• 18. Januar 2018

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



Schlagwortsuche

Bischof Kräutler im Gespräch mit Sonja Panthöfer, das im Rahmen einer Veranstaltung von "globart" im Kremser Kloster UND im Herbst dieses Jahres stattfand. - © Bernadette Sattler-Remling

Interview

"Ich war schon immer ein Gefühlsmensch"33

  • Bischof Erwin Kräutler über Brasilien, die Herzlichkeit der Menschen dort und seine Einstellung zum Gebet.

"Wiener Zeitung": Herr Bischof, Sie leben schon sehr lange in einer Welt, die den allermeisten Menschen hier fremd ist. Beschreiben Sie doch bitte: Wie sieht es dort aus, was hört und riecht man? Erwin Kräutler: Amazonien war einmal eine Welt voller Wasser und riesiger Wälder, ein grüner Ozean... weiter




Wie viele Leben passen in ein Leben? - Victor Klagsbrunn sagt: "Viele". - © Farmbauer

Porträt

Floridsdorf an der Copacabana5

  • Wiener Spuren in Rio de Janeiro: Ein Besuch bei Victor Klagsbrunn, der - vermittelt über den Schriftsteller Erich Hackl - auf seine österreichischen Wurzeln aufmerksam wurde.

Der Besuch bei Victor Klagsbrunn in Copacabana beginnt mit Kaffee und Büchern - über Immi-gration, Exil und von Erich Hackl. Der österreichische Schriftsteller hat Victor und der Familie Klagsbrunn eine Erzählung in dem Band "Drei tränenlose Geschichten" (Diogenes, 2014) gewidmet... weiter




Jeden Montag spielen die Musiker der Gruppierung "Samba do Trabalhador". - © Lichterbeck

Musikleben in Rio

"Lasst den Samba nicht sterben"

  • In Rio de Janeiro treffen sich zahlreiche Gruppen, um in zwangloser Form zu essen und zu trinken, und vor allem: um Musik zu machen.

Es ist ein verregneter Montagnachmittag in Rio de Janeiro. In einem Clubhaus im Mittelklasse-stadtteil Andaraí, fern von Copa-cabana und Zuckerhut, entkorkt Moacyr Luz eine Flasche Wein. Seine Hände zittern leicht, er leidet an einer frühen Form der Parkinson-Krankheit. Bevor er großzügig einschenkt, schneidet er einen Blaukäse auf. "Saúde... weiter




Ewerthon Marques: mit 15 Mörder, mit 19 Christ. - © Lichterbeck

Brasilien

Der Deal mit Jesus

  • In Brasilien bekennen sich immer mehr Drogengangster zum evangelikalen Glauben, darunter Schwerverbrecher.

Diese Hände. Weder groß noch kräftig, eher zart und fein. Links ein Ehering, sonst keine besonderen Merkmale. Diese Hände sind Mörderhände. Massenmörderhände. Obwohl Alexandre Gomes das nie so sagen würde. Es herrschte eben Krieg, damals. Und er war Soldat. Erst als Kind noch, später als Jugendlicher, aber immer im Einsatz... weiter




In Rio gilt der eigene Körper als Skulptur, an der es stets zu formen und zu feilen gibt. - © Eva-Maria Feilkas

Rio

Hauptstadt der Halbnackten1

  • Nirgendwo auf der Welt wird mehr Kult rund um den entblößten Körper betrieben als in Rio de Janeiro.

Die Eitelkeit ist eine der sieben Todsünden, doch das ist den Einwohnern Rio de Janeiros egal. Die Cariocas, wie man sie nennt, zeigen bei jeder Gelegenheit, was sie haben: pralle Bizeps, üppige Brüste, runder Pos. Seinen Körper ungeniert zur Schau stellen zu können, ist wohl eine der typischsten Charaktereigenschaften der Menschen dieser Stadt... weiter




Während der Fußball-WM wird Brasilien seine fröhliche, ausgelassene Seite zeigen, aber dahinter steckt auch eine depressive. - © E.-M. Feilkas

Brasilien

"Brasilien ist ein trauriges Land"

  • Maria Rita Kehl ist Psychoanalytikerin und Mitglied der brasilianischen Wahrheitskommission. Eine ganze Nation liegt auf ihrer Couch. Ein Versuch, sich einem missverstandenen Land zu nähern.

Als die beiden Straßenmusiker in die Metro einsteigen, schnippt Maria Rita Kehl prophylaktisch mit den Fingern. Per Tamburin und Melodica spielen die zwei einen Forró, einen flotten Tanz aus dem Nordosten Brasiliens. Kehl wippt im Rhythmus, lacht und legt einen Geldschein ins kreisende Tamburin... weiter




Der bunte Karnevalssamba auf der Prachtstraße "Sambódromo" in Rio ist, so Paulo Lins, "wie der Vatikan, aber die Religion wird im Alltag gelebt". - © Foto: Karen Su/corbis

Paulo Lins

Paulo Lins: "Der Samba ist lebendig"1

  • Der brasilianische Romancier Paulo Lins erzählt über die Bedeutung des Samba für sein Land, über afrikanische Traditionen in Brasilien und über seine Schwierigkeiten, nach seinem Erfolgsroman "Die Stadt Gottes" einen zweiten Roman zu schreiben - was ihm aber gelungen ist.

Wiener Zeitung: Senhor Lins, könnten Sie zur Einstimmung einen Sambarhythmus anschlagen? Paulo Lins: Aber natürlich. (Lins zückt ein Feuerzeug und legt mit der Rechten und unter Zuhilfenahme des Metallknopfs an seinem Jackenärmel, den er abwechselnd zum Feuerzeug auf die metallene Stuhllehne schlägt, einen flotten Rhythmus vor... weiter




Gänse, Hühner, Tauben in und zwischen Käfigen - Feira de São Joaquim ist ein lebendiger Tummelplatz. - © Nadia N. Gentile

Markt

Rosenkranz und Rinderköpfe3

  • Unterwegs auf dem Feira de São Joaquim, dem größten und ältesten freien Markt in Salvador de Bahia, der drittgrößten Stadt Brasiliens, wo ein wilder, bunter Mix an Waren den Synkretismus des Landes widerspiegelt.

"Sou, sou, sou Brasileiro, louco, muito louco de Paixão" - Ich bin verrückt aus Leidenschaft, tönt es aus den Lautsprechern. Einer der besten Songs aus dem heurigen Karneval in Salvador de Bahia, der noch immer gesungen wird. Männer und Frauen, in Shorts und bunte T-Shirts gekleidet, gelbe "Skol"-Bierdosen in den Händen... weiter




Die neu gebaute, bisher noch nicht in Betrieb genommene Seilbahn ist der erste Vorbote einer grundlegenden Umgestaltung der ältesten Favela Rio des Janeiros. - © Lichterbeck

Brasilien

Neue Häuser - alte Armut2

  • Der Stadtteil "Morro da Providência" in Rio de Janeiro soll in den nächsten Jahren grundlegend umgebaut werden - jedoch zum Schaden der Bewohner, wie viele befürchten.

Es geht in diesem großen Streit um einen kleinen Hügel. Er steht mitten im Zentrum von Rio de Janeiro und ist 115 Meter hoch. Zu zwei Seiten bricht er schroff ab, zu den anderen aber läuft er sanft aus. Sein Rücken ist bedeckt mit dicht an dicht gebauten Häusern... weiter





Werbung




Werbung