• 22. Oktober 2017

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Literatur

Gedankentiefe, Innovation und Tradition6

  • Iris Radisch versucht zu (er)klären, warum die Franzosen so gute Bücher schreiben.

Für die deutschsprachige Literatur war die zweite Hälfte der 1950er Jahre so etwas wie eine Wunderzeit. Mit der "Blechtrommel" von Günter Grass, den "Mutmassungen über Jakob" von Uwe Johnson, Heinrich Bölls "Billard um halbzehn", Alfred Anderschs "Sansibar" und "Homo faber" von Max Frisch war die Nachkriegsliteratur endgültig in der Moderne... weiter




Literatur

Höhen und Tiefen

  • Ein Best-of des wunderbaren Zeichners Sempé.

Der französische Zeichner und Karikaturist Jean-Jacques Sempé, 1932 in Bordeaux geboren, lebt in Paris. Wenige kennen seinen Vornamen, viele seine wunderbaren Bilderwelten: diese winzigen Menschen, die nicht selten eine Baskenmütze tragen und entweder verloren in weiter Flur, verträumt in hohen Räumen oder als Masse (im Café, am Strand, im Stau... weiter




Literatur

Fingernägel als Trophäen

  • Julie Estèves Debütroman "Lola" entwirft das provokante Psychogramm einer Frau.

"Ein blauer Himmel ist für sie vollkommen nutzlos." Wenn es dunkel wird, erwacht Lola zum Leben. Dann zieht sie in Netzstrümpfen, Minirock und High Heels los und sucht im Pariser Großstadtdschungel nach Sex. Ihr ist jeder Mann recht, Hauptsache, er sorgt dafür, dass sie ihre Trauer und Einsamkeit für kurze Zeit vergisst... weiter




Der Romancier Jean Echenoz. - © Ullstein Bild-EFE/Alejandro García

Literatur

Die entführte Verführerin1

  • Nonsens-Surrealismus: "Unsere Frau in Pjöngjang" ist ein ziemlich verkünstelter Agententhriller von Jean Echenoz.

Noch sind wir nicht so weit. Noch wird nicht alle Tage eine Frau bei aufrechtem Bewusstsein in einen Sarg gelegt und der Deckel draufgesetzt. Aber wir befinden uns in Jean Echenoz’ Thrillerroman "Unsere Frau in Pjöngjang", und da bleibt noch lange vieles ungewohnt... weiter




Literatur

Vertreibung aus dem Paradies2

  • Der berührende autobiografische Debütroman "Kleines Land" von Gaël Faye.

Wie sollte Gabriels Vater seinem Sohn erklären, warum sich Tutsi und Hutu bekriegten? Wo er dem Jungen keinen vernünftigen Unterschied zwischen den Ethnien in Burundi nennen kann. Bisher war es im Schmelztiegel Bujumbura, der Hauptstadt, zweitrangig gewesen, woher man kam... weiter




Annie Ernaux brilliert mit dem Erinnerungsprojekt "Das Leben schreiben". - © Effigie/Leemage/afp

Literatur

Verlorene Tiefe der Zeit5

  • Die französische Schriftstellerin Annie Ernaux legt ein unglaublich kluges, melancholisches Buch über das Vergehen der Jahre und das Älterwerden vor.

"Rückkehr nach Reims", die im vorigen Jahr erschienene autobiografische Recherche des französischen Soziologen Didier Eribon, gilt als eine Art Buch der Stunde. Eribon beschreibt darin in durchaus komplexer Sprache, wie es kam, dass vor allem die Menschen in den wirtschaftlich gebeutelten Regionen Nordfrankreichs nicht mehr links... weiter




Steckt den Finger tief in vergessene Ängste und Sehnsüchte: Kazuo Ishiguro. - © Graeme Robertson/Eyevine/picturedesk.com

Literaturnobelpreis

Samurai der Erinnerung10

  • Kazuo Ishiguro, ein Bestsellerautor und Reiter durch die Genres, erhält den Literaturnobelpreis 2017.

"Ich bin mit seinem Werk nicht sehr vertraut und wie viele andere überhaupt erst durch die Verleihung des Literaturnobelpreises auf ihn aufmerksam geworden." Dieser Satz mag für alle, denen es oft bei der Verkündung der renommierten Auszeichnung ähnlich geht, eine Beruhigung sein... weiter




Ruhmeshalle der Franzosen und Grabstätte nationaler Größen: Das Panthéon im Pariser Quartier latin, hier im Flaggenschmuck eines Staatsfeiertags.  - © Robert Bressani

Literatur

Tradition des Austauschs2

  • Frankreich ist Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse. Wie präsent ist die französische Literatur auf dem deutschsprachigen Buchmarkt? Ein Überblick.

Im Oktober 1989 war Deutschland ein geteiltes Land. Helmut Kohl und François Mitterrand standen an der Spitze ihrer politisch und wirtschaftlich etwa gleich starken Staaten, vielen Westdeutschen waren Franzosen näher als Ostdeutsche, und Bücher gab es nur auf Papier... weiter




Die gefährliche Pointe de Penmarc’h: Hauchte Tristan hier sein Leben aus? - © Robert Bressani

Literatur

Kelten, Klippen und Kraken2

  • Die wilde Schönheit und das mächtige Kulturerbe der Bretagne schlagen sich in einer vielseitigen literarischen Topografie nieder.

Die Bretagne ragt als immense Landspitze in den Ozean, doch sie hat zwei Gesichter: während ungestüme Elementarkräfte das Leben und die Natur an ihren Rändern bestimmen, wird ihr Inneres durch verträumte Wälder und Heidelandschaften geprägt. Freilich: stärker als der Zauber des "Waldlandes" (breton... weiter




"In Deutschland wird Kunst oft als verlängerter Arm der Volkshochschule gesehen", kritisiert Sven Regener und findet das österreichische Verhältnis zur Kunst sympathischer. - © Ullstein Bild/ Unger

Literatur

Vier Freaks im Café Einfall4

  • Sven Regener, Autor und Sänger der Band Element of Crime, spricht mit der "Wiener Zeitung" über seinen neuen Roman, "Wiener Straße", und seine offenkundige Liebe zu Österreich.

Die Wiener Straße ist eine Verkehrsader in Berlin-Kreuzberg zwischen dem Görlitzer Bahnhof und dem Landwehrkanal. In den 80er Jahren war sie, bis zum Fall der Mauer und danach einsetzender Gentrifizierung, eine ziemlich wilde, von der (links-alternativen) Subkultur dominierte Gegend... weiter




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