• 23. November 2017

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Ritter Witiko gilt als Stammvater der böhmischen Witigonen in Krumau. - © Ceský Krumlov

Literatur

Experiment in Entschleunigung11

  • Adalbert Stifter hat vor 150 Jahren den Roman "Witiko" verfasst: ein antirevolutionäres Sittenbild.

"Ihr Fließen ist sehr langsam." So beschreibt Adalbert Stifter gleich in einem der ersten Absätze seines Romans "Witiko" die Moldau auf ihrem Weg durch den Böhmerwald. Diese Worte könnten aber auch als Motto für das gesamte Buch stehen. Stromschnellen sucht man hier vergebens, viel eher wälzt sich die Handlung des Romans dahin wie ein breiter... weiter




"Schauspieler des Jahres": Joachim Meyerhoff in "Die Welt im Rücken" im Wiener Akademietheater. - © Christa Fuchs/picturedesk.com

Literatur

Die Wallung der Behauptung

  • Der neuer Roman des vielfach ausgezeichneten deutschen Schauspielers Joachim Meyerhoff erzählt von ersten Engagements und ersten großen Lieben.

Der Regisseur Jan Bosse soll einmal gesagt haben, dass Joachim Meyerhoffs Theaterkunst letztendlich ein Dialog mit den Toten sei. Das könnte man auch seinen Büchern attestieren, die mit vielen Abschieden kämpfen und bei aller Komik immer auch davon sprechen, dass sich seelische Wunden nicht schließen... weiter




Lärmszene der Jungtschechen im österreichischen Reichsrat am 8. Juni 1900. - © Österreichische Nationalbibliothek

Literatur

Ein Amerikaner besucht Wien11

  • Mark Twains Berichte aus dem Reichsrat, dem Parlament der cisleithanischen Hälfte der k.k. Doppelmonarchie, liegen in einer lesens-und hörenswerten Neuedition vor.

"Es gibt einen Sinn für moralisches und einen Sinn für unmoralisches Verhalten. Ersterer lehrt uns, wie die Moral zu umgehen ist und zweiterer lehrt uns, die Unmoral zu genießen." - Diesen Aphorismus widmete Mark Twain einem österreichischen Bekannten, nachdem er sich in die Reichshaupt- und Residenzstadt der Habsburger, ins Wien des Fin de siècle... weiter




Poetische Formulierungsgabe: Florjan Lipus. - © Marko Lipus

Literatur

Totenstille in ländlicher Idylle2

  • Der slowenischsprachige Kärntner Autor Florjan Lipus legt mit "Seelenruhig" eine poetische Lebensgeschichte vor, in der beredtes Schweigen eine Hauptrolle spielt.

Für den jungen Florjan gab es im slowenischen Dorf auf Unterkärntner Boden einige traumatische Erlebnisse. Als ihn der Vater zur Firmung anmeldete, gab er zum Entsetzen des Sohns dem Pfarrer gegenüber an, dass sein Nachkomme oft ungehorsam sei. Gerne hätte der gereifte Autor den Vater deshalb eines Tages zur Rede gestellt, aber dazu kam es nie... weiter




Literatur

Fatale Realitätsverweigerung3

  • Julien Gracqs beklemmendes Romanfragment "Das Abendreich".

Warner vor der Katastrophe finden kein Gehör, erste Akte brutaler Aggression werden zerredet, eine "Trägheit der Seele" befällt die Menschen - denn noch lebt man ja gut im Lande: "Die sehr wirkliche Ruhe, die im Königreich herrschte, wurde so zu einem Beweis für die Nichtigkeit der Gefahr... weiter




Literatur

Kosmopolitismus und Kleinstaaterei3

  • Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse präsentiert einen virtuosen Roman über das Kräftefeld, das in Europas Hauptstadt wirkt.

Ein mysteriöser Mord mit verschwundener Leiche im Hotel Atlas in Brüssel. Und ein herrenlos durch Brüssel laufendes Schwein. Verschwörungstheorien über ein geheimes Netzwerk katholischer Killer, Beschreibungen des Treibens der EU-Bürokratie, die sich aus Zynikern, Idealisten und Schreibtischhengsten aller Mitgliedsstaaten zusammensetzt... weiter




Literatur

Experiment und Harmonie1

  • "not / a concrete pot": Der Briefwechsel zwischen Ernst Jandl und Ian Hamilton Finlay.

Der eine Dichter hinterließ ein gewaltiges Werk, das sich auf 3700 Buchseiten beläuft. Der andere, ebenfalls Poet, hinterließ ein gewaltiges Werk - das ein Garten ist. Der eine war Ernst Jandl (1925-2000), der andere der Schotte Ian Hamilton Finlay, der, gleichfalls Jahrgang 1925, den Wiener Lyriker um sechs Jahre überlebte... weiter




Literatur

Wirrnisse des Erwachsenwerdens

  • "Das Licht und die Geräusche": Romandebüt des Filmregisseurs Jan Schomburg.

Jan Schomburg ist ein erfolgreicher deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor. Und so liest sich auch sein erster Roman "Das Licht und die Geräusche" wie die Vorlage für einen Film: mit einer sympathischen Hauptfigur, dialogstarken Szenen und vielen Ortswechseln, inklusive eines Trips nach Island... weiter




Sofi Oksanen, geboren 1977 in Jyväskylä. - © Toni Härkönen

Literatur

Ein allzu hoher Preis3

  • Die finnische Schriftstellerin Sofi Oksanen spielt in ihrem gesellschaftskritischen Roman "Die Sache mit Norma" einmal mehr mit den Genres - und mit den Erwartungshaltungen der Leser.

"Nach der Beerdigung war nichts wiedergutzumachen, auch wenn Norma sich noch in dem Moment, in dem sie sich hinter die Trauergäste zurückfallen ließ und auf den Weg stahl, der zum Tor führte, einreden wollte, dass es möglich wäre." Norma Ross hat gerade ihre Mutter Anita beerdigt... weiter




Literatur

Dichterräusche4

Wie gut, dass es im Literaturgeschehen keine Doping-Kontrollen gibt! Würde man nämlich die Weltliteratur auf Werke reduzieren, die von "cleanen" Schreibkräften verfasst worden sind, bliebe wenig Interessantes übrig. Im https://www.onb.ac.at/museen/literaturmuseum/">Wiener Literaturmuseum ist zurzeit die Ausstellung "Im Rausch des Schreibens" zu sehen... weiter




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