• 24. Oktober 2017

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Christina Rauchbauer

Theaterkritik

Sinnfragen2

  • Das interaktive Gruppenspiel "Die Bewegung" erinnert an "Die Welle".

"Darf ich Dich was fragen? Fühlst Du Dich verstanden? Sehnst du dich nach einer besseren Welt?" Mit diesen Worten werden die Besucher des interaktiven Gruppenspiels "Die Bewegung" begrüßt. Regisseur Flo Staffelmayr, die beiden Akteurinnen Christina Rauchbauer und Julia Meinx vom Theaterkollektiv Ansicht stellen sich in der Bühne drei des Dschungel... weiter




Im Taxi mit Ernst Kurt Weigel. - © B. Pallfy

Theaterkritik

Im Wien der Widerlinge

  • Das Bernhard Ensemble verzwirbelt in "Taxi.Speiber" Scorsese und Qualtinger.

Taxifahren in Wien ist selten lustig, weder für die Fahrgäste noch für den Fahrer. Ob es wirklich so widerlich ist wie für den Ex-Soldaten Travis Bickle im New York der 1970er, sei dahingestellt. Ernst Kurt Weigel und das Bernhard Ensemble gehen in ihrer Wiener Version des Films "Taxi Driver" von Martin Scorsese jedenfalls davon aus... weiter




Theaterkritik

Chaos im Sprachstrudel

  • Karrieren ohne Moral: "Extremophil" im Volx Margareten.

Drei Menschen sitzen auf einem Gerüst, sie kehren dem Publikum den Rücken zu, sie zischen und brummen, sie beginnen, ein entropisches Wörterwirrwarr anzustimmen. Erst nach und nach lassen sich ein paar Sätze entwirren in dem Sprachstrudel. Schließlich aber reinigt sich das Chaos und die Schauspieler sprechen nicht mehr durcheinander... weiter




Mephisto Benedikt Greiner (v). mit Faust Florian Köhler.

Theaterkritik

Das Schweineherz des Faust1

  • Das Grazer Schauspielhaus bringt Werner Schwabs treffsichere Faust-Apokalypse.

Haben die Theaterleute vorschnell kapituliert, indem sie Werner Schwabs Faust-Paraphrase nach der Uraufführung (1994 in Potsdam) und einer weiteren Produktion in Schwerin links haben liegen lassen? 23 Jahre jedenfalls hat es gedauert, bis sich "Faust :: Mein Brustkorb : Mein Helm" auch nach Österreich... weiter




Lehm, Wasser, Feuer: Vassilissa Reznikoff, Steffen Link (liegend), Nicolaas van Diepen. - © Matthias Heschl

Theaterkritik

Maschine Mensch1

  • Vom Golem zum Cyborg: Schauspielhaus erkundet künstliche Intelligenzen.

Lehm, Wasser, Feuer, Luft. Aus diesen Elementen wird, der Legende nach, der Golem erschaffen. Im frühen Mittelalter taucht die Vorstellung von diesem künstlichen Wesen erstmals in der jüdischen Mystik auf. Von Beginn an ließen die Sagen zwei Deutungen zu: hilfreicher Geist oder bösartiger Dämon... weiter




Petra Morzé (l.), Irina Sulaver und Bernd Birkhahn jausnen wieder einmal Marmelade. - © apa/R. Werner

Theaterkritik

Mörderische Marillenmarmelade

  • Franz-Xaver Mayr inszeniert die groteske Familiengeschichte "Kartonage".

"Damit immer was da ist", kocht Mutter Werner Tag ein Tag aus Marillenmarmelade - und Papa Werner isst sie dann ganz brav. Etwas Anderes gibt es ja nicht zu tun: Das Paar lebt seit 20 Jahren in einem Karton - Staubsauger an der Wand, Sitzecke und Herd (natürlich nur, um Marillenmarmelade einzukochen) reichen aus im Werner-Universum... weiter




Flor Wilson,

Theaterkritik

Zukunft und Gerechtigkeit1

  • Theater Drachengasse startet mit einem breit gefächerten Angebot in die neue Saison.

Er ist ein ehemaliger Gefängnisaufseher, der nun selbst im orangenen Jumpsuit steckt. Autor Robert Schenkkan konstruiert in "Building the Wall" ein Zukunftsszenario: 2019 wird US-Präsident Donald Trump seines Amtes enthoben. Die Historikerin Gloria (Flor Wilson) interviewt in dem Zwei-Personen-Stück den nun selbst gefangenen Gefängnisaufseher Rick... weiter




Theaterkritik

Bobos auf dem Land2

  • Volker Schmidt bringt sein Stück "Freiheit" heraus.

Was passiert, wenn eine Gruppe gebildeter, liberaler Städter ein Wochenende in einem Haus auf dem Land verbringt? Diese Frage versucht die "new space company" um Regisseur und Autor Volker Schmidt in "Freiheit" zu erkunden. Auf der Suche nach neuen Bühnenräumen wurde eine alte Lagerhalle und ehemalige Autowerkstatt im 2... weiter




Doris Weiner, Michael Abendroth. - © lupispuma

Theaterkritik

Leichtigkeit und Schwere des Alters

  • Das Volkstheater zeigt in den Bezirken das "Das Haus am See".

"Ich wusste nicht, dass wir wütend aufeinander waren, ich dachte, wir können uns einfach nicht leiden." So spricht der Vater zur Tochter - ein schwieriges Verhältnis. Doch Norman bringt auch seine Frau Ethel mit seinen zynischen Äußerungen über das Altern in Rage: Er ist 80, sie 70, und gemeinsam verbringen sie den 48. Sommer in ihrem Ferienhaus... weiter




Theaterkritik

Freiheit für "Super O"

  • Performative Stadterkundung zum Nabel der Welt.

Eigentlich dürfte diese Theaterkritik gar nicht erscheinen. Die Besucher der performativen Stadterkundung "Tour de Nombril" (deutsch: "Reise zum Nabel der Welt") wurden zum Stillschweigen über das Gesehene verpflichtet. Oberste Geheimhaltung gilt einem sensationellen Fund: Bei Bauarbeiten in Aspern (die Seestadt ist Schlusspunkt der fünfstündigen... weiter




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