




Beeindruckend: John Osborn als präsenter Otello mit atemberaubend starker Höhe im Theater an der Wien. - © Werner Kmetitsch

Oper

Mitten unter uns1

  • Intensives Musiktheater mit problematischer Vorlage: Rossinis "Otello" im Theater an der Wien.

Auf den Spielplänen der Opernhäuser hat sich die Vertonung von Giuseppe Verdi ganz klar durchgesetzt. Das hat gute Gründe. Die "Otello"-Vertonung von Gioachino Rossini hat durchaus problematische Aspekte. Einerseits hat das Libretto seine Schwachstellen... weiter




Will Geschichten erzählen, die einen Teenager ebenso fesseln wie einen Opernkenner: Damiano Michieletto. - © Fabio Lovino

Interview

"Otello ist ein Trottel"6

  • Damiano Michieletto über seine neue Rossini-Inszenierung im Theater an der Wien, Disney-Filme und Regietheater.

Wien. Kaum ein Opernregisseur kletterte in den Vorjahren mehr Karrieresprossen hoch: Damiano Michieletto, 1975 geboren, ist zu einem der Erfolgreichsten seiner Zunft avanciert; und der Italiener hat auch in Österreich einen guten Namen, seit er 2012 mit Puccinis "Trittico" im Theater an der Wien brillierte und danach einen poetischen "Falstaff" in... weiter




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