• 13. Dezember 2017

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- © "WZ"-Faksimile

Fundstück

Hetzer im weißen Hemd

Bei Gemeinderatssitzungen im Wien des späten 19. Jahrhunderts konnte es leicht vorkommen, dass einem der Herren der Kragen platzte oder er sich bei einer Schlammschlacht das saubere Hemd beschmutzte. Dem Abgeordneten Joseph Gregorig (1846-1909) passierte das oft. Praktisch, dass er die Wäsche aus eigener Erzeugung ersetzen konnte... weiter




- © WZ-Faksimile: I. Friedenberger

Fundstück

Das willenlose Pferd1

"Dieses willenlose Pferd hat (...) den Vorzug, dass es (...) nie scheu wird (...). Es ist immer gesattelt und gezäumt, braucht kein Futter, keinen Thierarzt". So warb eine 1869 in Wien publizierte Broschüre für das Fahrrad, damals "Velociped". Als Vorläufer gilt das 1817 von Karl Drais entwickelte Laufrad "Draisine", weshalb man heuer den 200... weiter




- © WZ-Faksimile: Iris Friedenberger

Fundstück

Heißer Draht in der Praterstraße2

Dass sich zwei Personen, die direkt nebeneinander sitzen, über Geräte miteinander unterhalten, war vor 167 Jahren noch eine Sensation, für die Schaulustige Eintritt zahlten. Der Betreiber, Henri Martin, inserierte u.a. am 23. Dezember 1849 in der "Wiener Zeitung", um ein interessiertes Publikum in seinen Salon zu locken... weiter




- © "WZ"-Faksimile: Iris Friedenberger

Fundstück

Panik auf dem Kutschbock1

Zur Feier einer Taufe war es im elsässischen Herlisheim Brauch, die Festkutsche mit Freudenschüssen zu empfangen. So geschah es auch im Augst 1897, wie ein Wiener Blatt vermeldete. Doch das Pferd scheute und raste im Galopp davon. "Die ganze Taufgesellschaft", so der Bericht, "flog gleich beim ersten Stoß aus dem Wagen... weiter




- © WZ-Faksimile: Iris Friedenberger

Fundstück

Bügeln bis zur Weißglut1

Bis zu drei Kilo konnte einst ein Bügeleisen wiegen - die Kohle noch nicht mit eingerechnet, die zum Beheizen in das hohle Gerät gefüllt wurde. Um die Glut zu erhalten, musste man das heiße Eisen von Zeit zu Zeit durch die Luft schwenken. Wer dieser Tätigkeit oblag - Hausfrauen, Schneider... weiter




- © WZ-Faksimile: Iris Friedenberger

Fundstück

K.k. Schwarzmaler

Wem der Vormärz noch nicht düster genug war, der konnte sich einst mit diesem in der Donaumetropole entwickelten Produkt auf eigene Faust Abhilfe schaffen. Dächer, Brücken, Boote etc. ließen sich damit in Schwarz tauchen - aber nicht in irgendein Schwarz, wohlgemerkt, sondern in "k.k. ausschließlich privilegi(e)rte schwarze Farbe"... weiter




- © WZ-Faksimile: Iris Friedenberger

Fundstück

Kampf gegen die Klaue1

Eine unleserliche Klaue ist in Zeiten von Maschinen- bzw. Computerschrift kein Malheur. Per Tastatur kann jeder kalligraphisch noch so unbegabte Mensch einen Text produzieren, den man leicht entziffern kann. Die Kunst des Schönschreibens beherrschen nur mehr wenige. Anno 1840 - die abgebildete Annonce erschien am 1... weiter




- © WZ-Faksimile: Iris Friedenberger

Fundstück

Fernsehen anno 18801

Er passte in jede Tasche und konnte überallhin mitgenommen werden: Der Fern-Seher von anno 1880. Die am 11. Juli dieses Jahres in der "Wiener Zeitung" geschaltete Werbung zeigt freilich sofort, dass es sich dabei nicht um jenen flimmernden Apparat handelte, der Jahrzehnte später ganze Familien auf Stunden andächtig zu versammeln vermochte... weiter




- © WZ-Faksimile: Iris Friedenberger

Fundstück

Praxis Dr. Steinschneider

Mit der Sommersaison 1878 sperrte in Ober-Weidlingau eine neue Wasserheilanstalt auf. Das hier abgebildete Inserat erschien am 2. Juni dieses Jahres in der "Wiener Zeitung" und warb für den Besuch des Bades. Dieses lag - seit Eröffnung der Westbahn (s... weiter




- © WZ-Faksimile: I. Friedenberger

Fundstück

Radioaktiver Jungbrunnen1

Vor Hiroshima, Tschernobyl und anderen nuklearen Katastrophen versetzte der Begriff "Radioaktivität" die Menschen noch nicht in Angst und Schrecken. Im Gegenteil. So pries man einst einen Stoff, dem man sich heute unter Einhaltung strenger Sicherheitsbestimmungen nähert, als wahres Wundermittel: Das Radium... weiter




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