• 18. Oktober 2017

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Zwei verlorene Inseln: "Wozzeck" Florian Boesch, "Marie" Lise Lindstrom - © Werner Kmetitsch

Oper

Freie Sicht auf den Abgrund2

  • Musikalisch intensiv, szenisch karg: Alban Bergs "Wozzeck" im Theater an der Wien.

"Ja, wenn ich ein Herr wär‘, und hätt‘ einen Hut und eine Uhr und ein Augenglas und könnt‘ vornehm reden, ich wollte schon tugendhaft sein! Es muss was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann." Es ist einer der wenigen Momente, in denen in Wozzeck so etwas wie ein Funken Hoffnung aufblitzt... weiter




Oper

"Die Räuber": Stilistische Eleganz und stimmliche Irrelevanz

Giuseppe Verdis "Die Räuber" gehört nicht gerade zu den Rennern des Komponisten - gelinde gesagt. So war die zu den Frühwerken des Italieners gehörende Schiller-Adaption etwa noch nie in der Staatsoper zu sehen. Die Wiener Volksoper hat sich nun an den jungen Verdi gewagt, der noch auf der Suche nach seiner späteren Form ist... weiter




Im Spielrausch: Alexei (Zentrum) sprengt beim Roulette die Bank. In Liebesdingen hat er dann allerdings Pech. - © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Ein Ringelspiel voller Raffzähne6

  • Packendes Musiktheater mit drängenden Rhythmen: Prokofjews "Spieler" an der Wiener Staatsoper.

Nicht einmal auf die Uhr ist Verlass. Die Zeiger an der Wand stehen dauerhaft auf fünf vor zwölf. Sie tun es so lange, bis irgendwann ein Page eine Leiter hochklettert und sich an dem kaputten Gerät zu schaffen macht. Er belässt es dann allerdings bei einer oberflächlichen "Reparatur" und stellt einfach nur die Zeiger neu... weiter




Hat bei ihrem 110. Operntitel "aufgehört zu zählen": Dirigentin Simone Young. - © Bertold Fabricius

Interview

Heikle Konversationen am Roulettetisch1

  • Dirigentin Simone Young über die Premiere von Prokofjews "Der Spieler" - ab Mittwoch an der Wiener Staatsoper.

Wien. Die Staatsoper setzt mit ihrer ersten Premiere auf ein gewagtes Blatt: Ab Mittwoch steht "Der Spieler" von Sergei Prokofjew auf dem Spielplan. Der Russe hat das Werk mit 26 Jahren geschrieben und verlangt damit sowohl Künstlern als auch Publikum einiges ab... weiter




- © DG/Harald HoffmannInterview

Oper

Zuhause bei den fliegenden Arien12

  • Sopranistin Anna Prohaska zählt zu den Shooting-Stars der Klassik-Szene. In Salzburg singt sie in Aribert Reimanns "Lear".

Salzburg. Anna Prohaska, Wahl-Berlinerin mit Wiener Wurzeln, ist eine erfrischend unprätentiöse Vertreterin einer neuen Sängergeneration. Mit Talent, Natürlichkeit und Gestaltungswillen ausgestattet, lässt sie sich nicht auf Genres oder stilistische Epochen festlegen... weiter




Oper

Konzertantes Dogen-Drama5

  • Verdi-Oper "I due Foscari" mit Plácido Domingo.

Salzburg. Immer wieder gerät man ins Staunen über Plácido Domingo, wie viel Glanz und Kraft seine Stimme nach einer so langen Karriere noch besitzt. Noch mehr aber darüber, eine wie große Palette an Farben er ihr entlocken kann, um Stimmungen auszudrücken... weiter




Gewalt als letzte Lebendigkeit: Nina Stemme als solitäre Katerina, Dmitry Ulyanov als autoritärer Boris. - © Salzburger Festspiele /Thomas Aurin

Oper

Im Hinterhof der Menschlichkeit5

  • Mariss Jansons gibt mit Schostakowitsch sein umjubeltes Salzburg-Debüt. Andreas Kriegenburg inszeniert stimmig konventionell.

Im grauen Hinterhof der Trostlosigkeit regiert der Trieb. An Würde oder Perspektive ist den Menschen hier alles genommen. Was ihnen geblieben ist, sind die Mechanismen der Unterdrückung, die Gesetze der Gewalt und der animalischen Instinkte. Die Strukturen in diesem trist-lüsternen Soziotop sind so marode wie die bröckelnde schale Beton-Fassade... weiter




Tragen Mozarts "Tito": der berührende Chor von MusicAeterna und Golda Schultz als wunderbare Vitellia.

Salzburger Festspiele

Radikal gegenwärtig14

  • Tiefgründiger, heutiger und berührender kann Oper kaum sein als die "Clemenza" bei den Salzburger Festspielen.

Die Bühne füllt ein Meer aus Blumen, Grab- und Teelichtern, zwischen ihnen sind aus Teddybären und Fotorahmen kleine Altäre gebaut. Es hat einen Anschlag gegeben. Menschen mit gesenkten Köpfen stehen um das Mahnmal, spenden einander in ihrer Trauer Trost. Sie beginnen zu singen: "Kyrie eleison", bitten sie, "Herr, erbarme dich"... weiter




Luftig und vielseitig: Es Devlins Bühne beherbergt auch kommenden Sommer buntes, effektvolles Musiktheater. - © Bregenzer Festspiele/Karl Foster

Bregenzer Festspiele

Ein Popstar namens Oper10

  • Feurige Show im Regen: Die Bregenzer "Carmen" ist klanglich und vor allem optisch raffiniert opulent.

Wenn in den Kegeln der Scheinwerfer nicht abertausende Insekten tanzen, sondern Wassertropfen; wenn der Klang des Orchesters durchwoben ist vom feinen, aber steten Prasseln und Knistern der Regenperlen auf raschelnden Pelerinen jeglicher Form und Farbe... weiter




Handy erwünscht: die "Smartoper" bei den Musiktheatertagen. - © Barbara Pálffy

Festival

Wie die Zukunft wird1

  • Freie Opernszene: Die Musiktheatertage Wien laden zur dritten Ausgabe.

Wien. Die Homepage kann Verwirrung stiften: Wer sich auf www.musiktheater-wien.at über das Angebot der Opernstadt schlau machen will, erhält überraschende Ergebnisse. Keine Spur vom Platzhirschen Staatsoper. Auch Volksoper und Theater an der Wien glänzen durch Abwesenheit... weiter




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