• 20. Oktober 2017

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Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Geschlossene Bücher4

  • Schule, Unterricht, Bildung, alles in- und auswendig, auch die Mathematik - eigentlich gar nicht so kompliziert. Theoretisch.

Schulbeginn - was Wörter über das Lernen erzählen: In der Bildung steckt das Bild und das Bilden im Sinn von gestalten, formen. Daraus haben sich im 18. Jahrhundert, vorbereitet durch die mittelalterliche Mystik, die Gebildeten entwickelt und die Bildung als geistig-seelische Formung... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Alles klar. Wirklich?3

  • Was sich hinter gewohnten Bedeutungen verbirgt, bleibt meist im Dunkeln - eine kleine Erkundungstour durch vermeintlich vertraute Gefilde.

Viel Bemerkenswertes findet sich in unserem Wortschatz, auch wenn gerade keiner Witze reißt. Witze reißt? Dieses Reißen kommt, zusammen mit dem Reißbrett und dem Abriss, vom mittelhochdeutschen Verb rizen für einritzen, schreiben, zeichnen, entwerfen. Reime reißen, sagte man früher auch und Zoten reißen. Und jemand Lügen strafen... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Mehr als zehn Pferde5

  • Es wird selten bewusst: Ohne Pferde kommt man auch heute selten weit - das liegt daran, dass der Sprachgebrauch sich nur sehr langsam ändert.

Die sprachliche Vorliebe für Pferde haben wir geerbt: Das Pferd, früher oft der wertvollste Besitz, gibt Stoff für besonders viele Erfolgs- und Heldengeschichten und eine ganze Reihe von Mythen und Märchen. Daher sind wir bis heute immer gern eine Pferdelänge voraus, wir wollen das beste Pferd im Stall haben, denn wir setzen aufs richtige Pferd... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Nicht nur für die Katz2

  • Von Affenliebe und Löwenanteil bis Katzenwäsche und Kuhhaut: Auch sprachlich sind Tiere viel wichtiger für uns, als meist bewusst ist.

Raubtieren kommt in unserem Sprachgebrauch große Bewunderung zu. Tapferkeit, Mut, Stärke, Überlegenheit wird ihnen zugeschrieben. Die domestizierte Katze kommt weniger gut weg: ob Katzenmusik, Katzendreck, Katzengold, Katzenwäsche oder die sprichwörtliche Falschheit der Katze und das Katzbuckeln... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Tisch, Tafel, Sack und Waage4

  • So komplex und kompliziert Finanz, Handel und Wirtschaft sind, der Wortschatz stammt aus einer Zeit, in der alles noch ganz einfach war.

Alles fängt klein an: Banken, vom germanischen Wort banki für Sitzbank, sind nach den einfachen Tischen (Bänken) der früheren Geldwechsler benannt. Bankrott heißt dementsprechend, vom italienischen Begriff banca rotta, "zerbrochener Tisch". Abbuchen bedeutete ursprünglich wörtlich: eintragen in die Bücher... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Bewegte Stagnation2

  • Oft enthalten Wörter Wissen und Erfahrung, auch über Beharren und Veränderung, über Stillstand und Fortgang.

Hier steht alles: Wenn etwas ständig und beständig ist, kommt das vom Stand und vom Bestand und diese vom Stehen, eng verwandt mit stetig und stets, stet und stad und der Bestätigung, "der Bestetigung" (dem Beständigmachen). Auch das Resistente kommt vom Stehen (vom lateinischen Verb sistere für hinstellen), wie auch das Insistieren, "das Bestehen"... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Zu voreilig erteilt7

  • Bei den meisten ganz alltäglichen Wörtern lohnt es sich durchaus, einmal nachzuschauen, was sich unter der Oberfläche verbirgt.

Ein kleiner etymologischer Rundgang durch Recht und Ordnung zum Tag der Gerechtigkeit am 17.7.: Gerechtigkeit, ein germanisches Wort, das auf die indoeuropäische Wurzel reg- für aufrichten zurückgeht, für richten, "gerade richten", lenken, führen, herrschen, ist eng verwandt mit dem Gericht, der Aufrichtigkeit, der Rechtschreibung, dem Rechteck... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Ausgezeichnet gedrückt4

  • Ein kleiner Ausflug ins 15. Jahrhundert: Wörter und Wortbedeutungen spiegeln die Facetten einer Zeit - eine etymologische Momentaufnahme.

Wörter erzählen Geschichte und Geschichten: So bedeutete Preis ursprünglich Wert, Lob und Ruhm, obwohl das Wort, entlehnt aus dem Altfranzösischen, auf den lateinischen Begriff pretium für Kaufpreis zurückgeht, für Gegenwert, "was sich gegenüber befindet". Erst seit dem 15... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Solange man noch die Wahl hat2

  • Wir kennen viele Varianten von Ungehorsam und haben viele Ausdrücke dafür - ein zentrales Thema in unserer Kultur.

Ein kleiner etymologischer Aufstand zum Tag des Ungehorsams am 3. Juli: Das Aufmüpfige zum Beispiel, "das Aufmuffige", kommt, wie auch der Morgenmuffel, vom alten lautnachahmenden Verb muffeln für murren. Die Aufsässigkeit erinnert an das alte Verb aufsitzen für sich widersetzen... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Ständig in Morpheus Armen

  • Rausch, "das Rauschen": Viele Wörter geben Aufschluss über das Benannte - wenn es um Drogen geht, ist das allerdings nicht oft der Fall.

Eine etymologische Vorschau auf den Weltdrogentag am 26. Juni: Unter Drogen, vom französischen Wort drogue, verstand man ursprünglich, im 16. Jahrhundert, tierische und pflanzliche Rohstoffe, Gewürz- und Arzneimittel, verwandt mit dem Wort trocken, vielleicht auch beeinflusst vom lateinischen derogare für abschaffen... weiter




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