• 17. Januar 2018

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Johanna Rehm, Regis Mainka

Theaterkritik

Den Nächsten wie sich selbst lieben4

  • Sehenswerter Brecht im Theater Scala: "Der gute Mensch von Sezuan".

Bertolt Brecht, Paradeautor der politischen Linken im 20. Jahrhundert, kann heute nach wie vor sehr aktuell wirken. Das beweist gerade Bruno Max in der Scala Wien mit einer eindrucksvollen Inszenierung des 1943 uraufgeführten Dramas "Der gute Mensch von Sezuan", das Brecht mit der Hilfe von zwei Frauen, Ruth Berlau und Margarete Steffin... weiter




v. l.: Markus Meyer, Dörte Lyssewski, Michael Maertens, Marie-Luise Stockinger. - © R. Werner

Theaterkritik

Der Aufprall von Planeten9

  • Ewald Palmetshofer adaptiert Gerhart Hauptmanns "Vor Sonnenaufgang" - und gewinnt dem Klassiker Reiz und Relevanz ab.

Die Bühne als Provisorium. An der Rampe links sitzt Markus Meyer vor einem Garderobentisch. Sein Glatzkopf-Haarersatz wird von einer Mitarbeiterin fixiert; im Vordergrund steht ein viereckiges Raumgerüst, das die endlose Renovierung der Familienvilla versinnbildlichen soll. Im Hintergrund eine Holztreppe, ein Kühlschrank, Tische, Stühle... weiter




Tanz am Abgrund: v. l. Peter Fasching, Jan Thümer, Anja Herden, Lukas Holzhausen, Jutta Schwarz, Nadine Quittner, Gábor Biedermann.

Theaterkritik

Schrecken auf Speed2

  • Stephan Kimmigs "Die Zehn Gebote" für eine von allen Geistern verlassene Gegenwart.

Was ist wichtig? Was heißt Glück? Was Liebe? Mit Fragen dieser Art sehen sich die Zuschauer gleich zu Beginn des Abends konfrontiert. Im Wiener Volkstheater geht es in "Die Zehn Gebote" weniger um Nuancen - vielmehr um das große Ganze. Um vulkanartige Gefühlsausbrüche, um Katastrophen in X-Large... weiter




Vom Schicksal auf den Boden gedrückt: Carl Joseph von Trotta (Philipp Hauß), von Ballons umrahmt. - © Marcella Ruiz Cruz/Burgtheater

Theaterkritik

Der Verfall, eine Kinderparty5

  • Untergang mit bunten Ballons: Johan Simons inszeniert "Radetzkymarsch" im Burgtheater mit wenigen Ideen.

"Kauf dir einen bunten Luftballon/, und mit etwas Fantasie/ fliegst du in das Land der Illusion/ und bist glücklich wie noch nie", heißt es in einem ohrwurmgefährlichen, etwas holprig gereimten Schlager. An diesen muss man unwillkürlich denken bei Johan Simons’ Inszenierung von "Radetzkymarsch" im Burgtheater... weiter




Uu, aa, eiei: Philipp Karajev, Grischka Voss beim Zaubern. - © R. Berson

Theaterkritik

Lasst die Besen tanzen2

  • Grischka Voss bezaubert als "Kleine Hexe" im Dschungel Wien.

Otfried Preußler, 2013 im Alter von 89 verstorben, gehört zu den ganz großen Geschichtenerfindern für junge Leser. Sein Buch "Die kleine Hexe", 1957 erschienen, ein zu Herzen gehendes Plädoyer, wie man mit Witz und Zauberkraft die Welt verbessern könnte, ist nach wie vor Dauerbrenner in den Kinderzimmern... weiter




Feminine Rollenspiele: (v. l. n. r) Suse Lichtenberger, Michèle Rohrbach, Martina Rösler, Jelena Popr an im Kosmos. - © Bettina Frenzel

Theaterkritik

Mama ante portas3

  • Komplexe Mutter-Tochter-Beziehungen im Wiener Kosmos Theater.

"Ich möchte etwas tun für die Welt, haben Sie Verwendung für mich?", fragt Rahel. Die Bühnenfigur aus dem Stück "Muttersprache Mameloschn" begibt sich auf die Suche nach sich selbst - und fährt zu diesem Zweck nach New York. Zurück lässt sie ihre Mutter Clara, die in der DDR aufgewachsen ist und ihre Großmutter Lin... weiter




Theaterkritik

Wo lebt Gott?1

  • Ulrich Hubs Kinderklassiker im Kasino.

Da rätseln drei Pinguine über die Existenz Gottes: Gibt es den Allmächtigen nun oder nicht? Gesehen hat ihn bekanntlich noch niemand. Der Gottesbeweis stellt sich in Ulrich Hubs Kinderstück "An der Arche um acht", das nun im Burg-Kasino am Schwarzenbergplatz zu sehen ist, in Form einer Sintflut dar... weiter




Deftige Bilder mit Sandra Cervik (Elisabeth) und Tonio Arango (Graf von Leicester). - © Moritz Schell

Theaterkritik

Kurz und schmerzvoll12

  • Friedrich Schillers "Maria Stuart" als 100-Minuten-Verschnitt im Theater in der Josefstadt.

Vor dem Vorhang ist hinter dem Vorhang. Lautsprecherdurchsagen der Abendregie: "Beginn in fünf Minuten". Ein Schauspieler in Polizeimontur fährt mit dem Staubsauger die Schaurampe ab. Klares Signal: Hier ist Klassikerentstaubung angesagt! Eine aufgedonnerte Zicke setzt sich vor den Schminktisch und probiert die Stimme aus: Bühnen- und Wiener... weiter




(v. l.) Stefanie Reinsperger, Valery Tscheplanowa, Aljoscha Stadelmann.

Theaterkritik

Auf der Schattenseite2

  • Am Berliner Ensemble inszeniert Frank Castorf Victor Hugos "Les Misérables".

Bei William Shakespeare liegt Böhmen (im "Wintermärchen") bekanntlich am Meer. Und niemanden stört es. Bei Frank Castorf und Aleksandar Denić liegen Paris in der Karibik und Havanna an der Seine. Und niemand wundert sich darüber. Dass man eine Theater-Melange aus Victor Hugos Romanmonstrum "Les Misérables" und Versatzstücken aus dem größten... weiter




Kreuzt die Lanzen: Lennart Lemster, Saskia Klar. - © Ingo Pertramer/TR

Theaterkritik

Der Spaß der Nibelungen3

  • Das Theater Rabenhof zeigt eine kurzweilige Fassung des Nibelungenlieds für Kinder ab elf: garantiert ohne Heldenverehrung.

"Uns ist in alten maeren wunders vil geseit . . ." So beginnt das Nibelungenlied, ein wüstes Heldenepos voll Liebe und Hass, Treue und Verrat. Der Thriller aus dem 13. Jahrhundert verbindet Gewaltexzesse mit ausgeklügelten Intrigen und ausgesuchten Heldentaten, nicht umsonst gehört der Nibelungenmythos zu den berühmtesten germanischen Sagen... weiter




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