• 17. Oktober 2017

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Heuerte als 17-Jähriger bei Englands Handelsmarine an: Joseph Conrad. - © Mondadori Portfolio/Getty Images

Literatur

Feuertaufe auf hoher See1

  • Joseph Conrad beschert mit seinem stark autobiographisch geprägten Roman "Die Schattenlinie" ein großes Leseabenteuer.

Das Glück, in ein Leseabenteuer im spannungsreichsten Wortsinn verstrickt zu werden, beschert Joseph Conrad dem Literaturliebhaber mit nahezu jedem seiner Bücher. In dem Spätwerk "Die Schattenlinie", dem stark autobiographisch geprägten Roman einer Initiation, tritt ein junger Seeoffizier seine erste Fahrt als Kapitän eines Handelsschiffes an... weiter




Präzise Verhaltensstudien: Karin Peschka. - © APA /Helmut Fohringer

Literatur

Arrangement mit dem Untergang2

  • Die österreichische Schriftstellerin Karin Peschka beschreibt in ihrem neuen Erzählband den Prozess allumfassender Verwesung in einem post-apokalyptischen Wien.

Zerschunden. Ausgeblutet. Postelektrisch. Ein nicht näher genanntes apokalyptisches Ereignis hat Wien zerstört, die wenigen Überlebenden bringen sich um oder arrangieren sich. Intellektuelle entdecken ihr handwerkliches Geschick, ein Obdachloser macht weiter wie bisher, eine junge Frau krümmt sich in Regelschmerzen... weiter




Literatur

Vom Seepech verfolgt1

  • Petri Tamminen ist ein Meister der kurzen Prosa und des lakonischen Humors.

An vielem hat die Zeit etwas geändert, seit Container- statt Segelschiffen über die Ozeane fahren. An der Angst, vom Meer verschlungen zu werden, aber nichts. Man muss sich immer noch Mut machen, bevor man seine Füße auf schwankende Planken setzt. "Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön"... weiter




Poetische Formulierungsgabe: Florjan Lipus. - © Marko Lipus

Literatur

Totenstille in ländlicher Idylle2

  • Der slowenischsprachige Kärntner Autor Florjan Lipus legt mit "Seelenruhig" eine poetische Lebensgeschichte vor, in der beredtes Schweigen eine Hauptrolle spielt.

Für den jungen Florjan gab es im slowenischen Dorf auf Unterkärntner Boden einige traumatische Erlebnisse. Als ihn der Vater zur Firmung anmeldete, gab er zum Entsetzen des Sohns dem Pfarrer gegenüber an, dass sein Nachkomme oft ungehorsam sei. Gerne hätte der gereifte Autor den Vater deshalb eines Tages zur Rede gestellt, aber dazu kam es nie... weiter




Literatur

Inspektion der männlichen Spezies

  • Peter Schneiders - hoffentlich - satirischer Roman "Club der Unentwegten".

Das Programm seines neuen Romans, "Club der Unentwegten", versenkt Peter Schneider schon im ersten Satz: "Es war vorbei." Diese Angst treibt die ältlichen Herren im Buch zu womöglich letztmaligen Höchstleitungen. Dazu benötigen sie im Wesentlichen junge Frauen, die ihnen zu Diensten sind... weiter




Literatur

Nischen der Freiheit

  • Nicolas Dickners fesselnder Familien- und Gesellschaftsroman "Die sechs Freiheitsgrade":

Lisas Vater hat es wieder getan: Ein verfallenes Haus gekauft, in der Hoffnung, dass es ihm nach eigenhändiger Instandsetzung das große Geld bringt. Auch seine erfindungsreiche, handwerklich geschickte Tochter und ihr bester Freund Éric suchen stets nach neuen Verdienstmöglichkeiten... weiter




Literatur

Unerträgliche Ereignisse

  • Der deutsche Schriftsteller Friedrich Ani lässt seinen einfühlsamen Ermittler Jakob Franck einen besonders schwerwiegenden Fall lösen.

Das Verbrechen schläft nicht, wir wissen es längst, und so haben auch die Krimiautoren weiterhin gut zu tun, die inzwischen so viele Ermittler in Zeitarbeit halten, dass man schon mal den Überblick verlieren kann. Kaum ein Landstrich, in dem keine Fahnder unterwegs sind und sich um Aufklärung bemühen... weiter




Literatur

Verloren im Kochtopf

  • Mit dem Roman "Die Chefin" tischt Marie NDiaye die Geschichte einer Köchin auf.

Mit 19 fing er als Jungkoch bei der Chefin an, seitdem betete er die doppelt so alte Inhaberin des Sterne-Restaurants "La Bonne Heure" in Bordeaux an. Seine Liebe wurde nie erhört, und als Leser von Marie NDiayes neuem Roman "Die Chefin" weiß man nicht, ob man den namenlosen Erzähler deswegen bedauern soll... weiter




Mästet die Wirklichkeit mit Fiktion, bis sich Buch und Welt nicht mehr trennen lassen: Salman Rushdie. - © Ullsteinbild - CARO/Markus Waechter

Literatur

Im Zeitalter der Identität3

  • Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie sieht die Gegenwart im Zeichen des Hybriden - und rechnet vollmundig-ironisch mit ihr ab.

Irgendwer hat einmal behauptet, Salman Rushdie sei der berühmteste Schriftsteller der Welt. Gut möglich, kennen ihn seit der gegen ihn gerichteten Fatwa doch auch Nichtleser in aller Welt. Wie dem auch sei, ein Roman aus dem Hause Rushdie ist in jedem Fall ein Ereignis. Sein neuer, "Golden House", erscheint jetzt zeitgleich auf Englisch und Deutsch... weiter




Literatur

Fatale Realitätsverweigerung3

  • Julien Gracqs beklemmendes Romanfragment "Das Abendreich".

Warner vor der Katastrophe finden kein Gehör, erste Akte brutaler Aggression werden zerredet, eine "Trägheit der Seele" befällt die Menschen - denn noch lebt man ja gut im Lande: "Die sehr wirkliche Ruhe, die im Königreich herrschte, wurde so zu einem Beweis für die Nichtigkeit der Gefahr... weiter




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