• 16. Dezember 2017

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Schlagwortsuche

Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Wo alles blüht und gedeiht3

  • Die Sprache ist durchzogen von Wachstum und Vermehrung - man muss nur den Worten auf den Grund gehen.

In unserem Wortschatz findet sich viel Wachstum und Vermehrung, auch dort, wo man es nicht erwarten würde. Ein paar Beispiele: Grün heißt, vom germanischen Verb groa für wachsen, "das Wachsende" ("das Grünende"). Wachstum auch beim Physischen und der Physik - vom griechischen Verb phyein für erzeugen, wachsen lassen, "werden lassen"... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Auf der Suche nach Sinn1

  • Werden Begriffe nicht oder nicht mehr verstanden, wird oft, um dem Wort Sinn zu geben, durch Umdeutungen nachgeholfen.

Umgedeutet kann auf vielfältige Weise werden - ein paar Beispiele aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Das Kolportieren, vom lateinischen Verb comportare für zusammentragen, ist ein typisches Opfer volksetymologischer Deutungslust - hineingemischt wurde das lateinische Wort collum für Hals, Nacken, im Sinn von auf dem Nacken, der Schulter tragen... weiter




Severin Groebner ist Kabarettist und Autor, Gründungsmitglied der "Letzten Wiener Lesebühne" und sein aktuelles Programm heißt "Der Abendgang des Unterlands". Spieltermine und weiter Informationen unter www.severin-groebner.de

Glossenhauer

Danke für Ihr Vertrauen3

  • Das Vertrauen ist eine schwierige Angelegenheit. Stets muss man sich fragen: Wem? Und: Warum eigentlich?

Zum Vertrauen als Begriff weiß die klügste Webseite der Welt folgendes zu berichten: "Vertrauen ist als Wort seit dem 16. Jahrhundert bekannt (althochdeutsch: ,fertruen‘, mittelhochdeutsch: ,vertruwen‘) und geht auf das gotische trauan zurück. Das Wort "trauen" gehört zu der Wortgruppe um "treu" = "stark", "fest", "dick"... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Wo geht’s hier zum Bahnhof?3

  • Selbst die Alltagssprache steckt voller Militarismen, sogar in Liebeständeleien vom Stelldichein bis zum Abblitzen.

Ein beachtlicher Teil unseres Vokabulars stammt aus dem militärischen Leben, nicht allen Wörtern sieht man das jedoch immer gleich an. Wir verwenden mehr Begriffe und Redensarten aus der Militärsprache, als bewusst ist. So zum Beispiel, wenn wir immer nur Bahnhof verstehen, was daher kommt... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin

Sprache

Bilanzen auf der Waagschale2

  • Aus romanischen Sprachen entlehnte Wörter erkennt man meist besonders leicht - sollte man meinen.

Ein paar Beispiele: Der Protest stammt aus der italienischen Kaufmannssprache und war ursprünglich ein Begriff für Annahme- oder Zahlungsverweigerung eines Wechsels. Italienischer Herkunft ist auch die Bilanz, von den lateinischen Begriffen bilanx für ausgeglichen und libra bilanx für Waage mit zwei Waagschalen, die auch zur Balance führen... weiter




Hilde Weiss ist Journalistin und Übersetzerin. Veröffentlichungen auch in mehreren deutschen Zeitungen.

Sprachschätze

Alle können eines beitragen11

  • Wie entstehen Wörter? Wie kommen Menschen zu dem Vokabular, das sie für ihre Kommunikation brauchen? Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Dem Erfindungsreichtum sind keine Grenzen gesetzt - ein paar Beispiele aus der Fülle: Ein beachtlicher Teil unseres Wortschatzes ist lautnachahmender, lautmalender Herkunft. Pochen zum Beispiel, "pochpoch machen", poltern, rumpeln, plumpsen, bibbern, ächzen, grunzen... weiter




Sprachschätze

Wo alles sein Gutes hat2

  • Es gibt immer noch viel mehr Gutes, als man meinen würde - zumindest aus sprachlicher Sicht. Ein kleiner Silvester-Rundgang.

Alles Gute wünscht man sich und anderen zum Jahreswechsel. Das kommt vom germanischen Wort goda für gut, trefflich, "passend", das auch zur Güte führt, zum Vergüten und den Gütern, verwandt mit den Gattungen und Gatte und Gattin, "die gut zusammenpassen"... weiter




Sprachreflexion

Eine schöne Zuteilung3

  • Auch aus etymologischer Sicht ist Weihnachten eine bunte Mischung.
  • Ein kleiner Rundgang.

Weihnachten, vom mittelhochdeutschen Ausdruck ze wihen nahten, "in den heiligen Nächten", kommt vom germanischen Wort weiha für heilig, geweiht. Früher war es, weil die Tage so kurz sind, die stillste Zeit im Jahr, wobei die Stille, vom germanischen Wort stellja, vom Stellen kommt und ursprünglich unbeweglich bedeutete, stehend, "gestellt"... weiter




Sprache

Der Zweck ist das Mittel1

  • Was ist wirklich günstig, praktisch, effektiv und allzeit nützlich? Eindeutige Antworten darauf hat nur die Etymologie zu bieten.

Alles dienlich und tauglich: Was von Nutzen ist, nütze, nutzbar, nutzbringend, "was man genießt", kommt vom germanischen Verb neuta für genießen. Fruchtbar, hier begegnet man den lateinischen Wörtern fructus für Frucht, Ertrag, Nutzen und frui für genießen, Nutzen ziehen... weiter




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