• 13. Dezember 2017

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Schlagwortsuche

Gebet beim "Iftar-Essen" im Wiener Rathaus. Foto: Ali Haydar Yurtsever

Islam

Ein Ausflug in die Parallelwelt

  • "Europa wird jetzt zu Luft und am Land überwacht. Aber das Land, von dem alles Mögliche seinen Ausgang nimmt, ist Österreich. Dort treffe ich alle Scheichs, und alle unsere Brüder sind dort. Zu diesem Zeitpunkt ist es das Land der internationalen Kommunikation geworden, das Land der Kontakte. Das am besten geeignete Land ist Österreich geworden. Alles verkehrt dort. Und dort ist jede Menge Geld im Umlauf."

Diese brisante Plauderei zwischen zwei mutmaßlichen Topterroristen fand am 15. Juni 2002 in der Mailänder Moschee statt. Der Algerier Abderrazak Mahdjoub, von dem die Aussage stammt, wurde zwei Jahre später der Mitwisserschaft an den Terroranschlägen in Madrid verdächtigt, bei denen 192 Menschen starben... weiter




Österreich

Die verborgene Stadt

  • Ist es möglich, dass eine Stadt ihren Reichtum und all ihre Unterschiede zu anderen Städten so verbergen kann?

In Ordnung! Ein Geschäft mit Glaswaren, das wie ein Juwelier aussieht, hat seinen Platz in der bekanntesten Straße der Stadt. Es ist elegant und geschmackvoll, aber es hat eine Auslage, die nur von scharfäugigen Passanten wahrgenommen wird. In Ordnung... weiter




Integration

Nicht nur Deutsch!

  • Die Blindheit gegenüber jeder anderen Sprache ist vor allem den Angehörigen einer aktuellen Weltmacht oder eines ehemaligen Imperiums zu eigen. Amerikanern und Engländern beispielsweise, die sich bekanntlich immer wieder wundern, warum irgendein Mensch auf der Welt noch etwas anderes als Englisch sprechen sollte. Als der kleine Lord Greystoke, alias Tarzan, der Affenmensch, in der Hütte seiner verstorbenen Eltern im Urwald ein paar Bücher findet, lernt er aus den Buchstaben ganz wie von selbst -- Englisch. Etwas anderes konnte sich der amerikanische Autor Edgar Rice Burroughs gar nicht vorstellen. Übrigens ist in keinem englischen oder amerikanischen Buch auch nur ein einziges deutsches Zitat oder wenigstens ein einziger deutscher Name annähernd korrekt wiedergegeben. Sogar Germanistikprofessoren aus Amerika artikulieren meist nur mit Mühe einen deutschen Satz, und den selten fehlerfrei.

Dass ein halbwegs gebildeter Mensch mühelos drei oder vier Sprachen in Schrift und Wort beherrscht, gilt eher als typisches Merkmal von Angehörigen kleiner oder unbedeutender Nationen, oder solcher mit mehreren Nachbarn, wie Ungarn oder Holländern. In Österreich und Deutschland gilt es ebenfalls als Bildungsideal... weiter




Sprachengemisch mitten im 10. Wiener Gemeindebezirk.

Integration

Bei uns in Klein-Soho

  • Ich verstehe kein Wort mehr, wenn ich auf die Straße gehe. Das verunsichert mich. Am ehesten verstehe ich noch die Südafrikaner, weil sie auf Englisch betteln. Die aber, die nicht betteln, bellen laut und drohend. Verzeihung - aber so hört es sich an, wenn sich zwei oder mehr Schwarze unterhalten. Was kann man da machen? Soll ich türkisch, polnisch, serbokroatisch, tschechisch oder indisch lernen - in meinem Alter? Ich hätte so viele Fragen, aber wer soll sie mir beantworten? Ich möchte nicht, dass man mir Rassismus unterstellt. Mir, die ich in besseren Zeiten und jüngeren Jahren für Minderheiten durchs Feuer hätte gehen können. Jetzt bin ich selbst die Minderheit und schaffe es kaum.

Die Bewohner von Hietzing, Neuwaldegg, Nussdorf oder Sievering können leicht aufgeklärt über den Dingen stehen. Und die Grinzinger sowieso. Ich bin aber mittendrin in den Problemen und habe Integrationsschwierigkeiten, wie die ganze Wiener Minderheit in Favoriten... weiter




Frankreich

Aufstieg aus Slums und Ghettos

Der "Boulevard de Strasbourg", der breite Boulevard vor dem Pariser Ostbahnhof, wurde in den letzten Jahren zu einer Schlagader des afrikanischen und maghrebinischen Milieus. Rasta-Friseure schneiden neben Kebab-Fleischern, Kaufleute mit Rai-Kassetten feilschen neben Teppichhändlern... weiter




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