• 22. Oktober 2017

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"Ich weiß nicht, warum sich so viele Schriftsteller vor der Verantwortung wegducken." - © Simone Brunner

Interview

"Minenfelder ohne Landkarte"1

  • Der Schriftsteller Sergej Lebedew über das Jahr 1917, die "sowjetische" Sprache und radioaktive Mythen.

"Wiener Zeitung": Herr Lebedew, vor genau 100 Jahren übernahmen die Bolschewiken in Russland die Macht und die sowjetische Ära begann. In Ihren Büchern setzen Sie sich vor allem mit den dunklen Seiten dieser Epoche auseinander. Warum? Sergej Lebedew: Das hat viel mit meiner eigenen Familiengeschichte zu tun... weiter




"Wir machen viele Experimente mit dem Publikum. Manches wird verstanden, manches nicht. Daraus lernen wir." (Matthias Beitl). - © Stanislav Jenis

Interview

"Heimat ist ein gefährlicher Begriff"9

  • Matthias Beitl, der Direktor des Wiener Volkskundemuseums, spricht über Ausstellungen, die nicht von allen Besuchern verstanden werden, erklärt den Unterschied zwischen Heimat- und Volkskundemuseum - und verrät, warum er keine Trachten mehr trägt.

"Wiener Zeitung": In Wahlkampfzeiten hat der Heimatbegriff Hochkonjunktur. Da packen Politiker ihre Lederhosen aus und sprechen wieder Dialekt. Aber was genau ist das eigentlich: Heimat? Matthias Beitl: Ich war überrascht, als beim Präsidentschaftswahlkampf im letzten Jahr der Begriff Heimat sehr stark betont wurde... weiter




"So wurde ich ein Verleger, ohne ein Verleger werden zu wollen . . ." Peter Engelmann. - © Peter Jungwirth

Interview

"Postmoderne ist die zeitgemäße Aufklärung"3

  • Vor 30 Jahren gründete Peter Engelmann den in Wien ansässigen Passagen Verlag, der sich vor allem auf gegenwärtige französische Philosophie spezialisiert hat.

"Wiener Zeitung": Dreißig Jahre Passagen Verlag - das ist ein Anlass, diese Erfolgsgeschichte zu rekonstruieren. Wie ist es zur Verlagsgründung gekommen? Peter Engelmann: Die Person, die den Anstoß für die Verlagsgründung gegeben hat, war Michel Foucault... weiter




Günther Paal im Gespräch mit WZ-Redakteur Mathias Ziegler. - © Moritz Ziegler

Interview

Die Verantwortung des Schiffskochs4

  • Der Kabarettist Günther Paal alias Gunkl erklärt, wie er mit seinem Asperger-Syndrom umgeht, warum er kein Best-Of-Programm spielen möchte - und warnt davor, die Intelligenz des Publikums zu unterschätzen.

"Wiener Zeitung": In Ihrem neuen Programm "Zwischen Ist und Soll - Menschsein halt" kommen wieder die gewohnten Gunkl’schen Schachtelsätze vor. Erwarten Sie eigentlich vom Publikum aktives Zuhören oder können Sie auch damit leben, wenn jemand nur im Saal sitzt und sich einfach berieseln lässt... weiter




- © Oliver WolffInterview

Interview

"Mein Rat lautet: Keep cool!"18

  • Der 72-jährige Berliner Mode-Stylist Günther Krabbenhöft über persönlichen Kleidungsstil, Abtanzen in Clubs, den Vorrang der Freundschaft vor der Ehe - und über den Umgang mit dem Tod.

Seit Günther Krabbenhöft vor zwei Jahren von Touristen am U-Bahn-Steig in Berlin fotografiert wurde, hat sich sein Leben auf einen Schlag geändert. Heute jobbt der 72-Jährige, der fast sein ganzes Leben lang als Koch gearbeitet hat, als Model und Stilberater, und er ist ein Star in den sozialen Netzwerken... weiter




- © Dieter Mayr

Interview

"Ich habe den Solo-Weg intensiv erforscht"109

  • Die Autorin und Lektorin Franziska Muri über die Vorzüge des Alleinseins, über Frauen an "Katzentischen" in Restaurants, die häufigsten Vorwürfe an Singles - und über "Minimomente der Liebe".

"Wiener Zeitung": Allein sein und sich allein fühlen sind grundverschiedene Zustände. Waren Sie schon immer gern für sich? Franziska Muri: Offen gesagt war das Alleinsein für mich lange eine zwiespältige Angelegenheit. Denn tatsächlich bin ich gern für mich, gehadert habe ich aber trotzdem damit... weiter




Interview

"Ich verspüre eine große Ungerechtigkeit"56

  • Die siebenfache Mutter Gertraud Burtscher erzählt, wie sie mit 60 ein Jus-Studium begann und was ihre "Oma-Revolte" erreichen will.

"Wiener Zeitung": Frau Burtscher, wir machen jetzt etwas sehr Unhöfliches: Bevor wir einander näher kennenlernen, werfen wir einen Blick in Ihre Geldtasche. Sie erhalten derzeit eine Pension von Euro 447 netto. Wie kommen Sie damit aus? Gertraud Burtscher: Ich komme nur deshalb aus, weil ich in meinem Alter noch arbeiten gehe... weiter




- © WeidingerInterview

Interview

"Man braucht den Partner, so wie er ist"130

  • Die aus Wien stammende Psychoanalytikerin und Verhaltenstherapeutin Eva Jaeggi über die Liebe und alle ihre Facetten, ihren Zweifel an lebenslang haltenden Ehen - und über zu große Glückserwartungen.

"Wiener Zeitung": Ihr aktuelles Buch heißt "Liebe und andere Wagnisse" - was ist Liebe, Frau Jaeggi? Eva Jaeggi: Es gibt so viele Aspekte der Liebe und so viele unterschiedliche Formen Liebe zu leben - weit über den Rahmen der klassischen Zweierbeziehung hinaus. Ich finde es deshalb nicht gut, eine abstrakte Definition für die Liebe zu suchen... weiter




"Unsere Kernbotschaft ist: Veredle dich selbst, solange, bis dein rauer Stein besser in die Welt passt." (Georg Semler) - © Nurith Wagner-Strauss

Interview

"Nicht jeder hat Anspruch darauf, alles zu erfahren"33

  • Georg Semler, Großmeister der Großloge von Österreich, über das Geheimnis der Freimaurerei.

"Wiener Zeitung": Herr Semler, derzeit wird in der Nationalbibliothek die Ausstellung "300 Jahre Freimaurerei" gezeigt. Wurde sie von der Großloge kuratiert? Georg Semler: Nein. Und ich bin froh darüber. Das soll ja keine Jubelschau sein, sondern ein realistisches und interessantes Abbild des Bundes und der Ideen, die dahinter stehen... weiter




Gerhard Roth im Garten seines Hauses in der Südsteiermark. - © Imagno/Getty Images

Interview

"Kunst ist Tag für Tag ein Neubeginn"3

  • Der Schriftsteller Gerhard Roth, der am 24. Juni 75 Jahre alt wird, über die Zukunft der Bücher, die politische Lage der Gegenwart - und seine neue Venedig-Trilogie.

"Wiener Zeitung": Herr Roth, Sie sind nun bald 75 Jahre alt. Sieht man die Welt, aber auch das eigene Land sowie das eigene Metier, in Ihrem Fall also das Schreiben und den deutschspra-chigen Literaturbetrieb, mit anderen, milderen Augen, als noch vor 10 oder 20 Jahren? Gerhard Roth: Milder sehe ich nichts, nur die Zeiteinteilung wird eine andere... weiter




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