• 20. Oktober 2017

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen
  • Wiener Zeitung auf Google+
  • Apple App Store
  • Google Play Store

Sie sind hier:



Schlagwortsuche

Übertreibungskunstfiguren Jana Schulz und Philipp Hauß in "Froschfotzenlederfabrik". - © Reinhard Werner.Burgtheater.Presse

Kritik

Deutsches Problemsoufflé

Erich Honegger lächelnd, rote Pimpfe jubelnd im Hintergrundvideo, aus dem Lautsprecher Werbung für Bier und Babycreme. Das war die DDR. In Deutschland heute schlängelt sich ein Fabrikantentöchterl supersteil die Kletterstange hoch, von einem polnischen Jungunternehmer ins Pornogeschäft gelockt... weiter




Ignaz Kirchner als Fürst Bolkonski. - © Georg Soulek, Burgtheater

Theaterkritik

Russland tanzt, liebt, stirbt

Bühnenschnee. Auf einem Projektionsschirm fahren Scherenschnitte Schlitten. Die Schlacht von Borodino ist zu schlagen. An Keuchhusten erinnern die Schmerzensschreie der "Krieg und Frieden" mimenden sechs Damen und neun Herren. Rund 100 vom alten Tolstoi in unerreichter Feinarbeit ausgemalte Romancharaktere führen sie vor... weiter




Peter Simonischek und Dörte Lyssewski. - © Georg Soulek .Burgtheater .Fotos bei Nennung des Fotografen für die aktuelle Berichterstattung freigegeben.

Burgtheater

Gestutztes Gärtchen

"Finde das Stück gut - ja möglicherweise zu gut für einen Theatererfolg", notierte der Dramatiker in seinem Tagebuch. Arthur Schnitzer irrte; bei der Uraufführung 1911, die zugleich an neun Bühnen stattfand, geriet "Das weite Land" zum überwältigenden Erfolg - und hält sich seitdem unbeirrt auf den Spielplänen... weiter




Philipp Hochmair besticht in "Amerika". - © © Rüdiger Schall / bildersee.info / Rüdiger Schall

Theaterkritik

Unsichtbare Kräfte sind am Werk

Am Ende hat er doch noch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten erreicht. Karl Roßmann, 16 Jahre alt, findet zu sphärischen Klängen ein Obdach im größten Theater der Welt, dem Naturtheater von Oklahoma. Hier findet jeder eine Anstellung, gemäß seiner Berufung, hier ist das Glück zu Hause... weiter




Just a Kiss: Simon Kirsch, Melanie Kretschmann. - © Copyright: .Reinhard Werner.Burgtheater.Fotos bei Nennung des Fotografen für die aktuelle Berichterstattung freigegeben.

Theaterkritik

Immer Pech mit dem Eros2

1608 aufgeführt durch Shakespeares Truppe, aber wahrscheinlich ein fremdes Drama, vom Dichter bloß sprachlich auffrisiert. Der Titelheld ist nicht der Athener Demokratie-Einpeitscher, sondern ein Fürst von Tyrus. Seine Brautwerbung in Antiochia endet vorerst katastrophal: Die begehrte Prinzessin hatte sich schon ihr Vater ins Bett geholt... weiter




Waltraut Haas mimt in der Inszenierung ihres im Vorjahr verstorbenen Mannes Erwin Strahl (rechts) die alte Vettel in "Der Hofrat Geiger". - © APAweb/Horst Ossinger dpa/Inw

Theaterkritik

Waltraut Haas, in jedem Alter überzeugend1

Einst war sie ein reizendes Mariandl, später eine charmante Marianne, und dieser Tage nun reißt Waltraut Haas das Publikum als Wirtin Windischgruber zu Lachstürmen hin. "Der Hofrat Geiger" von Martin Costa steht jetzt in der Fassung des leider im Frühjahr verstorbenen Erwin Strahl, in der schwungvollen Inszenierung seines Sohnes Marcus Strahl... weiter




Alles ist hin: Maria Happel als hennarote Marthe will den Krugzerstörer ausfindig machen. Michael Maertens ist der korrupter Dorfrichter Adam, der sich hier als smarter und scheinbar unangreifbarer Lokalpolitiker wähnt - und dann doch gegen sich selbst ermitteln muss. - © APA/HERBERT NEUBAUER

Theaterkritik

Schlacht um die Scherben

Im Hintergrund eine hochragende, düstere Bretterwand, davor eine rechteckige, grellweiß strahlende Spielfläche, umgeben von morastigem Gelände. Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann setzt in seiner Inszenierung von Kleists Lustspielklassiker "Der zerbrochene Krug" im Bühnenraum von Stéphane Laimé auf starke, unmissverständliche Signale... weiter




Rumhängen und quatschen: (v.l.n.r.): Alexandra Henkel, AdinaVetter, Fabian Krüger, Dietmar König, Dorothee Hartinger. - © Georg Soulek, Burgtheater, Fotos bei Nennung des Fotografen für die aktuelle Berichterstattung freigegeben

Theaterkritik

Vertagte Konflikte, leiser Zorn

Der erste Satz, der an diesem Abend auf der Bühne fällt, drückt leisen Zweifel aus: "Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist", so Erek. "Ich schon", gibt sich seine Freundin Anna zuversichtlich. Die beiden (dargestellt von Joachim Meyerhoff und Regina Fritsch) gründen darauf in der von Ereks geerbten großbürgerlichen Villa eine Wohngemeinschaft... weiter




Dorothea (Andrea Eckert) und Lilli (Martina Stilp). - © APA/HERBERT NEUBAUER

Theaterkritik

Die kleine Hölle, zu nahe am Abgrund des Banalen

Unheilvoll vermählen sich das Saxophon und die stummfilmeske Orgel, bevor Dorothea Neff im Nebel die Penthesilea deklamiert. Blütenblätter schneien auf den Star, ein weiblicher Fan übergibt ihr einen Rosenstrauß. Just dieser Rosenstrauß hängt in der Wohnung der Schauspielerin, die zum einzigen Schauplatz dieses Kammerspiels werden soll... weiter




Clash of Cultures, Jugendkultur trifft auf Generation 50 plus: Hubsi Kramar und Dolores Schmidinger verlustieren sich in einer altersgerechten Neuauflage von Bauers Bühnenklassiker. - © barbara pálffy

Theaterkritik

Die verlorene Magie

Nein, magisch ist er nicht wirklich, dieser Nachmittag - nicht einmal die Rauschwelten von Alkohol, LSD & Co vermögen die Tristesse und Langeweile des Alltags noch mit unbekannter Magie zu verzaubern; stattdessen: Leere, Trost- und Sinnlosigkeit. Nein, die Welt... weiter




zurück zu Schlagwortsuche


Werbung




Werbung