• 16. Dezember 2017

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Seherin in Bedrängnis: Sophia Löffler und Chor. - © Matthias Heschl

Theaterkritik

Klage der Erben nach Paragraf postmodern10

  • Antike auf Instagram: Thomas Köcks "Die Zukunft reicht uns nicht (Klagt, Kinder, Klagt)" im Schauspielhaus Wien.

Erben ist kein Vergnügen. Lauter Formalitäten, die man meistens auch noch im Ausnahmezustand der Trauer über sich ergehen lassen muss. Und wenn man ganz großes Pech hat, dann gibt es noch Streit und man landet in der ORF-Sendung "Schauplatz Gericht". Die kommt nicht vor in Thomas Köcks neuem Stück "Die Zukunft reicht uns nicht (Klagt, Kinder... weiter




Couragiert: Chris Polick und Susy Henderson. - © VET

Theaterkritik

Mit den Waffen einer blinden Frau

  • Thriller-Klassiker "Wait until Dark" ist im Vienna’s English Theatre zu sehen.

Der US-amerikanische Thriller "Wait until Dark" (dt.: "Warte, bis es dunkel ist") bezieht seine Spannung aus einer höchst prekären Ausgangssituation: Eine Frau, die vor kurzem ihre Sehkraft verloren hat und die gerade lernt, mit dem Handicap zu leben, wird von drei Ganoven auf äußerst durchtriebene Art hintergangen und bedroht... weiter




Theaterkritik

Sex im Kaninchenbau3

  • Das Theater Drachengasse zeigt "Grooming" von Paco Bezerra.

Es gibt Stücke, die sollte man nicht im Detail beschreiben, sonst raubt man ihnen den Kern und dem Publikum eine Erfahrung. "Grooming" des Madrider Autors Paco Bezerra gehört dazu. Nicht einmal, ob es ein Thriller, ein Problemstück oder eine surreale Sexfantasie ist, sollte man vorab final klären... weiter




Tilman Strauß in der turbulenten Jelinek-Uraufführung. - © Arno Declair

Theaterkritik

Wortreiche Sprachlosigkeit

  • "Am Königsweg" von Elfriede Jelinek landet in Hamburg auf der Bühne.

Das Schöne an Elfriede Jelinek, der Unermüdlichen, ist, dass sie ihre Sprachlosigkeit so virtuos in Worte fassen kann. So wie jene über Donald Trump, seinen unerwarteten Wahlsieg, über das, was dazu geführt hat und was es mit der Welt anrichtet. "Am Königsweg" heißt das neue Stück... weiter




Ihr Auftritt, bitte. - © Christine Miess

Theaterkritik

Gut? Böse? Die Wette läuft!20

  • Das Performancekollektiv Nesterval kombiniert Faust und Dirty Dancing zum Abenteuerspiel.

An der Rezeption checken die Theaterbesucher ein, als wären sie Hotelgäste. Das "Ressort" befindet sich am Gellertplatz, unweit vom Reumannplatz in Favoriten. Josef Nesterval, ein korpulenter Mann mit Rauschebart, stellt sich als Direktor vor - und bittet die Gäste zu einer Art Abschlussfeier... weiter




Theaterkritik

Jeder Mann? Jedermann!1

  • Simon Meusburgers "Jedermann" mit allerlei Gags.

Am Burgtheater hat die Neuschreibung "jedermann (stirbt)" von Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz erst im Februar Premiere. Jetzt bereits, nämlich im Schubert Theater an der Währinger Straße, stemmt sich nun schon ein "JEDER.mann" dem trübseligen Tod entgegen... weiter




Theaterkritik

Unglück mit dem Mittelfinger3

  • "Der Fluch des David Ballinger" im Theater der Jugend.

Mit kollektivem "U-u-u-h" und "A-a-a-h" raunen mehrheitlich Mädchenkehlen David Bollinger ins Happyend. Sie meinen: "Küss sie, David!" Tori, die Schönste in der Schule, gehört dir. Auch Ironie ist im Spiel. Wir wissen ja, dass im Theater alles gut wird... weiter




Selbstmitleid im Noch-Bobo-Outfit: Franz Adrian Wenzl als wutbürgernder Noch-Angestellter. - © Nikolaus Ostermann

Theaterkritik

Krieg im Büro, Frust zu Hause9

  • Sibylle Bergs Stück "Viel gut essen" feierte im Rabenhof mit der Band Kreisky Österreich-Premiere.

Passend ist im Vorfeld schon einmal eines: Liest man sich unter einem Interview zum Stück im dazugehörigen Diskussionsforum Postings durch, die die Vorzüge der Kolonialisierung ebenso erklären wie die Tatsache, dass der Westen oder man selbst selbstverständlich auch für aktuelle globale Entwicklungen nicht verantwortlich ist - während die... weiter




- © Andrej Lamut

Theaterkritik

Lebensglück, sponsored by Red Bull?

  • Der Steirische Herbst schließt seine 50. Ausgabe mit ironischer Schärfe des Nature Theater of Oklahoma.

Cowboys (und Cowgirls) sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Zwar sitzen die Fäuste nach wie vor so locker wie die Colts, aber das schaut verdächtig nach leerer Routine aus, so wie das Hin- und Herschubsen des Glases entlang der Theke. In Wirklichkeit hängen diese Leutlein herum im Saloon und bejammern ihre Existenz... weiter




Unter Wasser: (v. l. n. r.) Clara Schulze-Wegener, Nélida Martinez und Philipp Auer. - © Robert Polster

Theaterkritik

Lust und Geld aus Kinderqual1

  • "Vereinte Nationen" von Clemens J. Setz im Volx in Margareten.

Ein Satz wie exemplarisch aus Michel Foucaults Machtanalyse "Überwachen und Strafen". Kein Kerkerwärter spricht ihn, sondern der Vater einer sechsjährigen Tochter, die nicht aufessen will: "Wir können gern den ganzen Tag so verbleiben. Ich hab Zeit." Je länger das Kind widersteht, desto besser für Anton und Karin... weiter




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