• 14. Dezember 2017

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Zum letzten Mal: Birgit Minichmayr und Nicholas Ofczarek in Christian Stückls "Jedermann"-Inszenierung. - © APA/BARBARA GINDL

Theaterkritik

Gewaltmensch ohne Reue

Zum elften und letzten Mal wird in diesem Festspielsommer Christian Stückls "Jedermann"-Inszenierung gespielt. Der Regisseur bedankte sich nach der Premiere, die am Samstag wegen Regens im Großen Festspielhaus stattfinden musste, die ihm in den zehn Jahren seiner Tätigkeit geholfen haben. Nächstes Jahr muss jemand anderer übernehmen... weiter




Wo steht das Theater heute? Drei Antworten beim Festival in Avignon (v.o.n.u.): Stéphane Braunschweig inszeniert Pirandello, Christoph Marthalers Sing-along-Abend "Meine faire Dame. Ein Sprachlabor" und William Kentridges Multimedia-Spektakel The Archive of the Universe". Chirstophe - Reanyua de Lage(1 u. 3), Judith Schlosser

Christoph Marthaler

Theaterfestival Avignon: Dann müssen Blumen her

  • Zwischen postdramatischem Labor und Kritik am fehlenden Autorentheater.

Avignon. Kennt noch jemand diesen Achtziger-Jahre-Hit von "Deutsch-Österreichisches Feingefühl"? "Seit zweitausend Jahren lebt die Erde ohne Liebe. Es regiert der Herr des Hasses." Und weiter im Text: "Codo der Dritte/ Aus der Sternenmitte/ Bin ich der Dritte von links... weiter




Herzenssache: Julia Stemberger als Anna Karenina und Joseph Lorenz als Herzensbrecher Graf Wronsky. - © Reichenau/J. L. Davies

Theaterkritik

Russische Liebes- und Ehewirren1

Bühnenbearbeitungen von Prosatexten sind bei den Reichenauer Festspielen nichts Ungewöhnliches. Heuer stehen mit den Adaptionen von Stefan Zweigs "Ungeduld des Herzens" und Leo Tolstois "Anna Karenina" sogar zwei auf dem Programm. Im Falle von "Anna Karenina" liegt die Latte besonders hoch: Wurden doch nur wenige Werke der klassischen Weltliteratur... weiter




Tabus und bürgerliche Doppelmoral: "Reigen" mit Petra Morzé, Miguel Herz-Kestranek, Günter Franzmeier. - © Carlos de Mello

Festpiele

Arthur Schnitzlers "Reigen": Blick hinter Masken1

Während der ersten beiden Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts galt Arthur Schnitzlers "Reigen" als das Skandalstück schlechthin. Die zehn Dialoge, 1900 als Privatdruck erschienen und erst 1920 in Berlin von Max Reinhardt uraufgeführt, wurden als "Saustück" verunglimpft und provozierten Klagen gegen den als Pornografen geschmähten Dichter... weiter




Noch immer riecht es hier nach Blut: Macbeth (Dietmar König) und seine Lady (Alexandra Henkel). - © barbara pálffy

Theaterkritik

Dolchjagd im Rindenmulch

Die Honoratiorenreden vor der Premiere der Sommerspiele in Perchtoldsdorf machten es schon deutlich: Die Burg ist hier der Hauptdarsteller. Zu Recht: Diese Burg kann schon was - der Schauer-Faktor steigt vor allem deutlich, wenn ein fast voller Mond aufgeht. Und der Schauer-Faktor spielt gerade bei "Macbeth" keine unerhebliche Rolle... weiter




Sommertheater

Herr Biedermeier steigt und fällt1

  • Festspiele Reichenau mit den "Früheren Verhältnissen" von Nestroy eröffnet.

Showtime im Kurtheatertempel. Treppe, Rampe, Sofa und hintendrauf die Show-Combo: die ordinäre Studiokulisse aller TV-Plapperwurschtel für Nestroys Einakter "Frühere Verhältnisse". Der "wienerische Aristophanes", gefeiert im "Theater der Dichtung" von Karl Kraus... weiter




Virtuosinnen des Schmerzes: ein strapaziöser, aber starker szenischer Rundumschlag gegen männliche Gewalt. - © Julio Calvo

Frauen

Liebe heißt: Schläge einstecken

  • La casa de la fuerza

Mit "La casa de la fuerza", einer Performance der spanischen Theatermacherin Angélica Liddell, setzten die Wiener Festwochen den Schlusspunkt unter das heuer besonders reichhaltige Schauspielprogramm. Was während der fünfstündigen Vorstellung im "Haus der Gewalt" geschieht, ist nicht nur fürs Publikum... weiter




Theaterkritik

Das Unglück Griechenlands als Theaterglücksfall1

"Wer glaubt, dass es eine andere Lösung für Griechenland gibt als den Sparkurs?", fragt ein Schauspieler ins Parkett. Fast alle Besucher des Volkstheaters heben die Hände. "Danke, Österreich!" Eine Geste der Solidarität mit einem geprüften Land, eine Woche vor dem nächsten... weiter




Couragierte Körperlichkeit: Ulrich Seidls Annäherung an das Phänomen Mann mit Lars Rudolph, Georg Friedrich, Nabil Saleh, Michael Thomas, Wolfgang Pregler, Michael Tregor (v. l. n. r). - © www.peterrigaud.com

Wiener Festwochen

Nackte Männer im Keller

  • Filmregisseur Ulrich Seidls Theaterarbeit über Männer und Sex im Theater Akzent

Was macht ein Mann, wenn er unter Männern sein will? Folgt man Ulrich Seidl, verziehen sich echte Kerle in den Keller. Das Unterirdische wäre demnach ein bevorzugter Rückzugsort, wo man unter seinesgleichen ist, wo sich das Prinzip Männlichkeit unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausleben lässt... weiter




"Feigheit ist die größte Sünde": Paul Rhys und Sinéad Matthews als Meister und Margarita. - © Robbie Jack

Wiener Festwochen

Bulgakow-Inszenierung: Feigheit als größte Sünde3

  • Simon McBurneys Bulgakow-Inszenierung "The Master and Margarita" im Burgtheater

Mit einem Satz sprechen sich die Figuren Mut zu, bevor sie sich den Gefahren dieses Theaterabends aussetzen, er ist Schlacht- und Weckruf: "Feigheit ist die größte Sünde." Geradezu überirdische Courage benötigt das 16-köpfige Ensemble denn auch, schließlich nimmt es den Kampf mit Teufeln und Hexen, Stalin und Pontius Pilatus auf... weiter




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