• 19. Oktober 2017

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Schlagwortsuche

Will Unternehmen und IT-Konzerne ethischer machen: Sarah Spiekermann. - © Liane Tschentscher

Interview

"Technik soll uns dienen, nicht beherrschen"40

  • Die Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann über Verführbarkeit durch Technik und Handy-Pflichtgefühle.

"Wiener Zeitung": Sie haben vor kurzem angekündigt, auf Ihr iPhone verzichten zu wollen. Warum? Sarah Spiekermann: Ich habe mich abends in mein Auto gesetzt und plötzlich von Google Maps die Nachricht bekommen, wie viele Kilometer es noch bis zu meinem Ziel sind. Apple ist da einen Schritt zu weit gegangen... weiter




"Das Wichtigste ist, dass Arzt und Patient auf einer Ebene sind", sagt der Psychiater Houchang Allahyari. - © Robert Wimmer

Interview

"Die Sehnsucht nach meiner Heimat wächst"14

  • Der in Teheran geborene Houchang Allahyari über sein Leben als Psychiater und Filmemacher in Wien - und über Erinnerungen an den Iran seiner Kindheit.

"Wiener Zeitung": Herr Allahyari, als Einstieg in Ihr kürzlich erschienenes Buch "Normalsein ist nicht einfach" erzählen Sie, dass Sie als junger Psychiater in der Linzer Nervenheilanstalt Wagner-Jauregg Paul Wittgenstein, den Neffen des weltberühmten Philosophen, kennengelernt haben... weiter




"Die Ängste, etwas zu sagen, was nicht mehr als politisch korrekt gilt, haben stark zugenommen", meint Hans-Joachim Maaz, Psychotherapeut und Bestsellerautor. - © Ekko von Schwichow

Interview

"Wir sind nicht alle krank,
sondern wir leben falsch"
179

  • Der Psychiater und Autor Hans-Joachim Maaz über den Herdentrieb, die gefährliche Sucht nach Normalität und "innerseelische Demokratie".

"Wiener Zeitung": Früher war es verpönt, Mainstream zu sein, weil es nach Mittelmaß und Langeweile klang. Heute ist Mainstream kein Schimpfwort mehr. Was ist das Gute daran, so zu sein wie alle anderen? Hans-Joachim Maaz: Das Gute an Verhaltensregeln ist das Gefühl, dazuzugehören. Ich mache das, was alle machen, und das ist wohl richtig... weiter




Expertin für weibliche Macht: Élisabeth Badinter. - © afp/VerhaegenInterview

Interview

"Sie war auch unserer Zeit voraus"16

  • Die französische Philosophin Élisabeth Badinter über Maria Theresia als geschickte Jongleurin zwischen ihren Rollen als Mutter, Geliebte und Staatsoberhaupt.

"Wiener Zeitung": Madame Badinter, wie ist die Idee zu diesem Buch entstanden? Warum ausgerechnet Maria Theresia, die ja in Frankreich kaum wer kennt Élisabeth Badinter: Jedenfalls lange nicht so gut, wie ihre Tochter Marie Antoinette. Ich wollte eigentlich mit einem Vorurteil aufräumen... weiter




Charles Foster schlüpfte in die Rolle von Fuchs, Rothirsch u.a. Tieren. - © Fotalia (l., re.), Verlag Malik (Mitte)

Interview

"Es gab ekstatische Momente"

  • Der britische Tierarzt und Jurist Charles Foster über sein radikales Experiment, als Wildtier zu leben, über unsere sinnferne Kultur - und die Sehnsucht nach unseren Ursprüngen.

"Wiener Zeitung": Herr Foster, wie kamen Sie auf die Idee, in die Rolle von Wildtieren zu schlüpfen? Charles Foster: Als Kind gab es eine Amsel in unserem Vorort-Garten in Yorkshire. Sie sah mich an - und ich sah sie an, und ich hatte das Gefühl, sie wüsste etwas über den Garten, das ich nicht wusste... weiter




"In unserer Hochglanzgesellschaft sollen Kinder perfekt sein. Fürsorgliche Eltern aber lassen ihre Kinder scheitern, denn nur dadurch werden sie selbständig." (Günther Loewit) - © Pixelkinder

Interview

"Die Medizin ist heute Religionsersatz"13

  • Der österreichische Arzt und Autor Günther Loewit über die Abschaffung der Kindheit, die Auswüchse der modernen Hightech-Medizin - und weshalb wir von der Wiege bis zur Bahre als Patienten bevormundet werden.

"Wiener Zeitung": Herr Loewit, Sie betreiben eine ärztliche Praxis im niederösterreichischen Marchegg, das oft als die "Storchenstadt" bezeichnet wird. Wie schaut es dort mit der Geburtenrate aus? Gibt es viel Nachwuchs bei den Marchegger Familien? Günther Loewit: Marchegg ist eine kleine Stadt an der slowakischen Grenze... weiter




August Diehl während der Dreharbeiten zum Marx-Film. - © dpaInterview

Interview

"Marx wusste, dass er die Welt verändern kann"2

  • August Diehl über zeitgemäßen Widerstand gegen den Kapitalismus - und über seine Theater-Engagements in Wien.

"Wiener Zeitung": Herr Diehl, Haben Sie Marx gelesen, bevor Sie wussten, dass Sie ihn spielen würden? August Diehl: Nein. Das heißt, doch, er war Thema in der Schule. Als großer Ökonom und materialistischer Denker, wir haben Aufsätze über ihn schreiben müssen, daran erinnere ich mich... weiter




99 Prozent der Jugendlichen seien Spießer, sagt der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier. "Es gibt keine revolutionäre Avantgarde. In Wien gibt es vielleicht noch eine Handvoll Punks." - © APAweb / dpa, Patrick Pleul

Interview

"Ich misstraue Institutionen"88

  • Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier über seine traumatische Schulzeit, überangepasste Jugendliche von heute, die Verlogenheit der Eliten - und seinen lustvollen Hass auf soziale Medien.

"Wiener Zeitung": Muss man als Jugendforscher pubertie- rende Jugendliche mögen? Bernhard Heinzlmaier: Nein, überhaupt nicht. Ich mag die Menschen sowieso nicht sonderlich und war seit meiner frühesten Jugend immer froh, so wenig Kontakt wie möglich zu haben... weiter




Seit fast 50 Jahren im Verlagsgeschäft tätig: Ulrich N. Schulenburg - © Robert Wimmer

Interview

"Ein Verleger hat für den Autor zu kämpfen"8

  • Ulrich N. Schulenburg, Geschäftsführer und Miteigentümer des Thomas Sessler Verlags, über das Geschäft mit Theatertexten, literarische Zufallsentdeckungen - und seine Männerfreundschaft mit Peter Turrini.

"Wiener Zeitung": Herr Prof. Schulenburg, wer im deutschen Sprachraum Theater macht, kommt an Ihnen beziehungs-weise am Thomas Sessler Verlag nicht vorbei . . . Ulrich N. Schulenburg: Das ist richtig, wir sind in einer sehr guten Position. Wir blicken auf eine lange Tradition zurück und sind mit unseren neuen Stücken am Puls der Zeit... weiter




Mag das Unperfekte: Jean Philippe Blondel. - © Cédric Loison

Interview

"Ich liebe starke Frauen"5

  • Jean Philippe Blondel, Autor des Bestsellers "6 Uhr 41", über Paris und die Provinz, die Ängste der Jugend und seinen neuen Roman "Die Liebeserklärung".

"Wiener Zeitung": Monsieur Blondel, haben Sie heute früh den Zug um 6 Uhr 41 genommen? Jean Philippe Blondel: Nein, ich bin sogar schon um fünf Uhr früh aufgestanden, bin also schon mit dem Früheren gefahren. Da schlafen leider noch alle, schade. Um 6 Uhr 41 hingegen sind sie wach, bereiten ihren Tag vor... weiter




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