• 29. März 2017

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Porträts resignierter Bürger und gebrochener Charaktere: Carl Spitzwegs "Der strickende Wachposten", 1855. - © Georg Schäfer, Schweinfurt Foto

Ausstellungskritik

Auf verbotenen Pfaden3

  • Das Leopold Museum wagt den Vergleich von Carl Spitzweg und Erwin Wurm: "Köstlich! Köstlich?"

Im ersten Moment scheint die Gegenüberstellung etwas willkürlich: Carl Spitzweg (1808 - 1885) und der 1954 in Bruck an der Mur geborene Erwin Wurm. Einerseits ein Maler von komischen Spießbürgern, Sonderlingen, nostalgischen Alpenpanoramen und Stadtansichten, andererseits der Vertreter Österreichs auf der Biennale von 2017 in Venedig... weiter




Im "Vianina"-Poster" (2007) übersetzt Nina Simone Wilsmann den Stadtplan in die Sprache der Kunst. - © Wien Museum/Wilsmann

Ausstellungskritik

Messen, spielen, orientieren

  • Wien Museum präsentiert Ausstellung über die Stadt auf einen Blick. Wien von oben.

Auf spätmittelalterlichen Gemälden, auch zum Überthema Apokalypse, taucht die Stadt Wien erstmals auf. Der erste Plan aus dem 15. Jahrhundert zeigt nur die wichtigsten Bauten innerhalb der Stadtmauern, er bezieht Pressburg am Rande mit ein und hängt wohl mit einer Hochzeit der frühen Habsburger zusammen... weiter




Lange Zeit lebten in Wien Katholiken und Protestanten friedlich nebeneinander - erst im Zug der Gegenreformation kam es zu Tumulten, etwa, wie auf dem Bild zu sehen, während einer Fronleichnamsprozession. - © Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung und Fotoarchiv

Ausstellungskritik

Als Wien lutherisch war5

  • Eine Ausstellung im Wien Museum beleuchtet das protestantische Wien und die Gegenreformation.

Auf dem Platz thront die Karlskirche, allesbeherrschend. Im modernen Gebäude links daneben, im gedanklichen Schatten des katholischen Prunkbaus, verhandelt das Wien Museum den Protestantismus in der österreichischen Hauptstadt. Dem Kirchenbau sieht man schon von außen den Weihrauch und die wuchernde barocke Frömmigkeit an... weiter




Michael Snow inszeniert in "That / Cela / Dat" den Kampf um die Texterfassung. - © Stephan Wyckoff

Ausstellungskritik

Sprachlose Kunsthostie

  • Die Kunsthalle präsentiert die Schau zur Kunstsprache: "Mehr als nur Worte. Über das Poetische".

Poesie ist angesagt in der aktuellen Kunst. In der Schau "Mehr als nur Worte (Über das Poetische)" verhandeln die Kuratoren Luca Lo Pinto und Vanessa Joan Müller im Erdgeschoß der Kunsthalle Beispiele aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als subjektive Auswahl zu dem... weiter




Gabriele Rothemann inszeniert Vögel im Käfig als Stellvertreter für die Bühne des Menschlichen,

Ausstellungskritik

Die Poesie der Singschule1

  • Musa zeigt die "Rauminstallation Quire" mit vierundzwanzig Vogelkäfigen von Gabriele Rothemann.

Quire ist das altenglische Wort für Chor. Der Vogelchor, den Gabriele Rothemann, Konzeptkünstlerin und Professorin für Fotografie an der Universität für angewandte Kunst, im Musa zum Zwitschern bringt, verwandelt den sachlichen Raum in ein Paradies, das aber nicht nur durch die Gitterstäbe und teilbare wie symbolische Zahl 24 eine nahezu barocke... weiter




Die maßlose Schönheit, die zum Tod führt, inszeniert Lawrence Alma-Tadema in "The Roses of Heliogabalus". 1888. - © Arturo Piera

Ausstellungskritik

Rosenregen auf Pantherfelle1

  • Das Belvedere präsentiert Dekadenz und Antike in Werken von Sir Lawrence Alma-Tadema.

Lawrence Alma-Tadema (1836- 1912) stammte aus den Niederlanden, studierte in Belgien und ging dann ins viktorianische England, wo er zum Künstlerstar aufstieg. Seine dortige Stellung ähnelt jener von Hans Makart in Wien. Wie dieser wurde der 1899 von Königin Viktoria zum Ritter geschlagene teuerste Maler seiner Zeit nach seinem Tod für Jahrzehnte... weiter




Kristján Jóhannesson und Gan-ya Ben-gut Akselrod. - © Armin Bardel

Ausstellungskritik

Von der tödlichen Wirkung der Zögerlichkeit3

  • Neue Oper Wien zeigt "Le Malentendu" im Semperdepot als experimentelle Anordnung zwischen Video und Elektronik.

Ein Mann erscheint an der Rezeption eines Hotels, wo er einige Tage bleiben will. Was die Betreiberinnen, Mutter und Tochter, nicht wissen: Der Fremde ist ihr Sohn und Bruder, der nach vielen Jahren in die Heimat zurückgekehrt ist. Was der Mann, Jan, nicht weiß: Seine Angehörigen haben sich während seiner Abwesenheit auf die Ermordung reicher... weiter




Im "sitzenden Paar" zeigt Egon Schiele die Einsamkeit in einer Beziehung - ist Liebe überhaupt noch möglich? - © Albertina

Ausstellungskritik

Der Mensch an sich7

  • Die Provokation liegt in der Verweigerung der Provokation: Neudeutung des Werks von Egon Schiele in der Albertina.

Das Bild zeigt auf den ersten Blick ein sitzendes Paar. Die Frau umarmt den Mann von hinten. Sie will seinen Körper an ihrem Körper spüren. Ihr Gesicht widerspiegelt Hingabe, auch Liebe. Der zweite Blick aber muss dem Mann gelten. Wie eine Gliederpuppe hängt er in den Armen der Frau. Sein Gesicht ist so hölzern wie seine Haltung... weiter




Die Sammlung Klewan stellt Geschmacksfragen neu: Giorgio de Chiricos "Piazza d’Italia con cavallo". - © Sammlung Klewan/VG Bild-Kunst, Bonn

Ausstellungskritik

Schätze und Schatzerln

  • Das Belvedere präsentiert in der Orangerie die Sammlung Klewan unter dem Titel "Porträt(s) der Moderne".

Erstmals ist die Orangerie zu einigen Kunstmarktkojen verwandelt. Das hat seinen Grund, denn in ihnen hängen, dicht an dicht, 188 Werke aus der viel größeren Sammlung Klewan, die tatsächlich ein Porträt österreichischer Kunstgeschichte repräsentiert, wie der Titel suggeriert... weiter




Die hohe Kunst des Buntglases: Die Vase hat Adolf Beckert entworfen, sie wurde von Susanne Loetz 1911 umgesetzt. - © MAK/Katrin Wißkirchen

Ausstellungskritik

Fische mit der Gärtnerin

  • MAK zeigt Glas vom Empire bis zu Entwürfen der Architekten in Wien von 1900 - 1937.

"Das Glas der Architekten. Wien 1900 - 1937" war schon in Kooperation mit Le Stanze del Vetro 2016 in Venedig zu sehen, nun ist die Ausstellung im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK). Keine Geringeren als Adolf Loos, Josef Hoffmann, Otto Prutscher... weiter




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