• 18. Dezember 2017

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Allein bei Tisch: Oksana Sekerina als Tatjana. - © Oper Graz

Opernkritik

Die Reinheit und die Beziehungsangst

  • Deftig, lyrisch, erfrischend: "Eugen Onegin" in der Grazer Oper.

Tatjana, die bisher ihr Buch nicht weggelegt hat, scheint sich hinter dem überlangen, schmalen Tisch (dem einzigen Ausstattungsstück dieses kargen "Eugen Onegin") verstecken zu wollen. Und hat doch nur Augen für den jungen Mann. Onegin schaut geradlinig auf sie: Liebe auf den ersten Blick... weiter

  • Update vor 48 Min.



Machtvoller Schönklang: Dmitri Hvorostovsky. - © afp

Nachruf

Trauer um einen Parade-Onegin29

  • Der russische Bariton Dmitri Hvorostovsky starb im Alter von 55 Jahren.

Wien. (irr) Im Juni hat er noch eine österreichische Bühne besucht: Bei der Sommernachtsgala Grafenegg gab Dmitri Hvorostovsky eine späte Probe seiner Kunst, ließ in der "Cortigiani"-Arie des Rigoletto noch einmal seine Präsenz, seine Inbrunst aufblitzen. Dabei war der russische Bariton sichtlich gezeichnet von seiner Krankheit... weiter




Eleganz in der Opernloge: ein Ölbild von Eva Gonzalès (1849-1883). - © Musee d’Orsay/Bridgeman Images

Ausstellungskritik

Zwischen Schönklang und Rebellion3

  • Glänzende Ausstellung über die Geschichte der Oper in den neuen Räumen des Victoria & Albert Museums in London.

Berückenden Arien lauscht man. Berauschenden Chören. Dann wieder wird Trommelfeuer aus Maschinengewehren laut. Meerjungfrauen ziehen ungerührt durch die Wellen einer knarzenden Bühne. Salome küsst mit wahnwitzigen Tönen den abgeschlagenen Kopf von Johannes, dem Täufer. Eine Sowjetbäurin legt den Finger an den Mund, weil sie Stille will... weiter




Oper

Klassik/Oper21

Die klassische Rollenverteilung ist dabei, immer mehr aufgeweicht zu werden. Nicht nur zwischen den Geschlechtern, sondern auch im klassischen Musikbetrieb. Szenische Produktionen in den Opernhäusern, konzertante Aufführungen in den Konzertsälen, so hieß der Programmschlüssel bisher... weiter




Zwei verlorene Inseln: "Wozzeck" Florian Boesch, "Marie" Lise Lindstrom - © Werner Kmetitsch

Oper

Freie Sicht auf den Abgrund2

  • Musikalisch intensiv, szenisch karg: Alban Bergs "Wozzeck" im Theater an der Wien.

"Ja, wenn ich ein Herr wär‘, und hätt‘ einen Hut und eine Uhr und ein Augenglas und könnt‘ vornehm reden, ich wollte schon tugendhaft sein! Es muss was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann." Es ist einer der wenigen Momente, in denen in Wozzeck so etwas wie ein Funken Hoffnung aufblitzt... weiter




Im Spielrausch: Alexei (Zentrum) sprengt beim Roulette die Bank. In Liebesdingen hat er dann allerdings Pech. - © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Ein Ringelspiel voller Raffzähne6

  • Packendes Musiktheater mit drängenden Rhythmen: Prokofjews "Spieler" an der Wiener Staatsoper.

Nicht einmal auf die Uhr ist Verlass. Die Zeiger an der Wand stehen dauerhaft auf fünf vor zwölf. Sie tun es so lange, bis irgendwann ein Page eine Leiter hochklettert und sich an dem kaputten Gerät zu schaffen macht. Er belässt es dann allerdings bei einer oberflächlichen "Reparatur" und stellt einfach nur die Zeiger neu... weiter




Hat bei ihrem 110. Operntitel "aufgehört zu zählen": Dirigentin Simone Young. - © Bertold Fabricius

Interview

Heikle Konversationen am Roulettetisch1

  • Dirigentin Simone Young über die Premiere von Prokofjews "Der Spieler" - ab Mittwoch an der Wiener Staatsoper.

Wien. Die Staatsoper setzt mit ihrer ersten Premiere auf ein gewagtes Blatt: Ab Mittwoch steht "Der Spieler" von Sergei Prokofjew auf dem Spielplan. Der Russe hat das Werk mit 26 Jahren geschrieben und verlangt damit sowohl Künstlern als auch Publikum einiges ab... weiter




- © DG/Harald HoffmannInterview

Oper

Zuhause bei den fliegenden Arien12

  • Sopranistin Anna Prohaska zählt zu den Shooting-Stars der Klassik-Szene. In Salzburg singt sie in Aribert Reimanns "Lear".

Salzburg. Anna Prohaska, Wahl-Berlinerin mit Wiener Wurzeln, ist eine erfrischend unprätentiöse Vertreterin einer neuen Sängergeneration. Mit Talent, Natürlichkeit und Gestaltungswillen ausgestattet, lässt sie sich nicht auf Genres oder stilistische Epochen festlegen... weiter




Oper

Konzertantes Dogen-Drama5

  • Verdi-Oper "I due Foscari" mit Plácido Domingo.

Salzburg. Immer wieder gerät man ins Staunen über Plácido Domingo, wie viel Glanz und Kraft seine Stimme nach einer so langen Karriere noch besitzt. Noch mehr aber darüber, eine wie große Palette an Farben er ihr entlocken kann, um Stimmungen auszudrücken... weiter




Gewalt als letzte Lebendigkeit: Nina Stemme als solitäre Katerina, Dmitry Ulyanov als autoritärer Boris. - © Salzburger Festspiele /Thomas Aurin

Oper

Im Hinterhof der Menschlichkeit5

  • Mariss Jansons gibt mit Schostakowitsch sein umjubeltes Salzburg-Debüt. Andreas Kriegenburg inszeniert stimmig konventionell.

Im grauen Hinterhof der Trostlosigkeit regiert der Trieb. An Würde oder Perspektive ist den Menschen hier alles genommen. Was ihnen geblieben ist, sind die Mechanismen der Unterdrückung, die Gesetze der Gewalt und der animalischen Instinkte. Die Strukturen in diesem trist-lüsternen Soziotop sind so marode wie die bröckelnde schale Beton-Fassade... weiter




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