• 12. Dezember 2017

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Am Plaza Catalunya in Barcelona haben sich Unabhängigkeits-Anhänger versammelt. - © APA, Reuters, Jon Nazca

Referendum

Katalonien will bald Unabhängigkeit ausrufen11

  • Puigdemont will heute noch Erklärung abgeben. König Felipe VI. sieht die Stabilität Spaniens gefährdet

Barcelona/Madrid. Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien spitzt sich der Konflikt zwischen Barcelona und Madrid immer weiter zu: Kataloniens Regionalpräsident Carles Puigdemont kündigte an, womöglich noch diese Woche die Unabhängigkeit von Spanien zu erklären.Er kündigte an, noch am Mittwoch eine Erklärung abzugeben... weiter




Balazs Csekö studierte Politikwissenschaft an der Universität Wien. Der gebürtige Ungar lebt und arbeitet als freier Journalist in Wien. Er war während des Referendums selbst in Katalonien.

Gastkommentar

Viel mehr als bloß eine "interne Angelegenheit" Spaniens9

  • Spätestens seit dem Unabhängigkeitsreferendum sollte sich die EU mit der Katalonien-Frage ernsthaft beschäftigen.

"Gewalt kann nie ein Instrument der Politik sein." So fasste ein Sprecher der EU-Kommission die Kritik am gewaltsamen Vorgehen der spanischen Polizei gegen das katalanische Unabhängigkeitsreferendum kurz zusammen. Viel mehr rügende Worte gab es aus Brüssel Richtung Madrid nicht... weiter




Ein Regionalpolizist bewacht die Nationalgarde. Im Vordergrund rechts: eines der Mitglieder der Mosso d’Esquadra, die abgestellt wurde, die delogierte Gruppe der Nationalgarde (im Hintergrund) und die Demonstranten voneinander fernzuhalten. - © reuters/Albert Gea

Katalonien

Empörung über Polizeigewalt4

  • In Katalonien sollen die nationalen Truppen aus den Hotels geworfen werden. Streiktag ausgerufen.

Barcelona. (wak) Die touristische Costa Brava wurde am Dienstag Schauplatzes eines Showdowns, wie es in keinem Western besser inszeniert werden könnte. Denn in dem katalanischen Ort Pineda de Mar, nördlich von Barcelona, hat die Madrider Zentralregierung rund 400 Polizisten der Nationalgarde untergebracht... weiter




Piqué wurde am Montagabend beim ersten öffentlichen Training nahe Madridausgepfiffen. Rund 1000 Zuschauer hatten sich eingefunden, ein paar hielten Plakate hoch, welche Piqué aufforderten, die Nationalauswahl zu verlassen. - © APAweb/AP, Manu Fernandez

Fußball

Zerreißprobe für ein Trikot

  • Der Katalane Gerard Piqué hat sich nach dem Referendum und vor dem kommenden WM-Qualifikationsspiel den Unmut der spanischen Fans zugezogen.

Madrid. Spaniens Fußball-Nationalmannschaft ist unmittelbar vor der Qualifikation für die WM-Endrunde in Russland 2018 in Turbulenzen geraten. Vor dem Heimspiel gegen Albanien am Freitag scheiden sich bei den Fans die Geister an der Person von Gerard Piqué. Der Barcelona-Verteidiger ist ein glühender Befürworter des Katalonien-Referendums... weiter




Barcelona demonstriert gegen Polizeigewalt: Der Wahlsonntag forderte mehr als 800 Verletzte in Katalonien. - © afp/Marcou

Katalonien

Chronik eines angekündigten Fiaskos5

  • Der Abstimmungstag brachte mehr als 800 Verletzte und Erinnerungen an die dunkle Epoche der Guardia Civil.

Barcelona/Madrid. Schon allein die Wortwahl ist aufgeladen: Ist Katalonien eine Region oder eine Nation? Sind Unabhängigkeitsbefürworter am Werk oder Separatisten? Und schließlich: War das am Sonntag ein Referendum oder hat es, in den Worten von Spaniens Premierminister Mariano Rajoy, ein Referendum niemals gegeben... weiter




Laut Kataloniens Regierung seien insgesamt 2,26 Millionen Stimmzettel gezählt worden, die Zahl der Ja-Stimmen habe bei 2,02 Millionen gelegen. - © APAweb / Reuters, Albert GeaVideo

Katalonien

90 Prozent für Unabhängigkeit18

  • Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy erklärte die Abstimmung jedoch für ungültig.

Barcelona. Die katalanische Regierung beansprucht nach dem von massiver Polizeigewalt überschatteten Unabhängigkeitsreferendum einen eigenen Staat für die spanische Region. "An diesem Tag der Hoffnung und des Leidens haben Kataloniens Bürger das Recht auf einen unabhängigen Staat in Form einer Republik erworben"... weiter




"Die Parole ist: Bleiben wir friedlich." Bei den Demonstrationen in Katalonien gab es trotz der Menschenmassen bisher keine gewalttätigen Zwischenfälle. Man will Madrid keinen Vorwand liefern. - © apa/Josep LagoInterview

Katalonien

"Es hätte nicht so weit kommen sollen"26

  • Historiker Carles Batlle i Enrich erklärt wieso die Situation zwischen Madrid und Barcelona derart eskaliert ist.

Barcelona/Wien. Obwohl oft die Franco-Zeit als Wurzel der katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen wahrgenommen wird, ist der katalanische Wunsch nach Eigenständigkeit und Abgrenzung viel älter. Um die katalanische Identität aus der Geschichte heraus zu verstehen... weiter




Unbeirrt für die Unabhängigkeit: Carles Puigdemont ist die Galionsfigur der Separatisten. - © afp/Lago

Katalonien

Von Faschisten und anderen Künstlern8

  • Wer nicht für sie ist, ist gegen sie: In Katalonien heizt sich die Stimmung vor dem geplanten Referendum weiter auf.

Barcelona. (wak) "Faschist!" - ausgerechnet der katalanische Singer-Songwriter Joan Manuel Serrat, einer der wichtigsten Vertreter katalanischer Musiker, wurde nun von Befürwortern des Unabhängigkeitsreferendums im Internet als Faschist beschimpft. Dabei weigerte sich Serrat während der Franco-Diktatur 1967 bei seiner geplanten... weiter




Paul Schmidt ist Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Gastkommentar

Und täglich grüßt das Murmeltier10

  • Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien: Zur Konfliktlösung sollten alle Beteiligten endlich auf Dialog statt auf Eskalation setzen.

Am Sonntag ist es wieder so weit. Kataloniens Regionalregierung will die nächste - aus ihrer Sicht legitime, aber vom spanischen Verfassungsgerichtshof wiederholt für illegal erklärte - Abstimmung über die Unabhängigkeit abhalten. Die Regierungskoalition in Barcelona ist dabei entschlossener denn je, die Eskalationsspirale dreht sich... weiter




Nordirakische Kurdinnen feiern das erwartete Ergebnis des Referendums . - © afp/Ahmad al-Rubaye

Kurden

Scheidung in Bagdad eingereicht10

  • Irakische Kurden stimmten über ihre Unabhängigkeit ab - Türkei droht mit Militärintervention.

Erbil/Sulaimaniya. Die irakischen Kurden haben am Montag ungeachtet internationaler Proteste und gegen den Willen der Zentralregierung in Bagdad über die Unabhängigkeit ihrer Region abgestimmt. Es wird erwartet, dass eine klare Mehrheit der Stimmberechtigten mit "Ja" votieren dürfte... weiter




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