• 29. März 2017

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Schlagwortsuche

Platonow-Denkmal in Woronesch/Russland. - © Fraxinus Croat/Wikimedia

Literatur

Endlosschleife von Unterdrückung1

  • In seinem dereinst verbotenen Roman "Die Baugrube" demontiert der russische Autor Andrej Platonow den sinnentleerten Jargon des Sowjet-Kommunismus.

Das Buch ist ein Zeitdokument. Über den Roman "Baugrube" von Andrej Platonows (1899-1951) schrieb Joseph Brodsky einst: "Die Unterdrückung der ,Baugrube‘ hat die russische Prosa um fünfzig Jahre zurückgeworfen." Suhrkamp hat dieses Zitat pflichtbewusst auf die hintere Umschlagseite der soeben erschienen Neuübersetzung von Gabriele Leupold... weiter




Literatur

Helm, Mine und Knochensäge erzählen

  • Harry Parkers autobiografisch grundierter Roman "Anatomie eines Soldaten".

Der britische Soldat BA5799 mit dem bürgerlichen Namen Tom Barnes verliert bei einem Kriegseinsatz in einem islamischen Staat beide Beine und muss mühsam und schmerzhaft lernen, mit der Verstümmelung zu leben. Das ist, kontrastiert von einer Nebenhandlung um zwei Buben aus der Kriegsregion, die ein noch schlimmeres, weil finales Schicksal ereilt... weiter




Literatur

Last der Wahrheit

  • Ein berührender Roman von Jean-Luc Seigle.

Jean-Luc Seigle, 1959 in Clermont-Ferrand geboren, lässt in seinem berührenden Roman "Ich schreibe Ihnen im Dunkeln" Pauline ihre Geschichte aufschreiben. Sie schreibt sie auf für Jean, ihre neue Liebe, die sie in Marokko gefunden hat. In das fremde Land, in die fremde Sprache hat sie sich geflüchtet, um ihrer Vergangenheit zu entkommen... weiter




Agiert mit feinem Erzählbesteck: Katie Kitamura. - © Martha Reta

Literatur

Labyrinthische Verunklarung2

  • Die US-amerikanische Schriftstellerin Katie Kitamura dekonstruiert in ihrem Roman "Trennung" alle Vorstellungen, die man sich von Liebe, Ehe und Witwentrauer macht.

"Bis dass der Tod euch scheidet": Dieser Kernsatz aus der christlichen Trauungsformel wird vor dem Traualtar noch immer gern mit einem entschiedenen "Ja" beantwortet, aber in der rauen Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts werden viele Ehen - in Österreich sind es über 40 Prozent - nicht vom Tod, sondern vom Richter geschieden... weiter




Literatur

Berührendes Bettgeflüster1

  • Kent Haruf beschreibt in seinem letzten Roman, "Unsere Seelen bei Nacht", eine späte Liebe.

Wie kommt man durch die Nacht, wenn man alt, allein und einsam ist? Wenn die Dunkelheit zur Feindin geworden ist, die ständig unliebsame Erinnerungen heraufbeschwört? Die siebzigjährige Witwe Addie, wohnhaft in einer Kleinstadt in Colorado, hat eine Idee. Sie holt sich einen Mann ins Bett. Zum Händchenhalten, zum Kuscheln, aber vor allem zum Reden... weiter




Literatur

Aufklärende Intervention

  • Der Roman "Selbst" des deutschen Autors und Musikers Thomas Meinecke.

Es gibt nur wenige Autoren in der deutschen Gegenwartsliteratur, die einen derart individuellen Stil besitzen, dass man sie selbst dann erkennen würde, wenn man ein Buch von ihnen blind aufschlägt. Thomas Meinecke ist einer dieser außergewöhnlichen Autoren... weiter




Autor und Regisseur Kurt Palm, geboren 1955 in Vöcklabruck. - © www.corn.at/Deuticke

Literatur

Rebellische Träumereien2

  • Kurt Palms Entwicklungsroman "Strandbadrevolution" kredenzt politische und sexuelle Erweckungserlebnisse zum Sound der Siebzigerjahre.

Kurt Palms Roman "Strandbadrevolution" spielt im Sommer 1972, in dem die Amerikaner Nordvietnam bombardieren. Im Strandbad warten nicht nur die ersten amourösen Abenteuer auf Ernst und seine Freunde - das Strandbad ist auch der ideale Ort, um mit rebellischer Attitüde den Aufstand gegen Establishment und Spießbürgerlichkeit zu proben und den... weiter




Literatur

Liebestanz

 Als sie sich kennenlernten, hatte sie Georges eingeladen, ihren Wahnsinn mit ihr zu teilen. Später nannte Georges seine Frau niemals länger als zwei Tage bei demselben Vornamen. Ihr Sohn begriff nie, warum, so wie er vieles an seinen Eltern nicht verstand, die voller verrückter Ideen steckten... weiter




Lukas Bärfuss verlässt in seinem Buch mutig die ausgetretenen Pfade der Literatur. - © Frederic Meyer/Wallstein Verlag

Literatur

In den Fängen der Schwellenzeit3

  • Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss legt mit seinem neuen Roman, "Hagard", eine höchst irritierende Parabel auf das 21. Jahrhundert vor.

Literatur ist eine Möglichkeitswelt, ein Experimentierfeld, auf dem fiktionale Handlungen und Lebensentwürfe durchgespielt werden. Zu den poetischen Freiheiten gehört dabei die Lizenz zur Grenzüberschreitung, zu Verhaltensweisen, die nicht der "Norm" der Realität entsprechen und entsprechend verstörend auf den Leser wirken... weiter




Ironischer Parteikomponist: Dmitri Schostakowitsch (1906-1975). - © Heritage Images/ Fine Art Images

Literatur

Viele Fakten suchen einen Roman2

  • Der britische Schriftsteller Julian Barnes scheitert an der künstlerischen Gestaltung des Lebens von Dmitri Schostakowitsch.

An einer Stelle beschreibt Julian Barnes Tichon Chrennikow: Er sei mittelmäßig begabt, aber ein "Komponist mit der Seele eines Parteisoldaten". Worauf Chrennikow weitere gnadenlose Verurteilungen seines Charakters und seiner Kunst erfährt. Das kann ein Autor machen, doch der Leser will wissen, ob hier Julian Barnes spricht oder seine Hauptfigur... weiter




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